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Messerschmitt Bf 109 G-10/U4

Production & Operational Service

 - Messerschmitt Bf 109 G-10/U4

Zusammenfassung:

Autor:Ales Janda (Text), Tomas Poruba (Text und Grafik) und Jaroslav Farkas (Grafik)
Verlag:JaPo , Hradec Kralove , Tsch.Rep
Erscheinungsjahr:2004
Sprache:Englisch
Inhalt:
  • ca. 130 S/W Photos , 2 Farbfotos
  • Farbprofile von 7 Flugzeugen (l./r.)
  • Graustufenzeichnungen von 7 Flugzeugen (l./r. –o./u.)
  • Tabellen, Übersichten, Detailzeichnungen u.a.m.
  • Preis:ca. 25,- ?

    Besprechung:

    Ales Janda (Text), Tomas Poruba (Text und Grafik) und Jaroslav Farkas (Grafik) setzen mit dieser Publikation die Reihe über die Messerschmitt 109 fort. Bezugspunkt ist die Tschechische Republik, wo dieses Flugzeug gebaut und eingesetzt wurde und auf den Abstellplätzen schließlich sein Ende fand. Dieser Band fokussiert auf die Baureihe Bf 109 G-10/U4, also diejenige G-10 Variante, die ausschließlich von WNF, Wien, gebaut wurde. Ein mit der Produktion befasstes Zweigwerk („Diana“) befand sich entlang der Eisenbahnstrecke Brünn – Deutsch Brod (Brno – Havlickuv Brod) auf tschechischem Territorium. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass sehr viel Recherchematerial im Zugriffsbereich der Autoren zur Verfügung stand, angefangen von den Erinnerungen beteiligter Personen, gesammelter Gegenstände und Aufzeichnungen sowie einer Vielzahl von (unveröffentlichten) Fotos. Die Technikgeschichte der Bf 109 G-10/U4 stellt einen Schwerpunkt des Buches dar. Eingehend wird auch auf die Unterschiede in der Bauausführung gegenüber den bei Erla – Leipzig und Messerschmitt – Regensburg gefertigten Varianten der G-10 eingegangen. Ebenso wird das Triebwerk der G-10 und der K, der Daimler Benz DB 605 D in seinen Varianten beschrieben.

    Vielleicht werden wir ja eines Tages doch noch mit einer Publikation zur Erla 109 G-10 bedient. Diese unterschied sich von ihren Regensburger und Wiener „Schwestern“ durch eine auffällig andere rechteckige Strömungsverkleidung hinter der Motorabdeckung auf der linken Rumpfseite. Dies ist photographisch hinreichend gut belegt. Allerdings sollen die Leipziger Ingenieure auch eine geräumigere untere Motorverkleidung, die die u.a. für die Bf 109 K charakteristischen „Kinnbeulen“ unterhalb des Ölbehälters überflüssig machten sowie einen Ölkühler, der in seinen Abmessungen zwischen dem der herkömmlichen frühen „Gs“ und der „K“ lag, konstruiert haben. Die photographischen Belege bleiben leider dürftig, exakte Zeichnungen existieren nicht.

    Alle bei WNF gebauten G-10 waren mit der MK 108 30mm Motorkanone (U4, Umbausatz 4) ausgerüstet, erkennbar an einem Handdeckel in der fünften Sektion auf der rechten Rumpfseite. Hier befanden sich die Pressluftbehälter für das Durchladen der Waffe. Alle WNF – Maschinen hatten das kurze Spornrad, nur einzelne wurden später auf das lange Spornrad umgerüstet. Die sichelförmigen Strömungsverkleidungen an den Rumpfseiten hinter der Motorhaube hatten distinktive Übergänge im Cockpitbereich, die deutlich von den Ausführungen in Regensburg und Leipzig abwichen. An einigen G-10 der WNF können Flettner-Ruder an den Querrudern beobachtet werden. Diese Steuerhilfen waren eigentlich für die „K“ vorgesehen, kamen hier aber so gut wie überhaupt nicht zum Einbau. Diese und noch einige weitere Überraschungen machen das Buch zu einer wertvollen Informationsquelle. Nicht vergessen werden dürfen die hervorragenden Farbgrafiken, die Grautonzeichnungen mit allen Farb- und Beschriftungsdetails, Detailzeichnungen sowie Tabellen und Übersichten sowie die detaillierten Beschreibungen von sieben Flugzeugen. Der englische Text ist dank der Bearbeitung von Kenneth A. Merrick flüssig geschrieben.

    Fazit:

    Ein „uneingeschränkt empfehlenswert“ ist noch deutlich zu wenig.Angekündigt ist ein Buch zum Thema Bf 109 G-6. Man darf hoffnungsfroh sein.

     - Messerschmitt Bf 109 G-10/U4

    Diese Besprechung stammt von Andreas Beck - 09. März 2006

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