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Lockheed F-104 A/C Starfighter

331st Fighter Interceptor Squadron Webb AFB, Texas

von Hans Dieter Merges (1:32 Italeri)

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Zum Vorbild:

Natürlich ist der Starfighter unbestreitbar das coolste Flugzeug aller Zeiten. Gebaut um mit Top-Speed geradeaus zu fliegen, russische Bomber abzufangen, sollte ein Begleitjäger kommen, blitzschnell abzuhauen – und das war´s dann! Wenn er genauso eingesetzt wurde, war er angeblich in der Hand eines guten Piloten auch ein zuverlässiges Flugzeug.

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Zum Modell:

Da der Starfighter dann später (vorzugsweise von der Bundesluftwaffe) bekanntermaßen zweckentfremdet, aller möglicher Krempel unter die Tragflächen gehängt und dann zum Fliegen völlig untauglich wurde, habe ich den Jet in seiner Urform als Abfangjäger mit 2 Sidewinder der damals gebräuchlichen B-Baureihe gebaut.

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Zum Bau:

Leider hat Italeri – obwohl die Bauform aus dem Jahr 2020 stammt – unverständlicherweise die Spalte bei den Blechstößen viel zu schwammig produziert. Aber wie schon einige Male gesagt, sind wir das ja aus dem Maßstab 1: 32 leidvoll gewohnt. Im Übrigen ist es eben Italeri! Also habe ich, wie dies schon Matthias Becker in Jet & Prop 1/2019 vorgeschlagen hat, den gesamten Rumpf soweit abgeschliffen, dass die Spalte etwas schmaler und ,,härter" wurden und dann nochmals leicht mit Gravurwerkzeug nachgearbeitet. Die fetten Wartungsklappen habe ich teilweise komplett (mit Spachtel) geschlossen, da die Spalte hochgerechnet ca. 1,5 cm dick wären (!). Das Ergebnis ist jetzt einigermaßen tragbar, aber immer noch einiges entfernt vom aktuellen Standard, den man zum Beispiel im Maßstab 1: 48 gewohnt ist. Habe ziemlich lange gewartet, ob möglicherweise ein anderer Hersteller in diesem Maßstab ein moderneres Modell auf den Markt bringt – aber da wird sich wohl vorläufig nichts tun! So bleibt der Starfighter von Italeri das beste Modell in diesem Maßstab, das zurzeit auf dem Markt erhältlich ist.

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Lockheed F-104 A/C Starfighter

 

Ansonsten verlief der Bau relativ unproblematisch. Die Passform ist gut und einigermaßen auf aktuellem Stand. Spachteln und Schleifen braucht muss man kaum. Insofern ist der Bausatz in Ordnung.

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Bei den Decals und den Zurüstteilen hat Italeri allerdings einen klasse Job gemacht! Für die Decals bekommt man einen riesengroßen Bogen mit attraktiven Markierungen sowie einen weiteren Bogen mit gefühlt ca. 100 Decals, die über die Modell-Oberfläche zu verteilen sind und das entspricht tatsächlich dem, was ich in meinem Referenzmaterial bei dem Vorbild gesehen habe. Die Einstiegsleiter für den Piloten ist super aufgebaut und stellt eine echte Bereicherung dar.

Die Schleppstange habe ich im Referenzmaterial aus dem Internet vom Workaround einer belgischen Maschine gefunden (die sich bei Google leicht auffinden lässt) und maßstabsgerecht aus Metallteilen nachgebaut. 

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Zur Lackierung ist folgendes zu sagen:

Natürlich ist die Aluminiumfolien-Methode beim Starfighter als Ideal zu bevorzugen. Allerdings muss man, wenn man diese Technik anwendet, ein absoluter Meister auf dem Gebiet des Folierens sein, viel Geduld haben und wehe, wenn etwas schief geht. Dann ist das Modell versaut! Ich habe Starfighter gesehen, die mit dieser Methode gebaut wurden und aus größerer Entfernung recht gut aussahen. Aber, wenn man etwas heranzoomt, zeigen sich auf der Aluminiumoberfläche massive Riefen und Kratzern, was dann eben auch wieder dem Vorbild nicht entspricht.

Also habe ich die guten alten Alclad-Farben eingesetzt, was übrigens auch prinzipiell vorbildgetreu ist, da es nach meinem Referenzmaterial auch Starfighter gab, die mit aluminiumgrau lackiert wurden.

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Zum Einsatz kamen allerdings bei mir nur solche Alclad-Farben, die Hochglanz gewährleisten:

  • Alclad polished Alu
  • Alclad high shine
  • Alclad chrome for Lexan 

Für Teile, die nicht massiv glänzen müssen:

  • Alclad gunmetal
  • Alclad dull aluminum
  • Alclad jet burned
  • Alclad hot metal
  • Alclad blue hot metal
  • Tamiya oliv drap
  • Lifecolor yellow, white flat
u.v.m.

Lockheed F-104 A/C Starfighter

Als Austauschteile aus dem Zubehörhandel kamen lediglich die Räder und die Schubdüse von Reskit zum Einsatz. Den doch etwas einfach gestrickte Ejection Seat aus dem Bausatz habe ich gegen einen Martin Baker MK 7 ausgetauscht, der auch im Starfighter zum Einsatz kam. Die Sidewinder haben im Bausatz keinen Suchkopf, weshalb selbiger mit Klarsichtteil nachgerüstet wurde. Und nein, das Staurohr ist nicht von Master, sondern aus 2 Edelstahl-Kanülen aufgebaut. Den Unterschied zum perfekten Zurüstteile von Master sieht man eigentlich nur kaum. Ansonsten ist, soweit ich mich erinnere, alles Out oft the Box.

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Lockheed F-104 A/C Starfighter

 

Hans Dieter Merges

Publiziert am 02. Mai 2026

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