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U.S. Military Aircraft in the Royal Swedish Air Force

White Series 9132

 - U.S. Military Aircraft in the Royal Swedish Air Force

Zusammenfassung:

Autor:Mikael Forslund
Verlag:MMP Books
ISBN:978-83-65281-04-3
Erscheinungsjahr:2016
Sprache:Englisch
Inhalt:
  • 160 Seiten durchgehend in Schwarz-Weiß
  • Über 450 Abbildungen
  • Tabellen mit den Auflistungen der individuellen Maschinen
Preis:28-30 Euro

Besprechung:

 - U.S. Military Aircraft in the Royal Swedish Air Force

Eigentlich hatte der Autor dieses Buches zunächst nur eine Monografie über die Seversky EP-1/106 zu schreiben. Bei seinen Recherchen zu dieser Weiterentwicklung der P-35 und ihrem Einsatz bei der schwedischen Luftwaffe kamen immer mehr Flugzeugtypen hinzu, die man in diesem Zusammenhang auch hätte erwähnen müssen. So kam am Ende schließlich ein Werk über alle amerikanischen Flugzeuge zustande, die in Schweden seit den ausgehenden 1930er Jahren im militärischen Dienst standen. Darüber hinaus wird stellenweise auch auf diejenigen Typen eingegangen, die nur zu Testzwecken geflogen oder sogar nur in Erwägung gezogen wurden. Die Liste reicht bis in die Neuzeit, deshalb findet man in dem Buch auch Maschinen wie die Grumman Gulfstream oder die Cessna Citation.

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Das Buch startet mit einer Einführung, wie es zur Beschaffung amerikanischer Flugzeuge durch das schwedische Königshaus gekommen ist. Denn bereits ab 1916 gab es eine Reihe von schwedischen Delegationen, meist bestehend aus Piloten und Ingenieuren, die sich ein Bild von der amerikanischen Luftfahrtindustrie machten und nach potenziellen Flugzeugtypen für den heimischen Einsatz Ausschau hielten, zunächst im Auftrag der Marine. Als am 1. Juli 1926 die Flygvapnet als eigenständige Teilstreitkraft gegründet wurde, bestand die Flotte überwiegend aus europäischen Flugzeugmustern. Als sich dann im Laufe der 1930er Jahre am Horizont ein neuer Krieg abzeichnete, intensivierte man die Bemühungen, die Luftwaffe mit geeignetem Material auszurüsten, insbesondere bestand dringender Bedarf an mittleren Bombern, Trainern, und Jagdflugzeugen. Anfang 1939 waren nicht einmal 70 Flugzeuge einsatzbereit. Von den 53 Gloster Gladiator waren nur 15 flugfähig, der Rest stand aus den verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung.

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Schließlich hatte man sich zunächst auf den Kauf von Seversky EP-1 und 2PA, Northrop 8A-1 und North American NA-16 festgelegt, hinzu kamen noch einige Beech Model 18. Nach Ausbruch des Krieges entstand ein weiterer Bedarf an Jägern, der mit der Beschaffung von Vultee 48 Vanguard gedeckt werden sollte. Der Kauf kam letztendlich wegen eines von Roosevelt verhängten Embargos, welches auch Schweden betraf, nicht zustande. Die Story dahinter wird auf ganzen zehn Seiten im Buch im Detail erläutert. Nach Aufhebung des Embargos bekam die Flygvapnet im Frühjahr 1945 ihre ersten von über 160 P-51 Mustangs. Der letzte zahlenmäßig bedeutsame Typ amerikanischer Herkunft war die North American AT-6 und AT-16, die ab 1947 eingesetzt wurden. Knapp 250 Maschinen flogen unter schwedischer Flagge. Derzeit fliegen nur einige wenige Typen für die schwedische Luftwaffe, neben einigen "Biz-Jets" und Props dürften die C-130 Hercules sicherlich am bedeutsamsten sein.

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Neben den einzelnen Kapiteln zu den jeweiligen Flugzeugmustern sind auch ein paar spezielle Themen im Buch berücksichtigt, neben dem oben bereits genannten Kapitel über die „Findungsphase“ berichtet der Autor auch über die während des Krieges in Schweden notgelandeten Flugzeuge (immerhin 350), über die Operation "Where and When", mit der Norwegen 1945 gegen eine eventuelle Invasion Russalnds unterstützt wurde und zu guter Letzt gibt er uns noch eine Übersicht über die amerikanischen Motoren mit auf den Weg. Das Buch selber ist auf seidenmattem Papier gedruckt und mit unzähligen, mal mehr, mal weniger großen, aber qualitativ hochwertigen Abbildungen versehen. Zu den wichtigen Typen gibt es neben den üblichen Gesamtansichten auch eine Reihe von Detailfotos. Wie eingangs erwähnt bilden die Seversky Typen den Schwerpunkt des Buches und machen etwa 1/3 des Umfangs aus. Besonders nützlich für uns Modellbauer sind die Listen und Tabellen mit den Seriennummern und schwedischen Kennungen aller Maschinen. Bei den zahlenmäßig nicht so stark vertretenen Typen sind diese Informationen in den Fließtext eingebunden. Etwas ungewöhnlich ist das vollständige Fehlen von Farbprofilen, eigentlich gehören die bei den Büchern dieses Verlages quasi zur Standardausstattung. Allerdings findet man auch hierzu einige Informationen in den begleitenden Texten.

Stärken:

  • Hervorragendes Bildmaterial
  • Umfangreiches Kapitel zu den sonst eher stiefmütterlich behandelten Seversky Flugzeugen
  • Informativer Text

Schwächen:

  • Bis auf die fehlenden Farbprofile eigentlich keine, aber das ist schon meckern auf hohem Niveau

Fazit:

Ein sehr informatives Buch über die amerikanischen Flugzeuge im schwedischen Militärdienst. Zahlreiche Abbildungen, darunter viele Detailfotos, machen das Buch auch für Modellbauer interessant, zumal es auch die individuellen Maschinen meist in tabellarischer Form auflistet.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Das Buch auf der Verlagsseite könnt ihr euch hier noch einmal anschauen, inklusive einem "Durchblättervideo":

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Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 31. Januar 2017

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