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Bau eines Displays für Automodelle

von Jens Lohse

Warnung: Bei allen unseren Tipps & Tricks immer an die Sicherheit denken und wenn möglich erst an einem Probestück ausprobieren.


Bau eines Displays für Automodelle

Auf Modellbauausstellungen oder auch in der eigenen Vitrine kommen die Modelle besser zur Geltung, wenn sie nicht nur einfach aufgereiht stehen, sondern in einem Diorama oder auf einem Display gezeigt werden. Für meine Automodelle verwende ich gern Frühstücksbretter oder ähnliches als Basis. Solche Bretter bekommt man recht günstig auf dem Flohmarkt oder beim Discounter.

Für das hier gezeigte Display verwendete ich ein altes Schinkenbrett mit einem Durchmesser von 25cm als Ausgangsbasis. 

Der Untergrund ist fertig modelliert, nun ist der Zaun im Bau.
Der Untergrund ist fertig modelliert, nun ist der Zaun im Bau.

Zuerst bemalte ich den Rand und ca. 2cm der Schneidefläche mit Bootslack. Nach dem Trocknen der Farbe klebte ich mit einer Heißklebepistole ein Stück Fliegengitter auf die Fläche, die später mit Wandspachtel gestaltet werden soll. Das Gitter soll der Wandspachtelmasse später einen guten Halt bieten. Als hinteren Abschluss sollte ein Holzzaun dienen. Die Pfosten und Verstrebungen baute ich aus großen Kamin-Zündhölzern. Die Pfosten wurden mit Holzleim in zuvor gebohrte Löcher geklebt. Kaffeeumrührer wurden in der Mitte geteilt und als Zaunbretter an die Querstreben geleimt.

Nach der Grundierung wurde der Untergrund besandet.
Nach der Grundierung wurde der Untergrund besandet.

Für die Geländegestaltung verwendete ich einfache Wandspachtelmasse aus dem Baumarkt, sie hat gegenüber von bekannten Markenartikeln eine längere Verarbeitungszeit und lässt sich entsprechend länger ohne Zeitdruck modellieren. In die noch feuchte Masse wurden die beiden Fahrspuren eingearbeitet und noch einige Steine aus dem Faller-Set für Wassergestaltung eingedrückt. Für die Grundierung verwendete ich leicht verdünnte Binderfarbe. 

Nun stand die Besandung an, hierfür verdünnte ich Holzleim mit Wasser (1:4) und streute tonhaltigen feinen Kies in die aufgetragene Mischung. Hier ging ich stückweise vor, so war das Handling des Holzbretts besser. Nachdem die Besandung durchgetrocknet war wurde der überschüssige Kies abgefegt und der Zaun in Revell 49 bemalt.

Bau eines Displays für Automodelle

Der komplette Boden erhielt einen Anstrich in Revell 69, nach dem Trocknen bemalte ich die Fahrspuren in Revell 19 und die Steine in Revell 89. Später wurden die Steine noch mit einem Washing mit Vallejo 76.520 gealtert.

Die Begrünung von Busch und die selbstgedruckten Werbeplakate wurden mit Holzleim an ihren Platz geklebt. Hinter den Zaun kam noch ein kleiner Ast, er soll einen vertrockneten Baum darstellen. Zusätzlich kam noch ein Busch aus Islandmoos dort hin.

Die Plakate sind selbst gedruckt
Die Plakate sind selbst gedruckt

Um die Farbkontraste etwas abzumildern übernebelte ich alles noch einmal unregelmäßig mit der Airbrush in Revell 19. Auch die Grasbüschel von Busch wurden damit etwas natürlicher gestaltet.

Die Rückseite, noch ohne größere Pflanzen
Die Rückseite, noch ohne größere Pflanzen

Damit war der Bau abgeschlossen. Fast alle Teile für das Display hatte ich schon irgendwo bei mir im Lager liegen. Dadurch hielten sich die Kosten für dieses Projekt in Grenzen.

Alles wurde noch mit der Airbrush übernebelt.
Alles wurde noch mit der Airbrush übernebelt.

So sind die Kontraste abgemildert.
So sind die Kontraste abgemildert.

Bau eines Displays für Automodelle

Blick hinter den Zaun. Hier kamen etwas Islandmoos und zwei Zweige hin.
Blick hinter den Zaun. Hier kamen etwas Islandmoos und zwei Zweige hin.

Bau eines Displays für Automodelle

Auch der 1934 Ford macht sich gut auf dem Display.
Auch der 1934 Ford macht sich gut auf dem Display.

Jens Lohse

Publiziert am 17. Juli 2018

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