Mitsubishi A6M2von Martin Pohl (1:48 Tamiya)
Die Mitsubishi A6M war ein trägergestütztes Langstrecken-Jagdflugzeug. Sie wurde von 1940 bis 1945 von der Kaiserlich Japanischen Marine (IJN) eingesetzt. Die offizielle Bezeichnung lautete übersetzt „Mitsubishi Trägerjagdflugzeug Typ 0 der Marine“ (rei-shiki-kanjo-sentoki) oder Mitsubishi A6M Rei-sen. Von ihren Piloten wurde sie meist als Reisen („Null-Jäger“) bezeichnet; die Null stand dabei für die letzte Ziffer des japanischen Kalenderjahres 2600 (1940), in dem sie bei der IJN in Dienst gestellt wurde. Der offizielle Codename der Alliierten lautete „Zeke“, wenngleich die Bezeichnung „Zero“ gebräuchlicher war.
Zum Zeitpunkt ihrer Einführung zu Beginn des Zweiten Weltkriegs galt die Zero als das leistungsfähigste trägergestützte Jagdflugzeug der Welt. Sie vereinte eine hervorragende Wendigkeit, hohe Geschwindigkeit, starke Bewaffnung und eine sehr große Reichweite in sich. Die Luftstreitkräfte der Kaiserlich Japanischen Marine setzten sie zudem auch häufig als landgestütztes Jagdflugzeug ein.
In frühen Gefechten erwarb sich die Zero den Ruf eines überlegenen Kurvenkämpfers und erzielte ein herausragendes Abschussverhältnis von 12 zu 1. Ab Mitte 1942 ermöglichten jedoch neue Taktiken auf Seite der Alliierten und die Einführung besserer Ausrüstung den Piloten bessere Chancen gegen die Zero. Ab Mitte 1943 trug zudem die nachlassende Qualität der Pilotenausbildung bei den japanischen Marineluftstreitkräften dazu bei, dass die Zero gegenüber neueren alliierten Jagdflugzeugen an Effektivität verlor. Da die Zero über keine hydraulische Unterstützung für Querruder und Seitenruder verfügte, war sie bei hohen Geschwindigkeiten schwer zu manövrieren. Zudem machten sie das Fehlen von Panzerung und selbstdichtenden Treibstofftanks anfälliger bei Beschuss.
Bis 1944 war die A6M den alliierten Jagdflugzeugen hinsichtlich der Geschwindigkeit unterlegen und galt als veraltet. Da Verzögerungen bei der Konstruktion und Fertigungsprobleme die Einführung neuerer japanischer Flugzeugmodelle behinderten, wurde die Zero bis zum Ende des Pazifikkriegs an der Front eingesetzt. In der Endphase des Krieges wurde sie zudem für Kamikaze-Einsätze modifiziert.
Der Bausatz ist ein sehr guter alter Bekannter von Tamiya, laut Scalemates stammt das Original aus dem Jahre 1973. Aber auch dieser betagte Bausatz wird dem Ruf von Tamiya schon gerecht. Die Passgenauigkeit ist einfach gut und auch die gelieferten Details im Cockpit und den Fahrwerksschächten sind vollkommen OK, wenn man bedenkt, dass wir von einem 53 Jahre alten Bausatz sprechen. Gebaut wurde die Zeke aus der Schachtel ohne Änderungen.
Wie also von Tamiya zu erwarten, verlief der Zusammenbau ohne besondere Vorkommnisse. Der Rumpf war beim Zusammensetzen etwas störrig und bedurfte ein bisschen erhöhtem Druck. Das kann aber auch an einem Fehler von mir gelegen haben. Letzten Endes passte es dann alles und es gab nur eine kleine „Abschleifung“ um Klebenähte zu entfernen.
Für die Bemalung habe ich mir dieses typische japanische alt-weiß-hell-grau-beige und dieses interessante grün-blau-metalic für Teile der Innenseiten selbst gemischt. Für die äußere Bemalung hab ich diesmal aber eine Haarspray Schicht eingezogen. Es waren also folgende Schichten außen: Primer, Aluminium, Haarspray und schließlich der helle Farbton. Die roten Hoheitszeichen sowie alle roten Markierungen bzw. Streifen und auch die gelben Streifen am Leitwerk wurden lackiert. Von den Decals wurden somit nur wenige genutzt. Nach den Schwarz der Motorverkleidung wurde dann mit Wasser und Pinsel das Haarspray reaktiviert und an einigen Stellen das Aluminium wieder zum Vorschein gebracht. Nicht zu viel, die Maschine sollte benutzt aber nicht abgeranzt aussehen. Abschließend, wie fast immer, folgte dann ein Überzug mit Ölfarben für eine leichte Alterung.
Die kleine Basis habe ich aus der Pappe der Bausatzschachtel gebaut plus ein paar Lagen der Wellpappe des Versandkartons in dem der Bausatz bei mir ankam. Dazu wurden mit einem Papier-Falzbein die Bretter in den Karton gedrückt. Das ganze dann hellbraun gespritzt und mit Ölfarben gealtert. Die weiße Linie wurde abgeklebt und gespritzt und zuletzt wurden die Zwischenräume zwischen den Brettern mit einem Buntstift nachgezogen.
Die Figur stammt aus dem Bausatz und ist in Acryl und Öl bemalt. Als Referenzen diente wie immer das Internet.
Danke für´s Reinschauen! Martin Pohl Publiziert am 23. Juli 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |