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„Holz spricht, bevor es bricht“

Eine kleine Holzbrücke

von Thomas Ehrensperger (1:35 Eigenbau)

„Holz spricht, bevor es bricht“

Idee und Vorlage

Diese tradierte Erfahrung aus dem Bergbau vergangener Tage fiel mir ein, als ich nach einer Idee für ein Diorama hirnte, das in der Lage wäre, die Unmöglichkeit des Einsatzes eines (fiktionalen) schweren Panzers – wir reden von 45 Tonnen – in Indochina (1946-1954) augenfällig zu machen.

  • Ein mögliches Thema: Brücken.
  • Ein Foto als Anregung: ein französischer M24 „Bison“ überquert eine Holzbrücke. (Link, gefunden am 22.12.2025)

Das Foto gab vermutlich auch Anregungen für ein schönes Diorama, das bereits 2017 auf MV vorgestellt wurde.

„Holz spricht, bevor es bricht“

Die fotografierte Brücke erinnert ein wenig an die Trestle-Brücken des Wilden Westens des ausgehenden 19. Jahrhunderts, halt nicht so hoch. Immerhin war die Idee geboren: Eine Holzbrücke bricht unter dem Gewicht eines schweren Panzers zusammen, nachdem er bereits auf der vier Meter breiten Kolonialstraße für ordentlich Schäden gesorgt hat…

Fotos von zerstörten Brücken, mangelndes Zutrauen in die eigenen statischen Kenntnisse und Bastelfertigkeiten sowie besonders ein Foto einer durch einen amerikanischen 45-Tonnen-M48 kalt verformten Bailey Bridge, warfen dann das Projekt aus der Bahn und es nahm eine ganz andere Richtung: Eine von Pionieren errichtete Brücke wird von einem Panzer befahren. Klingt im ersten Moment nicht sehr spannend, wobei actionreiche Szenen sowieso nicht „mein Ding“ sind. 

„Holz spricht, bevor es bricht“

Planung und Bau

An Hand des erwähnten Fotos wurden die Maße festgelegt: gemessen, mit den Maßen des M24 verglichen (wenn gar nichts half, geschätzt) - und vermutlich in der Länge geschrumpft. Das Baumaterial war schnell in der nächsten Kreisstadt besorgt: Kiefernleisten (9 x 9 mm), dazu noch einige Leisten (5 x 2 mm) aus dem hauseigenen Vorrat. Im Keller fand ich noch Schaschlik-Spieße aus Bambus, sprich aus prä-nachhaltiger Ära, die allerdings nicht für das Brückenprojekt ausreichten. Es gibt sie noch in meinem Sprengel, allerdings nun zertifiziert und aus nordischem Birkenholz. Geht auch, die Oberfläche ist aber deutlich gleichmäßiger und glatter.

„Holz spricht, bevor es bricht“

Die Hölzer wurden mit der Dekupiersäge auf Maß gebracht und mit einer kleinen Drahtbürste behandelt, um die glatte Oberfläche aufzurauen. Ggf. muss man den Vorgang wiederholen, weil die Holzfasern bei Berührung mit Flüssigkeiten beim Farbauftrag aufquellen und Rillen mit Farbe zugeklebt sein können. Die behandelten Teile wurden dann mit wasserfestem Holzleim verklebt.

Farblich dominiert Grau als Grundierung, darüber Beige, jeweils in Acryl; danach folgten mehrere Washes aus Ölfarbenmischungen: u.a. Bitumen, Smoke, Siena Natur, Faded  Green. Wo die Holzpfeiler mit Wasser in Berührung kamen, wurde verstärkt nachgedunkelt.

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„Holz spricht, bevor es bricht“

 

Kostenschätzung für die Modellbrücke

  • Holzleisten ca. 15 €
  • Schaschlikspieße ca. 4 €
  • Ubiquitäten aus dem heimischen Bastelfundus wie Draht, Farben, Klebstoff ca. 6 € 

Gesamt ca. 25 €

die Breite passt...
die Breite passt...

Thomas Ehrensperger

Publiziert am 26. Januar 2026

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