Szene der Mille MigliaAutorennen aus dem Beutelvon Stefan Eichelkraut (1:116 verschiedene Hersteller)
Gekauft hab ich den Beutel auf der Modellbau-Messe in Leipzig. Sozusagen aus der Wühlkiste. Genau da hatte ich den Gedanken für eine Szene aus dem Motorsport, speziell die Mille Miglia.
Die Mille Miglia (italienisch für "tausend Meilen") ist heute eines der berühmtesten Oldtimer-Rennen der Welt, das als historische Gleichmäßigkeitsrallye jährlich im Frühsommer (meist Mai/Juni) auf einer rund 1.600 km langen Strecke von Brescia nach Rom und zurück führt. Die Veranstaltung, die nur für Fahrzeugtypen zugelassen ist, die bereits am Originalrennen (1927–1957) teilgenommen haben, feiert die Geschichte des Motorsports und zieht über 400 Klassiker sowie tausende Zuschauer an. Ursprünglich waren es am Anfang nur italienische Marken wie Alfa Romeo, Lancia, Ferrari. Aber auch Mercedes und Renault und Fiat waren im Rennen vertreten. Der Rekord wird von Stirling Moss und seinem Beifahrer Denis Jenkinson gehalten. Sie schafften die Strecke in 10 Stunden und 7 Minuten. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 157 Km/h. Fahrer wie Rudolf Rudolf Caracciola, Tazio Nuvolari und Achille Varzi haben das Rennen geprägt. Am 12.Mai 1957 kam es zu einem tragischen Unfall durch den Fahrer Alfonso del Portago. Dabei starben eine Reihe von Zuschauern am Streckenrand. Dies war das endgültige Aus für das ursprüngliche Rennen.
Die Fahrzeuge
Die beiden Fahrzeuge sind Bugatti Typ 35 T aus den Jahren 1926 bis 1930. Leider konnte keiner das Rennen bei der Mille Miglia gewinnen. Der Zusammenbau war sehr speziell, da die Teile sehr klein und filigran sind. Der Wagenkörper war als Ganzes vorhanden, Räder und Fahrer waren einzeln im Beutel. Die Teile waren von der Größe entsprechend gut detailliert. Sie haben auch gut gepasst. Die winzigen Windschutzscheiben der Fahrer habe ich selbst hergestellt. Bemalt wurden die Modelle mit Acryl und Metallic Farben. Das alles mit Pinsel. Die Zahlen wurden mit Pinsel aufgemalt und im Anschluss mit Glanz-Lack überzogen. In den meisten Fällen wurde der Bugatti in Blau ausgeliefert. Einige englische Fahrer ließen die Fahrzeuge grün lackieren.
Die Figuren waren im Beutel enthalten und sollten sicher die Zuschauer darstellen. Einige wurden leicht umgebaut und einige wurden aus der Wühlkiste dazu gestellt. Bemalt wurde alles mit Acryl und Lack. Das Haus ist ein Eigenbau aus Pappe und Papier, ich hoffe da wurde der Baustil von Italien getroffen. Für die Landschaft wurde Kork und Kunststoff verwendet. Nach entsprechender Bearbeitung ist alles mit Streumaterial aus dem Eisenbahnbedarf gestaltet. Der Busch und die Schriften sind in Eigenregie entstanden. Gleiches trifft für die Fahne und den Mast zu.
Das Pflaster wurde direkt in den Kunststoff eingraviert, für die rechte Straßenbegrenzung wurden kleine Kiesel eingesetzt. Es war eine Bastelarbeit für kalte Wintertage, es ist etwas anderes wie ich bisher gemacht habe. Es hat viel Spaß bereitet. Sicher ist es nicht das höchste Niveau, aber der Anfang ist gemacht. Grüße an alle Modellbauer, Stefan Eichelkraut Publiziert am 10. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |