German DRK Nurse 1939-45(D-Day Miniature Studio - Nr. 35016)
Produktinfo
BesprechungFrauenfiguren gibt es in 1:35 inzwischen eine ganze Reihe, aber trotzdem mag einem das Thema immer noch marginal erscheinen, wenn man an das wachsende Angebot denkt. Für die großen Hersteller aus Asien (Tamiya, Dragon, Trumpeter) war das bislang kein so dringliches Thema. Anders die in den letzten Jahren auf dem Figurenmarkt stark expandierenden Spritzgusshersteller, die aus der Ukraine stammen wie ICM, MasterBox und MiniArt. Dort haben Frauenfiguren v.a. in modernen Figurengruppen ihren festen Platz. Ansonsten wurde das Thema Kleinserienherstellern in Resin überlassen. Hierzu zählt auch der Hersteller D-Day Miniature Studio aus Polen, der eine DRK-Helferin aufgelegt hatte, die es auch im Zweierpack mit einem stehenden Verwundeten gab (Nr. 35018).
Die Einzelfigur der Rot-Kreuz-Schwester (Nr. 35016) besteht aus vier Teilen, die im Resinguss ohne erkennbaren Makel hergestellt wurden. Die Krankenschwester trägt zu festem Schuhwerk mit flachem Absatz ihre Tracht mit umgebundener weißer Schürze. Eine Armbinde weist sie zusätzlich als Rot-Kreuz-Helferin aus. Am Kopf angegossen ist die Haube, welche die DRK-Uniform komplettiert. Das Kleid ist wie bei Röcken in Resin üblich massiv gegossen. Ich bin auf den ersten Rock im 3D-Druck gespannt … Die Figur strahlt in ihrem Auftreten sowohl etwas Handfestes, als auch eine gewisse Lässigkeit aus: ihre lederne Sanitätstasche (mit aufgeprägtem Kreuz) über die rechte Schulter geworfen, in der Linken eine Zigarette, mit denen man die Frauen wohl belohnte. 56-58 Wochenstunden sollen nicht die Ausnahme gewesen sein.
Bei der Bemalung wird man sich auf das kleine Deckelbild stützen müssen, soweit man nicht anderweitig Recherchen anstellt. Die (blau-)graue Tracht steht im Kontrast zu dem Weiß von Haube, Kragen und Schürze. Für die Strümpfe aus Wolle oder Baumwolle könnte ein Grau oder Anthrazit in Frage kommen. Schwarz oder braun wird für die lederne Sanitätstasche die richtige Wahl sein.
Als Tipp für die Farbgebung habe ich nachstehende Bildtafel gefunden, Bildquelle ist unter Referenzen angeführt.
Darstellbare Maschinen: In diesem Fall: Einsatzmöglichkeiten Gleichermaßen für zivile Themen (z.B. Bahnhofszene, Sportveranstaltung) wie für das militärische Umfeld geeignet; eigentlich denkt man sofort an Buchheims „Boot“, das Einlaufen von U 96, die RK-Helferinnen am Kai. Auch Heimkehrerszenen (mit Preiser-Figuren) fallen mir sofort ein – „Otto Normalverbraucher“ kehrt ins zerstörte Deutschland zurück.… Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Für Sammler und erfahrene Modellbauer, die aus wenigen Farben die Nuancen herauskitzeln können. Aber Meister sind bekanntlich äußerst selten vom Himmel gefallen. FazitWer nicht auf den Preis schaut, bekommt die Möglichkeit, eine Figur zu gestalten, die wirklich einen Akzent setzen kann. Und: Wenn mir etwas schmecken oder gefallen soll, helfen Minimal- und Maximalprinzip der Ökonomie nicht wirklich weiter. Mischkalkulation ist angesagt. Nicht nur für DRKler ein Muss. Weitere InfosReferenzen Buch "Deutsche Uniformen" Verlag Moritz Ruhl, Leipzig ca.1942 Link: Bild aus obigem Buch Diese Besprechung stammt von Thomas Ehrensperger - 08. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |