What-ifMarkus Meurervon Making of (1:32 Das Werk)
PrologModellbau lebt nicht nur von der möglichst detailgetreuen Nachbildung mehr oder weniger bekannter Vorbilder, sondern mindestens ebenso vom Ausleben von Kreativität und eben auch von Phantasie. In letztere Kategorie fallen Bausätze von lediglich projektiertem, manchmal rein fiktivem militärischen Großgerät, die in den letzten Jahren zunehmend mehr Zuspruch finden. Zugegeben: Solche Modelle polarisieren. Der eine liebt sie, der andere lehnt sie aus mehrerlei Gründen ab. Aber sie bieten ein breites Feld zum Ausleben als kreativer Modellbauer, eben weil es keine realen Vorbilder gab. DefinitionWhat if-Modelle können sowohl komplette Eigenbauten, aber auch industriell vorgefertigte Bausätze sein, die einem Original entsprechen, das nie existiert hat oder über die Entwicklungsphase als Prototyp nicht hinauskam. Das Thema wird auch im Online-Kurs für Anfänger Teil 36 „Fictional und What-if Modelle“ behandelt. Die Sparte in nur einem Stichwort beschrieben: „Wirklich?“ Was ist das Besondere? Das ProjektIch persönlich kann nicht jedem, aber eben doch manchem solcher Projekte durchaus etwas abgewinnen. Das betrifft Gerät, welches in der Realität konkrete Formen angenommen hat oder bereits in der Erprobung stand. Das beinhaltet nicht automatisch das fiktive Thema „Luftwaffe 1946“, aber im vorliegenden Fall eben doch. So ganz fiktiv ist der hier behandelte Bau nämlich nicht, stand das Vorbild anno 1945 im beschaulichen Oberammergau. Meine Motivation für den Bau: Ich wohnte als kleiner Bub Anfang der 80er Jahre nur einen Steinwurf vom einstigen Fundort der Me P.1101 V1 am Fuße des Laber entfernt. Der Prototyp an sich wurde von den Amerikanern in der Folge in die USA verbracht, weiter auskonstruiert und bildete die Basis für modernere Entwürfe wie die Bell X-5. Das heutige Abbild entsteht aus dem neuen Bausatz der Messerschmitt P.1101 von „Das Werk“ im Maßstab 1:32, der bereits hier auf Modellversium besprochen wurde. Wer es nicht ganz so groß mag, dem steht von RS Models eine Alternative in 1:48 zur Verfügung. Diese Bausätze kann ich mangels Erfahrung damit aber nicht bewerten. Wer im Maßstab 1:72 baut, dürfte zum bekannten Angebot von Dragon greifen. Diese Bausätze sind zwar schon alt, aber nach meiner Erfahrung gut zu bauen und ergeben ein sehr schönes Modell. Die Preisgestaltung bei Dragon allerdings ist eine blanke Unverschämtheit. ZusammenbauDer vorliegende Bausatz von Das Werk läßt den Modellbauer sogleich mit dem Herzstück beginnen, nämlich dem Triebwerk. Die Nachbildung des HeS 109-011, einer Turbine mit komplexer Mischung aus Axial- und Radialverdichtern, erfreut schon beim Betrachten der Einzelteile im Spritzling des Modellbauers Herz.
Eine Fülle an Details, die mittels Lackierung in eine spektakuläre Nachbildung des Originals zu verwandeln sind. Die zu Beginn recht gewöhnungsbedürftige Bauanleitung im klassischen Das Werk-Stil führt aber letztendlich bequem zum Ziel, auch in Bezug auf die Bemalung der einzelnen Komponenten. So begann ich mit der Montage der Baugruppen, um anschließend mit NATO Black von Hataka die Grundierung aufzubringen. Während des Baus reifte der Entschluß, den Rumpf nicht geschlossen zu bauen, wie ich es sonst mache. Grundsätzlich mag ich es, die Formen des Vorbildes auch im Modell zu erhalten und nicht durch allerhand geöffnete Klappen zu stören. In diesem Fall jedoch wäre es ewig schade, die Turbine mit ihren Details im Rumpf verschwinden zu lassen. Zwei Möglichkeiten des eigenen Handelns sind zu prüfen: eingebaute Turbine mit halbseitig geöffnetem Rumpf, oder aber kompletter Ausbau und Darstellung der Turbine auf dem im Bausatz enthaltenen Wägelchen und daneben das „ausgeweidete“ Flugzeug. Wir werden sehen, der Fortgang des Bauprojektes gemäß Anleitung läßt mir an dieser Stelle noch Bedenkzeit. Der Bau der Turbine schreitet während der beschriebenen Überlegungen voran, im groben erkennt man bereits, daß Das Werk hier in die Vollen gegangen sind. Das vielbesungene Modell im Modell. Lackiert wird zunächst die Austrittsdüse. Um einen metallischen Effekt zu erzielen, kommt zuerst ein durchdringendes Blau, in diesem Fall FS15102 Dark Grey Blue von AMig, zum Einsatz. Darüber dann eine Schicht MMM 002 Cold Rolled Steel von Mission Models, abgeschlossen mit Exhaust Burnt Iron von AmmoMig.
Als nächstes werden die zuvor schwarz grundierten Teile des Triebwerkkerns in Aluminium lackiert. Das Gehäuse für die Düse sowie den Lufteinlaß bleiben Schwarz. Die nun folgenden Anbauteile erhalten ihre Farbe mit dem Pinsel.
Als kleine Fleißarbeit habe ich während der Trocknung schnell den Transportwagen für das Triebwerk begonnen. Egal, wie das Endergebnis des Flugzeugs aussehen wird, er wird neben dem Modell zu sehen sein. Da im Original wie auch im Modell die zweckmäßige Lagerung der Turbine der Wagen war, hier das Zwischenergebnis:
Später erfolgt noch eine ganz dezente Schattierung mit XF-64 Red Brown von Tamiya. Indes ist nun eine andere Entscheidung zu treffen: Bleibe ich im Rahmen historischer Tatsachen und baue die P.1101 V1, wie sie in Oberammergau aufgefunden wurde? Oder wird eine fiktive Einsatzmaschine gebaut, die aber mit real vorhandener Technik im Modell dargestellt werden soll und etwas mehr Raum für Kreativität läßt? Und wenn Variante 2, mit welcher Leitwerkkonstruktion? Der Bausatz läßt nämlich allerhand Möglichkeiten offen, da zwei Varianten von Tragflächen (V1 sowie projektierte A-Serie) beiliegen, als auch ein konventionelles und ein T-Leitwerk. Eine innere Stimme sagt mir an dieser Stelle, daß die Herrschaften bei Das Werk darauf spekuliert haben könnten, daß der arme alte Papa zwecks Auflösung dieses Dilemmas zum Kauf gleich mehrerer Bausätze der P.1101 motiviert wird. Der solvente Modellbauer mit viel Platz ist hier eindeutig im Vorteil, ich hingegen muß auf die Befindlichkeiten der im kreditfinanzierten Eigenheim vorrätigen Ehefrau Rücksicht nehmen, die zu allem Übel als studierte Mathematikerin auf dem Gebiet der Logik mir eindeutig überlegen ist. So schiebe ich den Realismus in die unsichere Zukunft kommender Sonderangebote und entscheide mich für eine Einsatzmaschine, schließlich ist der Titel dieses Artikels „What if“. Ausgeführt wird sie zudem mit einem T-Leitwerk.
Nun also ran an die Flächen. Die Bauteile sind sehr stabil, und man kann zwischen ausgelenkten oder eingefahrenen Landeklappen wählen. Ein kleiner Wermutstropfen sind die Vorflügel, die nur in ausgefahrener Form vorgesehen sind. Zwar kann man die Auslenkhebel einfach entfernen, dann bleiben aber an der Flügelunterseite an den entsprechenden Stellen unschöne Lücken, in denen im Original das Gelenk zu sehen gewesen sein dürfte. Also selbst etwas konstruieren, die Lücke hinnehmen oder nach Anleitung bauen.
In einem kleineren Maßstab wären Lücken akzeptabel, in 1:32 aber nicht. Ich entscheide mich also für ausgelenkte Vorflügel und Landeklappen, auch wenn ich die „saubere“ Konfiguration bevorzugen würde. Hier hätte Das Werk noch ein Tüpfelchen mehr leisten und dies als bauliche Alternative anbieten können. Bei anderen Anbietern geht das schließlich auch. Dieser Arbeitsschritt geht sehr schnell. Die Vorflügel werden erst ganz zum Schluß verbaut, da deren Innenseite in RLM 02 lackiert wird. Auch die Waffenstationen mit den Ruhrstahl X-4 verschiebe ich an das Ende des Baus.
Der nächste Schritt ist der Bau von Lufteinlaß und Führerraum, die eine eigene Baugruppe bilden. Hier liegt übrigens ein weiterer der wenigen Mängel am Bausatz verborgen. Es gibt kein Gurtzeug in geeigneter Form, die entsprechenden Decals zur Darstellung (die man hierzu mit Alufolie unterlegen könnte) sehen comichaft aus und gefallen mir überhaupt nicht. Dies wurde schon häufiger angesichts des nicht eben günstigen Preises bemängelt, wie ich finde zu recht. Man ist also entweder auf den Zurüstmarkt oder die Fähigkeiten im Selbermachen angewiesen. Bei 1:72 deute ich Gurte meist mit dünnem Klebeband an, im großen Maßstab ist eine solche Notlösung allerdings ungeeignet. Das von vielen Modellbauern professionell gezeigte Selbsterstellen von Gurtzeug übersteigt meine Fähigkeiten. Da wir uns aber im fiktiven Szenario Ende 1945 befinden, spricht nichts dagegen, einen amerikanischen Flieger ausgeschlachtet zu haben, um ein deutsches Muster mit Gurtzeug auszurüsten. Schließlich herrscht Mangel an jeder Ecke, nicht nur in Papas Modellbauwerkstatt. Not macht erfinderisch und den Modellbauer zum Häretiker. So kommt von einem früheren Projekt noch vorhandenes US-Gurtzeug von Eduard in die Maschine. Und ganz so „What if“ ist das vielleicht gar nicht, könnte möglicherweise die P.1101 V1 in den USA mit entsprechenden Gurten ausgerüstet worden sein.
Die übrige Kanzel ist in einer Mischung aus Decals für das Gerätebrett sowie feinem Pinsel und Zahnstocher zu vervollständigen. Da auch im Original der Flieger recht minimalistisch ausgeführt war, ist man auch hier keiner Herausforderung gegenübergestellt. Was auf jeden Fall Freude bereitet, sind die sehr schönen Details. Alles knackig und scharf.
Nach der Lackierung in RLM 66 Schwarzgrau und leichter Schattierung mit Tamiya XF-24 Dark Grey kommen dezente Abnutzungsspuren in Form von Mission Models Light Rust und Aluminium an Kanten und Falze. Bei den Decals allerdings ist größte Vorsicht geboten. Sie lösen sich leicht wieder vom Bauteil ab, so hatte ich beim wie immer vorsichtigen Anpressen nach Antrocknung einen Teil der Decals wieder auf dem Tuch. Dazu hatten sie sich in kleinere Einzelteile zerlegt, was man auf dem zweiten Blick auch sehen kann. Mit Geduld und spitzem Werkzeug konnte ich das Gerätebrett wenigstens einigermaßen retten.
Der Zusammenbau dieser Baugruppe schließt mit dem praktischerweise mitgelieferten Buggewicht ab, das perfekt in den Spalt zwischen Gerätebänken und Cockpitboden paßt.
Die Unterseite, also die Schächte für Fahrwerk und Bordwaffen, erfahren ihre Lackierung in RLM 02, hier Helloliv matt von Revell. Akzente setze ich mit Faded Sinai Grey von AMig, eine Schattierung mit Tamiya XF-64 Red Brown und XF-65 Field Grey (beides sehr stark verdünnt) schließt die Lackierung ab. Auf Lackschäden verzichte ich, manche Kanten werden lediglich mit einem harten Bleistift hervorgehoben.
Da der Bausatz die Möglichkeit bietet, die Waffenschächte geöffnet darzustellen und zwei gut detaillierte Nachbildungen der MK 108-Maschinenkanone beiliegen, sehe ich eine dieser Waffen zur Darstellung vor. Hierzu bohre ich die platte Mündung mit einem 0,7 mm-Bohrer auf. Sodann kommt die Baugruppe des Fahrwerkschachts an die Reihe. Auch hier gibt es wieder schöne Details, alles ist stabil ausgeführt. Der Bau geht wegen der geringen Teilezahl sehr schnell von der Hand. Die Beine des Hauptfahrwerkes sehen staksig aus, sind aber ausreichend belastbar und haben großzügig dimensionierte Klebeflächen. Durch die Gestänge und Hydraulikzylinder entsteht eine feste Basis, auf der das Modell sicher stehen kann. Konstruktiv von Das Werk gut gemacht.
Lackiert wird mit RLM 02, im Gegensatz zur später folgenden Rumpfinnenseite, die blankes Aluminium zeigt. Mangelwirtschaft eben, dürften nur noch die korrosionsanfälligen, weil exponierten Teile lackiert gewesen sein. Auch hier wurde mit Faded Sinai Grey von AMig akzentuiert. Schon komme ich zum Rumpf. Da eine Einsatzmaschine gebaut wird, sind zunächst die Anschlußpunkte der Tragflächen zu entfernen, die an der V1 zu sehen waren. Mit einem scharfen Bastelmesser und der gebotenen Umsicht ist das schnell erledigt. Wer keine Nieten nachgravieren will (so wie ich), achte auf sparsamen Einsatz von Schleifmitteln an diesen Stellen.
Der Hinweis in Bauanleitung, daß man sich Zeit nehmen soll, ist definitiv ernst zu nehmen. Das Heck ist unproblematisch, der Bug hingegen nicht. Ich habe beim Trockenpassen (wichtig!) ordentlich Material am Cockpit abgeschliffen, dennoch gibt es Paßprobleme. Die dürften aber eher im Wege der Montage der Bugbaugruppe entstanden sein, mein Verdacht fällt auf das Gerätebrett als Hauptschuldigen. Bei einem erneuten Bau würde ich hier die Kanten erheblich zurückschleifen. Aber jetz´isses halt drin... Hier muß man wirklich präzise arbeiten, der Bausatz paßt vielleicht sogar eine Spur ZU gut. Geklebt wird also mit einem dreifachen „Panzer Hurra!“. Die Ferkelei mit dem überschüssigen Kleber muß ich wohl in Kauf nehmen, das wird nach dem Trocknen ordentlich verschliffen.
Ergebnis: Geht eigentlich, wenn auch nicht ideal, da ich ein wenig zu ambitioniert mit dem Werkzeug war.
Alles ist in NATO Black grundiert, und in Weiß aufgehellt. Ab geht der Flieger zur Lackierung. Wenn schon fiktiv, dann wenigstens plausibel. Phantasielackierungen habe ich zwar auch schon erstellt, die P.1101 soll aber im Grundcharakter den Maschinen im Frühjahr 1945 entsprechen, dazu den in der Schlußphase des Krieges allgegenwärtigen Mangel in Richtung Jahreswechsel 1945/46 extrapolierend abbilden. Da es sich realistischerweise um ein Flugzeug mit einer sehr kurzen Einsatzzeit gehandelt hätte, wird der Schwerpunkt nicht auf Abnutzung liegen, sondern auf der Darstellung von Baugruppen, die von verschiedenen dezentralen Herstellern kamen und mehr oder weniger sorgfältig vorlackiert wurden. Vielleicht wurde im Feld auch noch provisorisch ausgebessert. Akzente werde ich also durch die Verwendung mehrerer Varianten der jeweiligen RLM-Farben setzen.
Das Tarnmuster wird insgesamt dunkler, was zwar die Konturen des Modells nicht so schön hervorhebt, aber dem Einsatzzeitraum angemessener ist. So war real in der Schlußphase des Krieges in Europa die Tarnung der Maschinen gegen Entdeckung aus der Luft ein wesentlicher Faktor für die Lebensdauer derselben. Lackiert wurde dabei mit allem, was in etwa den Vorgaben des Reichsluftfahrtministeriums entsprach. So setze ich am Modell auch verschiedene Lacke ein. Die Tragflächen bekommen Farbtöne RLM 81 und RLM 82 von Hataka, der Rumpf eine Mischung aus RLM 81 von AK Real Colors, RLM 82 von AMig und RLM 83 von Hataka. Die Unterseiten werden in einem späten, eher grünlichen RLM 76 von AK Real Colors ausgeführt. Nach der üblichen Grundierung und Aufhellung beginne ich mit den Flächenoberseiten in RLM 82 mit Deckung von ungefähr 80%. Anschließend maskiere ich diese Bereiche mit Patafix, um in gleicher Intensität RLM 81 aufzubringen.
Während die Flächen und Höhenruder trocknen, wird der Rumpf für die Lackierung mit RLM 76 vorbereitet. Hierzu bringe ich wolkig ein herkömmliches RLM 76 Lichtblau und Himmelblau 59 von Revell auf. Die Blechstöße hebe ich mit einem Violett von AK Interactive hervor. Ebenso verfahre ich an den Flächenunterseiten.
Nach einer Pause und Schleifen der Oberflächen mit herkömmlichem Küchentuch erfolgt die transparente Lackierung mit mehreren Schichten RLM 76 von AK Real Colors. Ein großer Teil der Tragflächenunterseiten und die Waffenstationen werden in Naturmetall lackiert.
Im nächsten Schritt wird der Rumpf mit Farbe versehen. Hier halte ich mich an Vorbildfotos gängiger Jagdmaschinen im Frühjahr 1945 sowie meine Phantasie. Das Muster hat von vorne die Reihenfolge RLM 82, RLM 81, RLM 83 RLM 82 und erneut RLM 81. Direkt vor dem Seitenleitwerk wird ein Rumpfspant in einem kräftigen Radome Green von Hataka lackiert, da ich eine Maschine des JG 27 darstelle, welches zum Schluß des Krieges ein ebensolches Rumpfband führte.
Zum Abschluß bringe ich an den Blechstößen einen der jeweiligen Farbe entsprechenden dunkleren Ton auf, die größeren Flächen werden mit Resedagrün sowie Red Brown wolkig gesprüht aufgelockert. Dazu kommen leichte Schmauchspuren an den Bordwaffen und etwas Abgasfahne vom Triebwerk am Heckausleger. Nun sind die Abziehbilder an der Reihe. Diese sind überaus dünn, was zwar am Modell sehr gut aussieht, aber beim Aufbringen große Vorsicht erfordert. Den Abschluß der Lackierarbeiten bildet wie immer eine zweifache Schicht aus hochglänzendem sowie seidenmattem Klarlack.
Der letzte Arbeitsschritt ist der Bau der Ruhrstahl X-4. Da diese Lenkwaffe Holzflügel hatte, grundiere ich diese mit Ockergelb von AMig, danach wird mit Sandbeige von Vallejo wolkig übersprüht. Per Trockenmalen mit XF-64 Red Brown deute ich die Holzmaserung an, um schließlich Dark Tan von Mission Models lasierend aufzubringen. Die Raketenkörper Lackiere ich mit Chrome Silver von AMig. Sämtliche Anbauteile erfahren ihren Anstrich mit einem feinen Pinsel. Zu guter Letzt bekommen die Sprengköpfe eine Mischung aus Resedagrün und RLM 83 von AmmoMig.
Fazit:
Ein schöner Bausatz mit einerseits tollen Details, andererseits leichten Schwächen in Konzept und Ausstattung. Mir hat er große Freude gemacht, allerdings revidierte sich der anfängliche Eindruck eines auch für Anfänger geeigneten Bausatzes. Dafür birgt der Bau doch eine oder zwei Hürden, die gegebenenfalls für Frustration sorgen könnten. Wer dies aber nicht scheut und nicht gleich die Flinte ins Korn wirft, wird am Ende mit einem interessanten Bauerlebnis und einem schönen Ergebnis belohnt.
In Modellversium finden sich weitere Galeriebeiträge für What-if Modelle, die man leider nicht über die Suchfunktion sortieren kann, aber beim Durchstöbern in der Galerie findet man so u.U. das eine oder andere Highlight. Happy Modeling!
Photo-Collagen: Photos-Copyrights by Markus Meurer Homepage Markus Meurer:https://www.schwobabaschdler.de
Bausatz und Material:Bausatz:
PS: Das Kit Angebot für die Sparte „What-if Models“ ist von der Sache her schon beschränkt, steigt aber wegen der Popularität dieser Bausätze stetig. Es heißt ja auch „der Krieg ist die Mutter aller technischen Innovation“ und alleine die Entwürfe der deutschen Luftwaffe bieten reichlich Stoff für weitere Modelle. Wir empfehlen Anfängern im Plastikmodellbau sich zu Anfang eher einfachere Bausätze auszusuchen, die viel Spaß beim Zusammenbau garantieren, für einen Wow-Effekt sorgen und Lust auf weitere Bauprojekte und Modelle machen. Für Anfänger geeignet könnten z.B. folgende Kits in Frage kommen:
Making of Publiziert am 14. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |