KanonenjagdpanzerDargestellt wird ein Kanonenjagdpanzer der PzJg(L)Btl. 70, PzGrenBrig 7 der 3. PzDivvon Hauke Ahrendt (1:35 Das Werk)
Zum VorbildDer Jagdpanzer Kanone 90 oder auch Kanonenjagdpanzer bzw. KaJaPa wurde ab 1966 in die BW eingeführt und gehörte zur ersten Generation der in und/oder von Deutschland neu entwickelten Fahrzeuge. 770 Fahrzeuge wurden angeschafft. Der Panzer hat dann bei den Panzerjägerzügen, insbesondere bei den PzGren-Einheiten, die M 41 abgelöst.
Ganz frühe Fahrzeuge der Serie hatten noch einen baugleichen Heckstaukorb wie die Raketenjagdpanzer 2, jedoch schon sehr schnell kamen die Staukörbe in die Fertigung wie sie allgemein für den KaJaPa bekannt sind. Da diese frühe Form der Staukästen auf späteren Fotos als 1969 nicht mehr zu sehen sind gehe ich von Nachrüstungen auf den K-Stand aus.
Es gab im Laufe der Nutzung einige Nachrüstungen. So wurden an beiden Seiten des Aufbaus ab Ende der 70er an Halterungen für die Eisgreifer montiert. An einigen Fahrzeugen ist anstelle des Rundblickfernrohres auch die kuppelförmigen Abdeckung wie bei Beobachtungspanzer zu sehen. Ob dies nur eine Schutzabdeckung war oder eine technische Veränderung? Ich weiß es nicht.
In den 80ern genügte die Hauptbewaffnung nicht mehr den Anforderungen, und eine Leistungssteigerung war nicht möglich. So wurden ca. 160 Fahrzeuge zum Jaguar 2 umgerüstet, die restlichen Fahrzeuge wurden zu Beobachtungspanzern der Pz-Artillerie. Kurz nach der Jahrtausendwende endetet die Nutzung der Fahrzeuge.
Das ModellDer Bausatz ist von Das Werk und wohl von Amusing Hobby hergestellt. Zumindest sind viele Teile des Spähpanzerprototypen Ru 251 enthalten.
Der Bausatz ist im Wesentlichen gut gelungen und macht insbesondere im Vergleich zum Panzer vonRevell einen gewaltigen Sprung nach vorne. Man kann die passgenauen Teile gut zusammenfügen. An einigen Stellen sich die Teile im Verhältnis zu den Angüssen zu zierlich so, das man beim Abtrennen der Teile aufpassen muss. Fehler gibt es nur das das Auf dem Motordeck montierte Beil von mir nur bei einem einzigen Fahrzeug in Munster gefunden wurde. Ich denke das ist aber ein Einzelfall, sonst konnte ich dieses Werkzeug nicht auch zeitgenössischen Bildern finden. Man sollte das Teil besser weglassen.
Schade auch das die Aufnahmen für den Schießscheinwerfer eigentlich nur dessen Montage zulässt. Das hätte man bei der Teileaufteilung auch anders und somit flexibler lösen können. Da mein alter Revell-Panzer schon einen montierten Scheinwerfer hat habe ich es hier so modifiziert das der Scheinwerfer nicht eingesetzt ist. Das Abschleppseil ist insgesamt zu zierlich. Hier sollten man eine 1mm-Drahtlitze und größere Kauschen verwenden.
LackierungZur Darstellung der frühen Bundeswehrzeit Airbrush mit Revell 42 Gelboliv, unter Beimengung von etwas 57 Grau und wenig 88 Ocker
DecalsDie Decals stammen aus dem Bausatz und der Restekiste Hauke Ahrendt Publiziert am 20. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |