Douglas C-47BHB-IRD, Swissairvon Thomas Bischoff (1:72 Airfix)
Als Groupbuild unter Freunden haben wir uns den ziemlich neuen Airfix "Dakota Mk IV" Bausatz in 1:72 ausgesucht. Da es für mich unbedingt eine Swissair Maschine sein musste, war Internetrecherche angesagt, um einen Umbau aus der C-47 in eine DC-3 zu vermeiden. Glücklicherweise wurden nach dem Kriege ein paar wenige C-47 als Frachtmaschinen beschafft. Ausgewählt wurde die HB-IRD, da gibt´s ein paar schöne und qualitatv hochwertige Aufnahmen im Netz. Dank dem Bilderdienst der ETH Zürich sogar unter Creative Commons BY-SA 4.0 Lizenz (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv/Stiftung Luftbild Schweiz / LBS_SR02-10885-A):
Der Bau war problemlos und machte viel Freude. Die Passgenauigkeit ist auf höchstem Niveau, wenn man mit Trockenanpassungen an den richtigen Stellen etwas Material abträgt. Speziell der Flügel-Rumpf-Übergang musste sorgfältig vorbereitet werden. Dafür konnte ich aber beide Baugruppen separat lackieren und dann ohne Spachtel zusammenbauen. Was aber nicht passte, war die Cockpitverglasung. Die Frontscheiben hab ich daher selber aus klarem (Verpackungs-) Plastikmaterial zugeschnitten und eingepasst, um einen hässlichen Spalt zu vermeiden.
Ebenfalls nicht überzeugend waren die Klarteile für die Scheinwerfer im Flügel. Ich hab mich hier für die Lösung "Tesafilm" entschieden. Was mir am Bausatz missfallen hat, waren die sehr ausgeprägten "Panel-lines". Wer einmal eine DC-3 in Echt gesehen hat, weiss, dass die Bleche überlappend vernietet wurden. Da gibt´s keine "Panel-lines". Mein Lösungsansatz war mit mehrfachem Primern und Abschleifen die Tiefe der Gräben zu reduzieren. Das Resultat sieht jetzt optisch besser aus.
Lackiert wurde wie üblich mit Vallejo Farben. Die Markierung ist mit selber hergestellten Schablonen aufgespritzt und der Swissair Schriftzug ist aus einem 1:144 Decalbogen hochskaliert worden. Die Kennung auf der Flügeloberseite war tatsächlich in dem orange-roten Farbton gehalten.
Die Seitenfenster wurden von der Swissair offenbar im Originalzustand belassen, inklusive MG-Öffnungen für die Verteidigung! Diese wurden im Modell mit Tesafilm simuliert.
Als Zusatz zu sehen ist der Autocar mit dem F-1 Tank aus dem Airfix "Bomber Supply Set", wie er nach dem Krieg in Paris Orly im zivilen Einsatz war. Passende Decals gibt´s von Arctic Decals aus Finnland. Auch der Autocar ist aus neuen Formen, passgenau und vergnüglich zu bauen.
Thomas Bischoff Publiziert am 19. August 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |