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Panzertruppe der Bundeswehr 2004-2012

Fahrzeug Profile Nr. 54

 - Panzertruppe der Bundeswehr 2004-2012

Zusammenfassung:

Autor:Peter Blume & Walter Böhm
Verlag:UNITEC-Medienvertrieb
ISBN:ohne
Erscheinungsjahr:2012
Sprache:Deutsch
Inhalt:
  • 50 Seiten mit 110 farbigen Abbildungen und 10 in Schwarz-Weiß
Preis:11,80

Besprechung:

Die Geschichte der (modernen) Panzertruppe der Bundeswehr geht bis 1956 zurück. Schon damals, gleich bei der Gründung der Bundeswehr, erkannte man die Notwendigkeit einer modernen und leistungsfähigen Panzertruppe. Die Erstausrüstung bestand wie seinerzeit üblich aus Beständen der US Army, vorwiegend aus dem Kampfpanzer M47. Bereits Ende 1957 erfolgte die Einführung des M48, im Jahre 1965 stießen die ersten Leopard 1 Panzer zur Truppe. Ende 1974 verfügte die Panzertruppe über 43 Bataillone mit jeweils 54 Kampfpanzern. Bereits 1958 gab es die erste größere Umstrukturierung der Panzertruppe im Rahmen der Heerestruktur 2, gefolgt von drei weiteren im Abstand von jeweils ca. 10 Jahren. Bis zum Ende des Kalten Krieges Anfang der 1990er Jahre waren diese Reformen im Wesentlichen organisatorischer Art ohne größere Auswirkungen auf die Mannstärke oder die Ausrüstung. Dies änderte sich nach der Wiedervereinigung, als man begann die Truppenstärke insgesamt drastisch zu reduzieren. Zudem sah sich die Bundeswehr neuen Aufgaben gegenüber, das klassische Schlachtfeld aus der Zeit des kalten Krieges war so nicht mehr existent. Heute sind flexible, vielseitige Einheiten mit erstklassiger Ausrüstung bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr gefragt. Von den einst mehreren tausend Kampfpanzern der Panzertruppe sind heute gerade einmal 350 übrig geblieben, Tendenz fallend.

 - Panzertruppe der Bundeswehr 2004-2012

Die derzeitige Zusammensetzung der Panzertruppe ist das Ergebnis der Struktur "Neues Heer 2010" welche im Jahre 2004 verabschiedet und zwei Jahre später umgesetzt wurde. Aktuell sind noch sechs Panzerbataillone aktiv, die sich aus jeweils drei Panzerkompanien mit jeweils zwölf Kampfpanzern, einem Stab, einer Stabs- und Unterstützungskompanie sowie einer E/U Kompanie zusammensetzen. Den Fahrzeugbestand bilden, neben den aktuell noch im Einsatz befindlichen Leopard 2A5 und 2A6, der Bergepanzer 3 Büffel, der luftbewegliche M113 Nachfolger BV206S sowie die typischen leichten und mittleren LKW (0,5t, 2t und 5t). Ab 2012 wird der GTX Boxer an die Panzerbataillone ausgeliefert. Die neueste Reform der Bundeswehr aus dem Jahre 2011 ("Heer 2011") sieht eine weitere Reduzierung der Verbände vor, demnach bleiben am Ende noch vier aktive Bataillone mit nunmehr 225 Kampfpanzern übrig, dann allerdings nur noch Fahrzeuge der neuesten Generationen. Das vorliegende Heft beschreibt auf gut 50 Seiten diese Entwicklung von einer klassischen Panzerstreitmacht hin zu einer flexiblen und vielseitigen Einsatztruppe. Schwerpunkt bildet dabei wie üblich das sehr gute Bildmaterial. Der begleitende Text beschränkt sich auf wenige Seiten. Die derzeitige Struktur der Panzertruppe wird ausführlich beschrieben. Ein paar vergleichende Tabellen à la gestern-heute-morgen und vor allem die farbigen grafischen Darstellungen der Fahrzeugzusammensetzung fehlen allerdings.

Stärken:

  • Sehr viele, überwiegend farbige Abbildungen aus dem realen Einsatzleben
  • Knapper, informativer Text

Schwächen:

  • Es fehlen die übersichtlichen, bunten grafischen Darstellungen mit den Fahrzeugen welche die Zusammensetzung der einzelnen Verbände aufzeigen.

Fazit:

Es gab in den letzten 20 Jahren so viele Veränderungen bei der Bundeswehr, dass man fast den Überblick verliert. Dieses Heft bringt zumindest etwas Licht ins Dunkel. Die gewohnt gute Aufmachung und die zahlreichen Abbildungen machen das Heft zu einer lesenswerten Lektüre.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Außen steht zwar 53 außen drauf, es ist aber in der Tat die Nummer 54.

 - Panzertruppe der Bundeswehr 2004-2012

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 12. Dezember 2012

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