Akaflieg Berlin B 9von Stefan Zimmermann (1:72 Airmodel Products)
Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung der Flugzeuge Anfang der 1940er Jahre, war man mit der Problematik der immer größer werdenden Fliehkräfte und ihren Auswirkungen auf den menschlichen Körper konfrontiert. Diese Auswirkungen und die Möglichkeiten, dem entgegenzuwirken, sollten eingehend erforscht werden.
Die Flugtechnische Fachgruppe der Technischen Hochschule Berlin, die durch die Konstruktion mehrerer Segelflugzeuge bekanntgeworden war, erhielt den Auftrag, einen zweimotorigen Versuchsträger für einen liegenden Piloten zu schaffen. Diese Konstruktion erhielt die Typenbezeichnung B 9 und wurde später mit der Nummer 8-341 in die RLM-Liste eingereiht.
Die B 9 konnte im Frühjahr 1943 fertiggestellt werden und am 10. April 1943 erfolgte der Erstflug. Da die vorgesehenen Me P2-Verstellpropeller nicht zur Verfügung standen, konnte die Berlin B.9 nur mit starren Luftschrauben der Firma Schäfer ausgestattet werden. Im Sturzflug konnte so bis 450 km/h Maximalgeschwindigkeit getestet werden. (Quelle: Airmodel)
Der kleine Resinbausatz stammt aus dem Hause Airmodel. Wie immer haben die Bauteile eine gute Passform. Spachtel kam geringfügig an den Übergängen zwischen Motorgondeln und Tragflächen zum Einsatz. Für mich persönlich ist das Verarbeiten von Vacuhauben immer noch problematisch und im Ergebnis ist sicherlich noch Luft nach oben. Netterweise hat Airmodel diesem Kit auch einen kleinen Bogen mit vorgefertigten Masken für die zweiteilige Kanzel mit beigelegt.
Die Oberseite lackierte ich in "RLM 82" von Revell (eine der neuen Airbrushfarben aus Bünde) und "RLM 76" von Mr.Hobby (aka Gunze) auf der Unterseite. Versiegelung der Farben erfolgte per "Mellerudisierung"! Also, mit dem Steinbodenglänzer von Mellerud als Alternative zum wohlbekannten "Future".
Die Decals sind auf einem durchgehenden Trägerfilm gedruckt und lassen sich einwandfrei aufbringen. Etwas Weichmacher verfeinert das Ganze.
Das Nationalitätskennzeichen auf der Seitenruderflosse habe ich auflackiert. Natürlich unter Weglassung des Hakenkreuzes, da ich auf Ausstellungen oder bei sonstigen Veröffentlichungen nicht immer abdecken oder retuschieren möchte.
Außer einer leichten Ölfarbenwäsche und etwas Verschmutzung per Pastellkreide gab es kein großes "Weathering" bei diesem Modell.
Die Figuren stammen aus einem Set von Zvezda und sind mit Farben aus Revells Aquacolors-Serie bemalt. Das Display ist einfach ein Holzbrettchen, welches grau lasiert und mit einer ausgedruckten Betonbodengrafik beklebt wurde. Die Flugfeldszene habe ich mit Hilfe von KI generiert, wie man am VW-Kübel deutlich sieht.
Stefan Zimmermann, Publiziert am 13. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |