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Fairchild C-119

N13743, Aero Union

von Steffen Meister (1:144 Roden)

Fairchild C-119

Die Fairchild C-119 Flying Boxcar wurde Ende der 1940er-Jahre als militärisches Transportflugzeug für die US Air Force entwickelt. Mit ihrem markanten Doppelleitwerk und der großen Heckladeklappe war sie für den Transport von Truppen, Fahrzeugen und Nachschub ausgelegt. Durch ihre robuste Konstruktion und hohe Nutzlast blieben viele Maschinen auch nach ihrer militärischen Laufbahn im Einsatz und wurden für zivile Aufgaben umgebaut.

Fairchild C-119

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Eine der bekanntesten Betreiberinnen war Aero Union mit Sitz in Chico, Kalifornien. Das Unternehmen entwickelte sich zum größten Airtanker-Betreiber der USA und setzte über viele Jahre umgebaute C-119 bei der Bekämpfung von Wald- und Buschbränden ein. Die Flugzeuge erhielten dafür fest installierte Löschmitteltanks und wurden zu einem vertrauten Anblick während der Feuersaison im Westen der Vereinigten Staaten. 1987 wurden alle C-119 Airtanker aufgrund von Sicherheitsbedenken stillgelegt und anschließend durch modernere Muster wie die Lockheed P-3 Orion ersetzt. Aero Union selbst stellte den Flugbetrieb im Jahr 2011 endgültig ein.

Fairchild C-119

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Der Bau

Der Bausatz stammt von Roden und bringt die typischen Eigenschaften des Herstellers mit. Positiv sind die ungewöhnliche Vorbildwahl und die feinen versenkten Gravuren, die auch im Maßstab 1:144 überzeugen. Weniger erfreulich sind die mäßige Passgenauigkeit, die raue Oberflächenstruktur und die teilweise starke Fischhaut, sodass vor dem eigentlichen Bau einiges an Nacharbeit nötig war.

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Zur Ergänzung kam das Ätzteilset von NH Detail zum Einsatz, das vor allem die filigranen Details deutlich aufwertet. Die Markierungen stammen von Draw Decal und ließen sich problemlos verarbeiten.

Fairchild C-119

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Lackiert wurde das Modell mit einem Mix aus Farben und Weathering-Produkten von MR Paint, Hataka, AMMO by Mig und AK Interactive. Ziel war keine fabrikneue Maschine, sondern ein deutlich genutzter Airtanker mit Staub, Ölspuren, Ausbleichungen und den typischen Rückständen des Löschmittels am Unterrumpf. Dabei habe ich mich an Fotos geparkter Einsatzmaschinen orientiert und die Alterung entsprechend etwas stärker ausfallen lassen.

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Ganz ohne Fehler verlief der Bau allerdings nicht: Trotz zusätzlichen Gewichts in der Nase blieb die C-119 hecklastig. Um das Modell sauber ausbalancieren zu können, wurde eine unauffällige Stütznadel im hinteren Rumpfbereich eingebaut. Das war gleichzeitig der Anlass, die Flying Boxcar auf einem kleinen Wüstendiorama zu präsentieren. Die Materialien dafür stammen noch aus meinem Fundus aus der Zeit, als ich überwiegend Militärmodellbau betrieben habe – schön, wenn ältere Vorräte noch einmal Verwendung finden.

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Trotz der geringen Größe des Modells ist daraus ein überraschend langes Projekt geworden. Wie bisher fast jeder Roden-Bausatz zog sich auch diese C-119 über viele Monate hin – mit einigen längeren Baupausen und den üblichen Herausforderungen, die der Hersteller mit sich bringt.

Fairchild C-119

Steffen Meister

Publiziert am 26. September 2026

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