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Büssing’s schwere Pz.Spähwagen Part 1

schw. Pz.Spähwagen Sd.Kfz.231 / FU Sd.Kfz.232 (8-Rad)

 - Büssing’s schwere Pz.Spähwagen Part 1

Zusammenfassung:

Autor:Holger Erdmann
Verlag:Nuts & Bolts
ISBN:ohne
Erscheinungsjahr:2015
Sprache:Deutsch/Englisch
Inhalt:
  • 200 Seiten, Softcover-Einband
  • 317 Abbildungen (164 historisch, 126 Museum & 27 Modelle)
  • 53 Zeichnungen auf 19 Seiten
  • 14 Tarnschemen und taktische Markierungen
Preis:29,95 Euro

Besprechung:

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Seit jeher war die Aufklärung des Feindes ein sehr wichtiger Bestandteil der Kriegsführung. Vor der Erfindung des Verbrennungsmotors wurde diese Aufgabe zumeist von leichten berittenen Einheiten ausgeführt. Während des Ersten Weltkrieges konnten erste Erfahrungen mit leicht gepanzerten Radfahrzeugen bei Aufklärungsunternehmungen gewonnen werden. Aufgrund dieser Erfahrungen führten alle relevanten Armeen in den 1920er und 1930er Jahren gepanzerte Radfahrzeuge für Aufklärungseinheiten ein. Wegen der Bestimmungen des Vertrages von Versailles durfte die Reichswehr zunächst keine derartigen Fahrzeuge besitzen und entwickeln. Erst ab etwa 1935 konnten geeignete Panzerspähwagen auf 4-Rad Einheitsfahrgestellen und ab 1937 auf dem Büssing-NAG Typ GS 8-Rad Fahrgestell beschafft werden. Gerade die Panzerspähwagen auf dem Büssing-NAG Typ GS 8-Rad Fahrgestell setzten (trotz einiger Mängel) international Maßstäbe und beeinflussten den Bau von Panzerspähwagen vieler anderer Nationen.

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Die Forderungen, die an das neue Achtrad-Fahrgestell Typ GS gestellt wurden, wurden in der Betriebsanleitung zum Fahrgestell dargelegt. So sollte das Fahrgestell eine hohe Fahrgeschwindigkeit auf Straßen und befestigten Wegen ermöglichen, aber auch eine hohe Geländegängigkeit aufweisen. Gerade bei der Verwendung als Panzerspähwagen war es zwingend erforderlich, dass das Fahrgestell mit schwierigsten Bodenverhältnissen wie Hügeln, Gräben, Sand, Sumpf, Furten usw. zurechtkam und betriebsfähig blieb, so dass sich das Fahrzeug in jeder Situation aus eigener Kraft der Feindwirkung entziehen konnte, ohne, dass die Besatzung das Fahrzeug verlassen musste.

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Das Nuts & Bolts Vol.35 mit seinem 200 Seiten umfassenden Inhalt ist sowohl für historisch interessierte als auch für jene Modellbauer, die sich mit gepanzerten Radfahrzeugen befassen, schon fast ein Muss! Bei den 317 Abbildungen im Heft handelt es sich bei 164 Bildern um historische Aufnahmen. 126 Bilder befassen sich mit dem Walk Arround eines Fahrzeugs aus der WTS in Koblenz. 27 Bilder zeigen anschaulich die Entstehung und Fertigstellung zweier 1:35er Modelle von Tony Greenland und Vinnie Branigan. Des weiteren enthält das Heft 53 Zeichnungen und Querschnitte auf 19 Seiten im Maßstab 1:35. Sehr interessant dürften auch die 14 farbigen Abbildungen für verschiedene Lackierungsvarianten sein.  

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Nach kurzer Einleitung am Anfang des Heftes werden die Entwicklung, Abarten, technische Spezifikationen, Fahrgestell, Panzeraufbau, Turm, Bewaffnung, Funkausstattung usw. ausführlich in Textform dargestellt. Im Folgenden wird auch auf die Einsatzgeschichte & Struktur der schweren Panzer-Spähwagen eingegangen. Übersichtlich begleitet wird dieses Kapitel noch von den einzelnen Truppenteilen, in denen die schw.Pz.Spähwagen im Einsatz waren, als auch mit Piktogrammen, die den Aufbau der jeweiligen Verbände 1:1 widerspiegeln. 

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Stärken:

  • sehr viele Abbildungen
  • umfangreiche Zeichnungen im Maßstab 1:35
  • viele nützliche Farbprofile
  • massig Detailfotos

Schwächen:

  • Keine ersichtlichen

Fazit:

Ein sehr informatives Heft für historisch Interessierte und vor allem für Militärmodellbauer. Die vielen Fotos, Zeichnungen und Informationen zu den schweren Panzer-Spähwagen lassen kaum noch Raum für offene Fragen. Vorbehaltlos empfehlenswert.

 

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Diese Besprechung stammt von Ronny Lamberti - 28. Januar 2016

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