Let L-23 Super BlanikOK-0235, ein Blickfang in Orangevon Thomas Brückelt (1:72 Kovozavody)
Parallel zu meinem Super Blanik D-4414 von CMR (Link zum MV-Beitrag), entstand die OK-0235, aus dem neuen Bausatz von KP. Dieser kam 2026 gleich in drei Bausatzvarianten auf den Markt, mit jeweils vier Anstrichen. Ich fand Gefallen an dem Bausatz „Let L-23 Super Blanik – Over Europe“, da sich mit ihm die OK-0235 mit ihren nicht ganz üblichen, orangenen Verzierungen darstellen lässt.
Der Bausatz ist schön gemacht und knüpft an den L-33 Solo (Link zu MV-Beitrag) an, welcher auch schon ein recht detailliert ausgeführter Segelflugzeugbausatz von KP ist. Auch beim Super Blanik finden sich schöne Details im Inneren des Cockpits. Diesmal sind sogar die Seitenruderpedale dabei und die Seitenwände wurden ebenfalls vorbildgetreu wiedergegeben. Die Sitzgurte finden sich auf dem Decalbogen, was ich in dem Maßstab für eine gute Lösung halte. Die Haube ist klar gespritzt und die Anleitung ist auch übersichtlich gestaltet. Der Decalbogen ist sauber gedruckt und die Decals lassen sich problemlos verarbeiten. Was mir gleich auffiel: Für die Zierstreifen auf den Tragflächen liegen keine Decals bei, hier darf man selbst kreativ werden, um diese zu gestalten, sofern man sich für die OK-0235 entscheidet. Die drei anderen Lackierungsvarianten sind hier komplett mit den nötigen Decals vertreten. Die Passgenauigkeit der Teile ist auch gut gelungen, hier gibt es kaum etwas nachzuarbeiten.
Mit dem Cockpit geht es los. Die Sitze wurden auf den Cockpitboden geklebt und die Seitenwände gleich noch mit Mikrofonen und Störklappenhebeln aus gezogenen Gießästen versehen. Die Instrumentenbretter haben erhaben dargestellte Instrumente. Ich druckte die Panels mit Hilfe von angepassten Fotos auf Decalfolie und stellte sie auf diese Weise dar. Weiterhin ergänzte ich die gelben Ausklink-Griffe an den Instrumentenbrettern. Diese werden samt ihren Abdeckungen aufgeklebt, wenn die Rumpfhälften beisammen sind. Für das Vordere bietet sich hier so gut wie keine Auflagefläche. Ich bohrte vor dem Haubenrahmen kleine Löcher hinein, um einen gezogenen Gießast entlang der Querachse hindurch zu schieben (Roter Pfeil im Bild). Oben klebte ich noch ein angepasstes Stück Gießast ein, so fand das vordere Instrumentenbrett sicheren Halt.
In den Schacht des Hauptrads bohre ich ebenfalls ein kleines Loch, damit ich das Modell beim Lackieren auf einen Draht aufstecken konnte. Auf dem Rumpfrücken und auf der Unterseite zwischen Hauptrad und Seitenruder befindet sich eine Bördelkante. Diese stellte ich mit einem flach geschliffenen, gezogenen Gießast dar. Auch der quaderförmige Halter, der sich beim Öffnen der hinteren Kabinenhaube aufstellt, auf dem Rumpfrücken entstand aus einem 0,5 mm starken Polystyrolstreifen im Eigenbau.
Nachdem der Airframe beisammen war, ging es an die Lackierung. Nach einer lichtgrauen Grundierung folgte der komplette Anstrich in Alu (Emailfarben von Revell, Pinsellackierung). Die Randbogen und die Rumpfoberseite erhielten ihren orangenen Anstrich, nachdem ich diese Bereiche mit Weiß zusätzlich grundierte. Danach wurden die Ruder und die Nase hellgrau angestrichen. Im nächsten Schritt tönte ich einzelne Paneele der Beplankung etwas ab, indem ich sie abklebte und mit Alu überstrich, dem entweder ein wenig Silber oder Eisenfarbe beigemischt wurde.
Um die Zierlinien auf den Tragflächen hinzubekommen, druckte ich mir auf weißer Decalfolie die orangefarbenen Streifen aus und auf transparenter Folie die dünnen, schwarzen Outlines. Nachdem die orangefarbenen Verzierungen angebracht waren, klebte ich deren Außenkontur ab und überstrich sie mit dem Orange, damit der Farbton passt. Als die Farbe trocken war, brachte ich die auf transparenter Folie gedruckten, schwarzen Outlines darüber an. Davor gab es eine aufgesprühte Schicht glänzenden Klarlack. So konnte ich dann auch die restlichen Decals gleich mit anbringen und erneut mit glänzendem Klarlack übersprühen (Tamiya, Spraydose). Nach dem Anbringen der letzten Details (TEK-Düse [Eigenbau], Hauptrad, Spornrad), erhielt der farbenfrohe Super Blanik einen letzten Klarlacküberzug in Seidenmatt, ebenfalls aus einer Tamiya-Spraydose.
Thomas Brückelt, Publiziert am 26. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |