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Die Revell-Story

Bauanleitung zum Erfolg

 - Die Revell-Story

Zusammenfassung:

Autor:Ulli Taubert, Andreas A. Berse
Verlag:Delius Klasing Verlag
ISBN:978-3-667-11399-3
Erscheinungsjahr:2018
Sprache:Deutsch
Inhalt:180 Seiten, durchgehend farbig
Preis:ca. 30 EUR

Besprechung:

Im Bielefelder Delius Klasing Verlag ist vor kurzem das Buch „Die Revell-Story - Bauanleitung zum Erfolg" erschienen. Das 176-seitige und durchgehend farbig gedruckte Werk entstand in Zusammenarbeit des langjährigen Revell Entwicklungs-Chefs Uli Taubert und des Chefredakteurs der Zeitschrift „Modell Fahrzeug", Andreas A. Berse. In einer Sammlung kurzer, in sich geschlossener Artikel und Gastbeiträge erfährt der Leser Details zur Entwicklungsgeschichte von „Revell-Deutschland", schmunzelt über viele Anekdoten zu einigen der heute bekanntesten und unbekanntesten Modellkreationen aus Bünde und blickt hier und da hinter die Kulissen des Gebäudekomplexes an der Henschelstraße. Von letzteren Einblicken hätte man sich durchaus mehr gewünscht. So wird zwar die bei vielen Bastlern als Helfer in der größten Not bekannte „Abteilung X" sehr detailliert vorgestellt, das berühmte Bausatz-Archiv und das kreative Chaos der Büros der Bausatzentwickler bleiben den Lesern jedoch verborgen bzw. werden nur am Rand erwähnt.

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Dafür werden wiederum einige der an sich sehr lesenswerten Anekdoten durch die Artikel-Struktur des Buches an mehreren Stellen wiederholt aufgeführt. Das Motorradmissgeschick des jungen Uli Taubert etwa, das in letzter Konsequenz doch etwas Positives hatte und für ihn der Anfang seiner eigenen Revell-Erfolgsstory sein sollte. Dass beiden Buchautoren insbesondere die Themen Autos und Motorräder am Herzen liegen, merkt man der Artikelauswahl an. So kommen vor allem Fans dieser Gattungen auf ihre Kosten, wenn etwa die Entwicklungsgeschichten von (Die-Cast) Modellen des Mercedes-Benz 300 SEL, der BMW Isetta, der BMW R 75/5, der Wiedervereinigungs-Ikone Trabant 601 oder des Mercedes-Benz SLS AMG beleuchtet werden.

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Spätestens in der Buchmitte, in der Uli Taubert pro Doppelseite das Revell-Programm eines Jahrgangs anhand des zugehörigen Revell-Katalogs kommentiert, wird jedoch deutlich, dass Revell weit mehr als nur Autos im Programm hatte und hat. So kommen schnell einmal 106 Seiten zusammen. Wer hätte z.B. gedacht, dass Revell Anfang der 70er Disney Filzfiguren in die Läden brachte? Uli Taubert nimmt bei Gelegenheiten wie diesen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, welche Revellschen Produktentscheidungen vielleicht am Ende auch einmal nicht so gelungen waren. Das tut dem Buch gut, denn die Hochglanzproduktabbildungen ausnahmslos kombiniert mit einer Erfolgsgeschichte nach der anderen (von denen es auch so noch genügend gibt) würden es am Ende zu einer vom Kunden bezahlten 176-Seiten Revell-Imagewerbung werden lassen. So aber erfährt man nebenbei auch durchaus Persönliches von Uli Taubert und kann am Ende gut verstehen, warum es für ihn „wunderbare, spannende und abenteuerliche Jahre" gewesen sein müssen.

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Fazit:

Bücher über Modellbaufirmen bzw. vor allem ihre heute antiquarischen Bausätze gibt es vor allem als Einführung für Sammler schon einige. Zu „Revell Deutschland" ist dies jedoch das erste größere Werk und spricht somit auch insbesondere das heimische Publikum an. Reich bebildert mit kurzen Artikeln ist es sowohl für den Hobbyneuling als auch „alte Hasen" eine unterhaltsame Lektüre. Vor allem diejenigen, die einen Modellbauer in ihrer Familie oder dem Freundeskreis haben, dessen Interessensgebiet zu spezialisiert für einen blinden Bausatzkauf zu Weihnachten ist, werden diese Geschenk-Alternative sicherlich zu schätzen wissen.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Das Buch ist auch auf Englisch unter dem Titel „The Revell-Story - A Model of Success" erschienen.

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Diese Besprechung stammt von Bernd Korte - 24. November 2018

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