McDonnell Douglas F-4E AUP Phantom IIalte Krieger über dem ägäischen Meervon Max Hauswald (1:48 Meng Model)
Vorwort
Zur McDonnell Douglas F-4 Phantom II muss man eigentlich nicht viel sagen. Sowohl die Türkei als auch Griechenland sind vermutlich die letzten wirklichen Nutzer der F-4 Phantom – man muss davon ausgehen, dass nach dem Krieg im Frühjahr 2026 im Iran keine wirklich einsatzfähigen Maschinen mehr existieren.
Die beiden Nachbarländer im Osten Europas setzen die F-4 jeweils seit 1974 ein – interessant sind die beiden daraus erwachsenen Versionen: während die türkischen „F-4E Terminator 2020“ auf den Luft-Boden-Einsatz mit weitreichenden Präzisionsbomben getrimmt wurden, ist die griechische „F-4E AUP“ mit dem alten F/A-18 Hornet-Radar ausgestattet worden und kann AIM-120 AMRAAM im Luftkampf einsetzen. Das Programm war als „Peace Icarus 2000“ bekannt. Zwei völlig unterschiedliche Einsatzzwecke – beide Versionen wirken im Jahr 2026 doch schon ein wenig wie Dinosaurier. Denn der Erstflug der F-4 war bereits 1958…
Das Modell
Es handelt sich um den sehr guten Bausatz von Meng. Ich bin der Meinung, dass es keinen besseren am Markt gibt. Die Varianten im Markt sind auf die späteren Phantom-Versionen fokussiert. 2026 wurde die F-4E AUP der griechischen Luftwaffe veröffentlich. Schöne Decals, sehr gute Details und alles Nötige um diese Version darzustellen. Auch ein neues Rumpfvorderteil mit „bird slicer“-Antennen, dem Litening-Pod, den AIM-120B AMRAAMs usw. Eigentlich ist man wunschlos glücklich!
Der Bau geht zügig und problemlos voran – der Bausatz ist ein absoluter Traum – bis auf den Preis von ca. 60 - 65 €. Aber dafür liegen einige Außenlasten, Lackier-Masken und ein Pitot-Rohr aus Metall bei. Eine Phantom mit Litening-Pod und AIM-120 unter dem Rumpf fehlte sowieso noch in der Vitrine…
Lackierung und FertigstellungLackiert wurde das „späte Standard-Schema“ der griechischen Luftwaffe – es nennt sich „ghost scheme“ oder „aegean ghost“ und besteht aus drei grau-blauen Tönen. Die Recherche im Internet zeigt, dass die Farben in der Realität ERHEBLICH mit dem Lichteinfall schwanken. Ich finde die Bilder in der Sonne am schönsten, wenn das Grau-Blau deutlich strahlt.
Ich habe die Farben aus Mr. Color Farbtönen nach Vorbild-Fotos selbst gemischt. Die veröffentlichten FS-Codes der Farben passten für mich gar nicht. Eine Arbeit, die sich definitiv lohnt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das große Thema beim Lackieren von griechischen Phantoms ist jedoch am Ende die Alterung. Hier kann man sich austoben mit post-shading, Ausbesserungsfarben, washing, Stiefelspuren auf den Flächen usw.
Max Hauswald Publiziert am 23. Mai 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |