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Fla-Lenkflugkörpersysteme der NVA

Fliegerfäuste und Räder-Startfahrzeuge

 - Fla-Lenkflugkörpersysteme der NVA

Zusammenfassung:

Autor:Fred Koch
Verlag:UNITEC-Medienvertrieb
Erscheinungsjahr:2017
Sprache:Deutsch
Inhalt:48 Seiten mit über 100 Abbildungen
Preis:11,80 EUR

Besprechung:

Fla-Raketenkomplex 9K31 im Gelände.
Fla-Raketenkomplex 9K31 im Gelände.

Ausgabe 79 der Fahrzeug Profile Reihe beschäftigt sich diesmal mit den Fla-Lenkflugkörpersystemen der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Dabei geht es hier vornehmlich um Fliegerfäuste und Räder-Startfahrzeuge. Dadurch gibt es eine komplett neue Ausgabe zur Ausstattung der NVA und lässt hoffen, dass in einer späteren Ausgabe auch die Fla-Komplexe auf Kettenbasis behandelt werden. Neben Informationen zur Entwicklungsgeschichte der jeweils vorgestellten Waffensysteme erfährt der Leser auch etwas über den Einsatz und die Weiterentwicklung sowie den Verbleib in der Nationalen Volksarmee und in der Zeit danach.

Mot.-Schützen mit Fliegerfäusten während einer Parade.
Mot.-Schützen mit Fliegerfäusten während einer Parade.

Zu Beginn werden die Fliegerfäuste „Strela“ und „Igla“ in ihren einzelnen Versionen vorgestellt, welche 1976 erstmals der NVA zugeführt wurden. Besonders interessant sind hierbei Eigenentwicklungen der DDR. So entstand bspw. der Vierfachstarter FASTA 4M (Fliegerabwehrraketenstartanlage). Aber auch Experimentalfahrzeuge auf Basis des sowjetischen Geländewagens UAZ-469 werden vorgestellt. Ein weiterer interessanter Aspekt in diesem Kapitel ist die Geschichte über den Verbleib in der Bundeswehr. In der Zeit des Anschlusses der DDR an die BRD entstand der Prototyp des Flugabwehrsystems OZELOT auf WIESEL-1-Basis. Denn dieses Fahrzeug ist nicht nur für Stinger-Raketen, sondern auch für die Fliegerfaust vom Typ IGLA ausgelegt. Des Weiteren werden die Fla-Raketenkomplexe 9K31 (Nato-Code SA-9), welche ab 1975 in der NVA ihren Dienst taten, sowie das System 9K33 (Nato-Code SA-8) vorgestellt. Letzteres ging nach Erprobung durch die Bundeswehr unter anderem an die Streitkräfte Griechenlands. Auf der letzten Seite wird in einem kleinen Absatz das wohl interessanteste Fahrzeug angerissen: der Fla-Raketenkomplex S-300P. Schade, dass hier nicht mehr Informationen zusammengetragen wurden.

Heckansicht des Fla-Raketenkomplexes 9K33.
Heckansicht des Fla-Raketenkomplexes 9K33.

Mit der Fliegerfaust im Anschlag.
Mit der Fliegerfaust im Anschlag.

Das Heft selbst präsentiert sich in der gewohnten Aufmachung dieser Reihe. Wie schon zuvor liegt der Hauptinformationsgehalt in den Bildern und deren Unterschriften. Der begleitende Text beschränkt sich auf eine kurze Beschreibung der jeweiligen Entwicklungsgeschichte, des Einsatzes und Verbleibs. Das Bildmaterial ist von der gewohnt guten Qualität, mit ca. 2-3 Bildern pro Seite. An der Druckqualität gibt es wie üblich nichts auszusetzen. Was definitiv fehlt sind Risszeichnungen oder Piktogramme, so, wie es sie bspw. in Ausgabe 13 zum BMP gab.

FASTA 4M auf modifiziertem UAZ-469.
FASTA 4M auf modifiziertem UAZ-469.

Der Vierfachstarter FASTA 4M.
Der Vierfachstarter FASTA 4M.

Stärken:

  • mehr als 100 zeitgenössische Farb- und Detailaufnahmen
  • kompaktes Überblickswerk

Schwächen:

  • keine Profilzeichnungen von Fahrzeugen

Fazit:

Die vorliegende Ausgabe gibt, wie auch schon die anderen Hefte der Reihe, einen guten Überblick über Geschichte und Verwendung der Technik. Auch die Auswahl der Bilder ist gelungen. Dennoch wären Risszeichnungen wünschenswert gewesen.

Diese Besprechung stammt von Manuel Leyva - 05. August 2017

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