Eurofighter Typhoon FGR.4(Revell - Nr. 03753)
Produktinfo
Besprechung
Das altbekannte OriginalDer Eurofighter wurde erstmals im Jahr 1999 von Italeri als Modell im Maßstab 1:48 auf den Markt gebracht und einige Jahre später auch eine Zeit lang von Revell vermarktet. In den Details und Modelloberflächen recht spartanisch ausgelegt, war es jahrelang die einzige Alternative beim Bau des modernen Jägers als Modell. Im Jahr 2006 brachte Revell eine eigene Neuentwicklung des Eurofighters heraus, die besser detailliert, umfänglich mit Waffenzuladung ausgestattet war und mit Markierungen für fünf Betreiberländer aufwartete. Genau dieser Grundbausatz liegt nun vor uns, samt seiner opulenten Waffenausstattung, und mit einem erneut spektakulären Decalbogen.
Zwanzig Jahre alt - und immer noch aktuell?Ich habe den Bausatz schon einmal besprochen, und bleibe bei meinen damals gewählten Worten. Wie auch schon bei der Erstausgabe, so wartet dieser Bausatz mit ordentlichen, ein wenig verwaschen wirkenden, aber insgesamt zufriedenstellenden Gravuren auf. Die Nozzles der Triebwerke können wahlweise in geöffnetem oder geschlossenen Zustand dargestellt werden. Sie wurden leider einteilig gegossen, so dass hier die Filigranität und "Knackigkeit" der Formgebung der Originale etwas leidet. Fertig lackiert kann aber trotzdem auch "out of the box" ein gelungener Gesamteindruck entstehen. Beim Schleudersitz wurden die Sitzgurte angegossen, was ebenfalls wenig überzeugend wirkt, aber mit Kreppband, Draht und Ätzteilen leicht auszubessern sein dürfte, ebenso wie die fehlenden Verkabelungen des hinteren Cockpitbereiches, wo zwecks Originaltreue einige Leitungen mit Draht ergänzt werden sollten.
Sinkstellen waren an den Bauteilen bei meinem Exemplar nicht vorhanden. Leider sind aber an vielen Teilen Fischhäute angegossen, die mühsam entfernt werden müssen. Bei den Bauteilen mit dünner Wandstärke, wie beispielsweise den Raketenleitwerken oder den "angle of attack"-Sensoren, wird das wohl oder übel nicht ohne Beschädigungen von statten gehen können. Schade, aber hier gestaltet sich der Bausatz sehr arbeitsintensiv. Bei den Gussästen von 2005 stachen noch heftige Auswerfermarken an den Bauteilen im Fahrwerkschacht und an den Schleudersitzen hervor. Es gibt sie vorliegend immer noch, aber glücklicher Weise nicht mehr so ausgeprägt. Leider ist immer noch die deutliche Gussnaht auf der Cockpitkanzel vorhanden. Diese ist wirklich auffällig und sollte mit Schleifpapier und Polierstick oder -paste entfernt werden. Der Inhalt des Kits
Ausgepackt! Revells neuer, praktischer Klappkarton ist eine gute Innovation. Die beiden DecalvariantenDas Highlight dieses Kits ist natürlich die spektakuläre 80-Jahre "Decision Day" Jubiläums-Variante der Typhoon FGR.4 ZJ913, auch als "Moggy"-Schema aus dem Jahr 2024 bekannt. Der Eufi wird im klassischen, an die Zweite Weltkriegstarnung der damaligen britischen "Typhoons" angelehnten grün-grauen Jägerschema mit schwarz-weißen Invasionsstreifen auf und unter den Tragflächen und der Rumpfober- bzw. Unterseite dargeboten. Ein echter Augenschmaus! Dieselbe Maschine, ebenfalls von Flt Lt David "Turbo" Turnbull in der 29 Squadron, Royal Air Force, RAF Coningsby, ein Jahr zuvor geflogene Typhoon FGR.4 (ZJ913) kann auch in ihrem "normalen" Abfangjägerschema mit den regulären Markierungen gebaut werden. Das schlichte, graue Kleid mit den dezenten Markings am Leitwerk und Rumpf steht dem Eurofighter auch ganz gut. Aber ich würde den Bau der Jubi-Variante definitiv bevorzugen! Die Bauanleitung und Details der Decals
Sehr schön ist natürlich die großzügige Beigabe der Außenlasten, die größtenteil unverbaut bleiben werden, denn die Jubiläums-Maschine flog gewöhnlich ohne Bewaffnung, manchmal mit Centerline-Zustatztank. Und für die Einsatzmaschine soll man lediglich die Zusatztanks und die ASRAAM-Raketen bereithalten. Gut, dass die beiliegende Zuladung auch für andere NATO-Flugzeuge verwendet werden kann, somit freut sich die Ersatzteil-/ Grabbelkiste. Es liegen bei:
Letzterer bleibt in der Bauanleitung unerwähnt, weil der Eurofighter gar nicht für den reinen "Aufklärungsauftrag" konfiguriert ist und er den "recce pod" somit gar nicht trägt. Betrachten wir diese Bauteile als nettes Gimmick, denn der Besitzer eines 1:48er Tornados wird sich freuen, weil er nun endlich einen Recce-IDS bauen kann.
Weitere Details des Kits
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Schwierigkeits-Level 5 - höchste Stufe. Der Kit ist recht anspruchsvoll zu bauen, weil zahlreiche Teile verbaut werden müssen und Trocken-Anpassungen und Entfernung von Gussgrat erforderlich sind. FazitSehr interessante Decalvariante und eine "normale" Ausweichoption - der betagte, aber immer noch beste 1:48er Eurofighter-Kit wurde damit noch einmal Gewinn bringend aufgehübscht. Ich sage: Flugzeugfans, zugreifen - auch wenn das Preisniveau gemäß UVP zu hoch erscheint. Weitere InfosAnmerkungen: Der Bausatz ist auf der Website von Revell zu finden und dort auch käuflich zu erwerben, Verfügbarkeit vorausgesetzt. Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 13. April 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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