Drivers(Fujimi - Nr. 11004 GT-4)
Produktinfo
Besprechung
Es gärt schon wieder im Hinterkopf … Dirt Tracks … mehr sei noch nicht verraten. Und so schaute ich mich auf dem Fahrermarkt um und wurde fündig: Fujimi Nr. 11004 (GT-4) unter dem schlichten Titel Drivers. Sogar im eigenen Fundus: die Packung war mir als Beifang zugewachsen, als ein Kollege ein Konvolut erstanden hatte.
Inhalt
In der Packung finden sich nicht mehr originalverpackte, teilweise abgetrennte und angemalte Teile für vier Figuren im Maßstab 1:24.
Während der Rennfahrer im Nomex-Anzug direkt hinters Steuer passt (mit allfälligen Anpassungsarbeiten an Armen und Beinen ist zu rechnen) sind die beiden jugendlichen Autofahrer in Freizeitkleidung eher im Stadtverkehr zu verorten. Das Gridgirl steht auf hohen Hacken leicht bekleidet bay-watch-mäßig auf der Rennpiste, so wie das früher wohl Usus war.
Eigentlich brauchte ich nur den Driver im Rennfahrerdress für mein Projekt. Die anderen drei wandern erst mal in die Spezialklinik von Mary Shelley, wo Feinsäge und Skalpell warten, um etwas Passendes zu „frankensteinern“ (wie das Kollege Michael R. nennt). So könnte die Leichtbekleidete einen Rennoverall aus Zigarettenpapier und Leim bekommen, nachdem die High Heels entfernt wurden. Und dann passt sie vorzüglich neben einen Falcon (driver: Gretchen Hrlevich, A+).
Der Rennfahrer verfügt als Besonderheit über vier verschiedene Köpfe, von denen drei jeweils durch einen zeittypischen Helm geschützt werden (Eierschalenhelm, Jet-Helm, Integralhelm). Die Figuren machen herstellermäßig einen ordentlichen Eindruck, auch wenn sie nicht mehr zeitgemäßen Ansprüchen ganz genügen mögen. Eigentlich ist relativ wenig nachzubearbeiten, wenn man von der Vorderseite des Rockes bei der jungen Fahrerin absieht, den verunziert nämlich eine nicht zu übersehende Sinkstelle im Spritzgussblock. Die Körpergröße ist mit 1,65 m beim Gridgirl und knapp 1,70 m beim Rennfahrer eher an japanischen Durchschnittsgrößen orientiert. Ansonsten scheinen die Figuren weniger japanspezifisch, wenn halt die Größe nicht wäre … übrigens etwas, wo meine Spezial-Klinik passen muss. Extremitäten verlängern hat noch nie gut ausgesehen. Da in meiner Packung eine Figur fehlt, aber zwei weitere behelmte Köpfe vorhanden sind, legt die Vermutung nahe, dass der Vorbesitzer möglicherweise über zwei Packungen verfügte. Aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht in den Auspuff. Oder so ähnlich. Darstellbare Maschinen: Aus einem vollständigen Set können 4 Figuren dargestellt werden:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Nur wenige Teile, insofern ist der Zusammenbau im Prinzip einfach. Aber wer z.B. den sitzenden Fahrer hinters Steuer eines Rennwagens klemmen oder gar in Le Mans in die Boxengasse stellen will, kommt wahrscheinlich um operative Eingriffe nicht herum. FazitTrotz ihres Alters sollten sich die Figuren noch verwenden lassen. Die Körpergröße der Figuren und den Verwendungszweck sollte man für sich in Einklang bringen. „Strietzel“ Stuck lässt sich jedenfalls mit dem Bausatz nicht nachbilden, ein kleinerer Fahrer aber schon. Insofern eingeschränkt empfehlenswert, wenn man den Bausatz zu einem überschaubaren Preis auftreiben kann. Diese Besprechung stammt von Thomas Ehrensperger - 29. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |