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Brückenleger der NVA

 - Brückenleger der NVA

Zusammenfassung:

Autor:Fred Koch
Verlag:UNITEC-Medienvertrieb
Erscheinungsjahr:2020
Sprache:Deutsch
Inhalt:48 Seiten mit über 105 Abbildungen
Preis:11,80 EUR

Besprechung:

TMM auf KrAZ 214 in Aktion.
TMM auf KrAZ 214 in Aktion.

In der 95. Ausgabe der Fahrzeug Profile Reihe werden Fahrzeuge der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR thematisiert. Während sich die Ausgaben 79, 86 und 91 mit den verschiedensten Fla-System auseinandersetzten, thematisiert die vorliegende Ausgabe auf kompakte Weise Pioniertechnik: die Brückenleger der NVA. Neben Informationen zur Entwicklungsgeschichte der jeweils vorgestellten Pioniertechnik, erfährt der Leser auch etwas über den Einsatz und die Weiterentwicklung sowie dem Verbleib in der Nationalen Volksarmee und in der Zeit danach.

TMM beim Verlegen einer Brücke.
TMM beim Verlegen einer Brücke.

Zu Beginn gibt es eine Einführung zur Brückenlegetechnik in der NVA und deren Kategorisierung nach Trägerfahrzeugen (Kraftfahrzeugbasis, Panzerfahr- und Spezialfahrgestell). Entsprechend beginnt es mit dem TMM/TMM-3 auf Basis des sowjetischen Lkw KrAZ-214, welcher ab Mitte der 1960er Jahre eingeführt wurde. Mit Blick auf Trägerfahrzeuge mit Panzerfahrgestell, beginnt der Autor mit dem Brückenlegepanzer T-34, welcher in der DDR bereits in den 1950er Jahren entworfen und erprobt wurde, letzten Endes aber nie zum Einsatz kam, da sich bereits der T-55 als Hauptkampfmittel der Panzertruppen ankündigte. Ab 1962 beschaffte die NVA entsprechend das Brückenlegegerät MTU-12. Dieses Fahrzeug war der erste vollwertige Brückenleger auf einem Panzerfahrgestell, wurde aber nach etwa zehn Jahren aus dem aktiven Dienst ausgemustert. Mit der Ausmusterung des MTU erfolgte nun die Einführung des BLG-60. Hier geht der Autor ausführlich auf die Geschichte, Entwicklung und Einsatz ein. Nicht zuletzt entspricht das etwa 20 Heftseiten! Zuletzt greift der Autor den Brückenlegepanzer BLP-72 auf Basis des T-72 auf, welche nie die Erprobungsphase überschritten hatte, sowie den Fahrausbildungspanzer FAP-172 auf.

Der MTU-12 war der erste Brückenlegepanzer der NVA.
Der MTU-12 war der erste Brückenlegepanzer der NVA.

Ein MTU-12 beim Verlegen seiner Brücke.
Ein MTU-12 beim Verlegen seiner Brücke.

Das Heft selbst präsentiert sich in der gewohnten Aufmachung dieser Reihe. Wie schon zuvor liegt der Hauptinformationsgehalt in den Bildern und deren Unterschriften. Der begleitende Text beschränkt sich auf eine Beschreibung der jeweiligen Entwicklungsgeschichte, dem Einsatz und Verbleib. Das Bildmaterial ist von der gewohnt guten Qualität, mit ca. 2-3 Bildern pro Seite. An der Druckqualität gibt es wie üblich nichts auszusetzen. Was in dieser Ausgabe definitiv fehlt und wirklich schade ist, sind Risszeichnungen des BLG-60 in 1:72, so, wie sie es bspw. in Ausgabe 13 zum BMP gab. Weiterhin wäre ein Wort zum Brückentransportfahrzeug-74 auf Basis des Tatra 815 wünschenswert gewesen.

Der BLG-60M in den 1980er Jahren.
Der BLG-60M in den 1980er Jahren.

Gut zu erkennen: die Scherenbrücke.
Gut zu erkennen: die Scherenbrücke.

Lediglich in der Erprobung: der BLP-72.
Lediglich in der Erprobung: der BLP-72.

Für die Fahrerausbildung diente der FAP-172.
Für die Fahrerausbildung diente der FAP-172.

Stärken:

 

  • mehr 105 zeitgenössische Farb- und Detailaufnahmen
  • kompaktes Überblickswerk

 

Schwächen:

  • keine Profilzeichnungen von Fahrzeugen

Fazit:

Gerade für Modellbauer wieder ein gutes Nachschlagewerk zur Recherche. Einziger Wermutstropfen: auch in dieser Ausgabe fehlen Risszeichnungen.

Diese Besprechung stammt von Manuel Leyva - 27. Januar 2020

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