MiG-23 MFvon Frank Meißner (1:72 Hasegawa)
Flugzeuge mit variabler Flügelgeometrie waren in den 70er und 80er Jahren der Versuch, verschiedene Flugeigenschaften zu kombinieren. So wurde dieses Konzept dann auch von verschiedenen Luftwaffen genutzt. In Europa ist es der MRCA Tornado. Die USA bauten z.B. die F-14 und in den Staaten des Warschauer Paktes war es die MiG-23, deren Modell ich hier vorstellen möchte.
Das hier gezeigte Modell ist eine MiG-23 MF der NVA. Die Nummer 564 (Seriennummer 0390213089) wurde am 13. Juli 1978 in Dienst gestellt. Im Februar 1983 wurde die MiG durch einen Brand der Triebwerksbrennkammer so stark beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll war. Das Flugzeug wurde deshalb zu Ausbildungszwecken an der Offiziershochschule (“Franz Mehring”) in Kamenz benutzt. Im April 1993 wurde die MiG dann in ein Museum in Köln-Butzweilerhof überführt und wurde dort bis 1998 ausgestellt. Danach wurde es an privat verkauft und stand als Ausstellungsstück auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar. Ein weiterer Verkauf brachte sie dann nach Kall. Was danach mit der MiG passierte, ist undokumentiert.
Von der NVA wurde die MiG-23 in verschiedenen Versionen eingesetzt. So betrieb das Jagdfliegergeschwader 9 (JG9) “Heinrich Rau” in Peenemünde MiG-23MF, UB und ML. Insgesamt waren bei der NVA 65 MiG-23 im Einsatz.
Die MiG-23MF war die Exportvariante der MiG-23M und wurde von 1978-83 produziert. Hier bestanden geringe Unterschiede in der Freund-Feind Erkennung (IFF). Die Ausstattung an ECCM features war nicht so umfangreich. Ausserdem besass die MiG-23MF keine so umfangreiche Datenübertragungseigenschaften. Insgesamt wurden ca. 5000 MiG-23 gebaut.
Die MiG 23 war das einzige der o. g. drei Flugzeuge, das lediglich mit einem Triebwerk ausgestattet war. Dies ist das Turmansky R-29-300. Damit war eine Geschwindigkeit von Mach 2.4 möglich. Die Lebensdauer des Triebwerks lag bei lediglich 150 Stunden. Der Vorteil ist allerdings das geringere Gewicht. Das Foto dieses Triebwerks ist in der Flugwerft in Schleissheim entstanden.
Mein Bausatz ist der der Flogger B von Hasegawa. Das Modell ist OOB gebaut und wie immer habe ich Revell Farben benutzt.
Frank Meißner Publiziert am 28. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |