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Pionierpanzer III/IV auf EinheitsfahrgestellEin Umbau zum What if-Modellvon Mario Möhring (1:35 HobbyBoss)
Der für diesen Umbau verwendete Basisbausatz ist ja schon bekannt und wurde auch von mir schon gebaut und vorgestellt. Also erst einmal nichts besonderes - dachte ich noch zum Anfang. Aber irgendwie habe ich wohl einen Montagsbausatz erwischt: ich habe noch nie soviel Plastikkleber plus Sekundenkleber für eine Einzelgliederkette pro Seite verbraucht wie bei diesem. Da denkt man, es ist der richtige Zeitpunkt zum Aufziehen erreicht, aber nein - ständig ist sie mir beim Aufziehen am Fahrzeug zerbröselt. Auf der linken Seite habe ich den richtigen Zeitpunkt verpasst, so dass ich am Ende ein Glied kürzen und einen Laufsteg einkleben musste, um es wenigstens einigermaßen annehmbar aussehen zu lassen.
Da ein Pionierfahrzeug ja zwangsläufig keine Richtoptik benötigt, wurde dieser Bereich zugeklebt, gespachtelt und verschliffen. Am Ende dann alles mit Seife abwaschen, trocknen, grundieren und lackieren. Nur dass dann, beim Abziehen der Klebestreifen für die Tarnung, die gesamten Farben sich ablösten. Aber eben nur an dieser Stelle - man lernt halt nie aus!
Meine technischen Überlegungen zum Projekt
Ich wählte die Jagdpanzerwanne inkl. Rohrblende , damit genügend Platz für eine Seilwinde im inneren zur Verfügung steht. Deren Zugleistung sei erst einmal dahingestellt, es ist ja kein Bergepanther. Die Fahrersichtluke wurde vergrößert, seitlich und etwas nach oben versetzt eingebaut, damit der Fahrer im geöffneten Zustand bessere Sicht auf das Schild hat. Daneben befindet sich die Öffnung für die Hydraulikleitungen, da das Schild auch vom Fahrer bedient werden konnte.
Für den üblichen Kleinkram wurde ein Staukorb über dem Motorraum geschaffen. Ich habe diesen bewusst etwas erhöht angebracht, um Stauwärme zu vermeiden. Seine Maße wurden so gewählt, dass zur notwendigen Wartung je Seite die Stahlgittermatten herausnehmbar waren, damit die Motorklappen geöffnet werden konnten.
Es war auch angedacht, einen Dreitonnen-Kran aufs Dach zu montieren. Aber auf Grund der schrägen Panzerung wäre dieser zu sehr in die Mitte gerutscht, was sich negativ auf die Auslage auswirkt. Naja - aufheben für das nächste Projekt. Das Schild wurde einem Trumpeter-Bausatz entnommen, der schon seit Jahren rumlag. Etwas in der Breite eingekürzt und an die Wanne angepasst, hat es zwar nun einen kleineren Böschungswinkel vorne, aber für einen Versuchsträger immer noch annehmbar. Alle anderen außen angebrachten Teile entstammen der Restekiste.
Die Lackierung
Nach der Grundierung kam eine Lage Grün von Vallejo für die Tarnflecken. Als Hauptfarbe wollte ich Dark Yellow Nr. 70.978 von Vallejo verwenden. Zu meinem Glück habe ich einen Probeanstrich auf einem Stückchen weißer Pappe gemacht. Dass Italeri in seinem Set diese Farbe auch als "Dunkelgelb" bezeichnet war mir schon bekannt. Aber dass nun auch Vallejo diesen Grünstich als Dunkelgelb bezeichnet, war mir neu. Wenn dieser Farbton jemals auf deutschen Fahrzeugen Verwendung fand, dann ist das vollkommen an mir vorbei gegangen. Ich habe diese Farbnummer jedenfalls aus meiner Bestellliste gestrichen. Am Ende habe ich die Plane auf dem Motordeck damit gestrichen. Dafür ist sie brauchbar. Zur Rettung kam mal wieder das gute alte Revell Aqua Sand zum Einsatz. Schon erstaunlich, dass nach so vielen Jahren diese Farben noch airbrushtauglich sind.
Im Großen und Ganzen bin ich mit diesem Versuchsprojekt zufrieden. Und wieder ist ein Mitglied der Einheitsfahrwerk-Familie fertig; fehlt nur noch einer aus der FlaK-Abteilung.
Aber bis dahin hoffe ich erst einmal, dass Euch dieses Projekt gefällt!
Mario Möhring Publiziert am 19. Februar 2026 Du bist hier: Home > Galerie > Militärfahrzeuge bis 1945 > Pionierpanzer III/IV auf Einheitsfahrgestell © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |