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Great Eastern

(Revell - Nr. 05608)

Revell - Great Eastern

Produktinfo

Hersteller:Revell
Sparte:Schiffe Zivil
Katalog Nummer:05608 - Great Eastern
Maßstab:1:388
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:September 2026
Preis:30€
Inhalt:
  • 2 Rumpfteile
  • 3 Spritzäste mit 220 Bauteilen
  • 1 Tiefziehbogen mit Segeln 
  • 1 Rolle Takelgarn 
  • 1 Stück Schnur 
  • 1 Bauanleitung
  • 1 Wantenschablone 

Besprechung

Zum Vorbild

Entworfen im Jahr 1852 von dem englischen Ingenieur Isambard Kingdom Brunel, war die Great Eastern rund 40 Jahre lang das größte Schiff der Welt und ihrer Zeit weit voraus. Kiellegung war am 1. Mai 1854, im September 1859 war das Schiff fertiggestellt. Es hatte einen kombinierten Schaufelrad-, Schrauben- und Segelantrieb, der doppelwandige Rumpf war aus Eisen gebaut, die Kohlekapazität von 15.000 Tonnen reichte für eine Weltumrundung aus, ohne Brennstoff nachzufassen. Bei einer Größe von 18.915 Bruttoregistertonnen betrug die Länge des Schiffes 211 m, die Breite 25,3 m, die Höhe 17,7 m, der Tiefgang 9,1 m (beladen) und die Verdrängung rund 32.000 t (beladen). Die Great Eastern konnte 4.000 Passagiere befördern, die Baukosten betrugen 500.000 £.

Der Antrieb erfolgte über zwei seitliche Schaufelräder mit je 17 m Durchmesser und einer Heckschraube mit 7,3 m Durchmesser. Die Antriebsanlage bestand aus zwei Dampfmaschinen mit zusammen 8.300 PS, die von zehn Kesseln gespeist wurden und dem Schiff eine Geschwindigkeit von 12½ kn verliehen. Eine Maschine mit 4.900 PS war für den Schraubenantrieb bestimmt, die andere mit 3.400 PS für die Schaufelräder. Für die Möglichkeit, unter Segeln zu fahren, hatte das Schiff sechs Masten, die sieben Gaffel- und maximal neun Rahsegel trugen.

Revell - Great Eastern

Bereits beim Stapellauf am 3. November 1857 machte dem Schiff seine schiere Masse zu schaffen: anstatt nach der Taufe (zunächst auf den Namen des biblischen Seeungeheuers Leviathan) ins Wasser zu gleiten, blieb sie beharrlich auf dem Slipway liegen. Erst Wochen später, am 31.1.1858, gelang es, das Schiff mit großem Aufwand zu Wasser zu bringen. Sie war zu diesem Zeitpunkt das schwerste Objekt, das je von Menschen bewegt worden ist. Bis zur Jungfernfahrt ereigneten sich etliche Unfälle (auch mit Todesopfern) auf dem Schiff, was schließlich die Umbenennung in Great Eastern nach sich zog.

Auch in der Folgezeit fuhr sie unter keinem guten Stern. Eine Wirtschaftlichkeit war nie gegeben: die Passagierkapazität war für die damalige Zeit weit überdimensioniert, die indischen Häfen, für die sie vorgesehen war, konnten ein so großes Schiff nicht aufnehmen (eine Parallele zum Airbus A380 drängt sich auf), und auf Grund der riesigen Kohlebunker war die Frachtkapazität zu gering. Dazu ließen weitere Unfälle – wiederum mit Todesopfern - mögliche Passagiere an der Zuverlässigkeit des Schiffes zweifeln. Einige Reisen über den Atlantik waren ein finanzielles Desaster. Weiterhin war es nach der Eröffnung des Suezkanals im Jahr 1869 auch für Fahrten nach Indien nicht mehr notwendig, so viel Kohle mitzuführen; zudem war die Great Eastern zu groß, um durch den Kanal fahren zu können - das Konzept des Schiffes war nun völlig obsolet.

Revell - Great Eastern

Dennoch hatte die Great Eastern ihre Sternstunde: 1864 wurde sie für 25.000 £ verkauft und zum Kabelleger umgebaut. Die Great Eastern war das einzige Schiff, das groß genug war, das gigantische Kabel für die erste transatlantische Telegrafenverbindung aufzunehmen. Hierfür wurde einer der fünf Schornsteine und ein Teil der Kesselanlage entfernt. Das Laden des Kabels allein nahm fünf Monate in Anspruch. Die Great Eastern legte von 1865 an 4.200 Kilometer des Transatlantikkabels. Nach einigen Zwischenfällen wurde im Juli des Jahres 1866 dieses Seekabel erfolgreich als erstes seiner Art durch die Atlantic Telegraph Company in Betrieb genommen. Danach legte das Schiff weitere Seekabel vor der Küste von Frankreich und von Sues nach Bombay.

Revell - Great Eastern

Im Jahr 1867 machte die Great Eastern eine Fahrt von Liverpool nach New York. Prominenteste Passagiere waren der französische Schriftsteller Jules Verne und sein Bruder Paul. Inspiriert durch diese Reise schrieb Jules Verne seinen 1870 erschienenen Roman Eine schwimmende Stadt. 1886, von D. Lewis, dem Besitzer einer britischen Kaufhauskette, gechartert, diente das Schiff als schwimmende Ausstellung („Lewis’s Exhibition“). Der neue Besitzer verdiente mit dem Verkauf der Eintrittskarten mehr als die Vorgänger mit Passagiertransport. Danach war die Zeit der Great Eastern endgültig vorbei.

Nach mehreren Verkäufen wurde sie nach Liverpool zum Abwracken gebracht und am Ufer des Mercy bei Rock Ferry auf Grund gesetzt. Der Abbruch begann im Januar 1889 und dauerte rund 18 Monate. Viele Einrichtungsgegenstände wurden an Liebhaber verkauft, anderes Material umfunktioniert. So wurde beispielsweise aus einer Deckshütte ein Kinderspielhaus in einem Internat. Gerüchte, nach denen während der Abbrucharbeiten in der Doppelwand des Rumpfes die Skelette zweier Menschen gefunden wurden, gehören wohl in das Reich der Schauermärchen – zumindest gibt es keinerlei Belege für ihre Historizität. 1906 wurde eine Stenge des Schiffes in Anfield, dem Stadion des FC Liverpool, als Fahnenmast aufgestellt.

Quelle: Wikipedia (.de, .uk)

Revell - Great Eastern

Der Bausatz...

...hat seinen Ursprung im Jahr 1963, seitdem wurde er nur zweimal wieder aufgelegt – laut Scalemates 1980 und 2002. So ist es äußerst schwer, einen dieser Kits zu bekommen, und wenn mal einer in einem bekannten Online-Auktionshaus angeboten wird, werden Mondpreise dafür aufgerufen. So dürfte diese Wiederauflage – auch wenn sie limitiert ist - sehr willkommen sein, die Revell wie folgt beschreibt:

Great Eastern: Ein Gigant der Industriegeschichte kehrt zurück

Sie war ihrer Zeit weit voraus und gilt als eines der faszinierendsten Schiffe, die jemals gebaut wurden. Mit diesem Bausatz der Great Eastern hältst du ein echtes Stück Modellbau-Historie in den Händen. Gefertigt mit den originalen Werkzeugen aus dem Jahr 1963, repräsentiert dieses Modell die Anfänge des anspruchsvollen Plastikmodellbaus. Als streng limitierte Auflage (Limited Edition) kommt dieser Ozeanriese in der klassischen Verpackung der 60er Jahre daher – ein absolutes Highlight für Sammler, die den nostalgischen Charme und die Herausforderung historischer Bausätze suchen.

Warum dieser Vintage-Bausatz eine Klasse für sich ist
  • Historische Formen: "Tooling aus dem Jahr 1963" – erlebe die Modellbau-Technik einer vergangenen Ära. Authentisch, rau und voller Charakter.

  • Imposante Dimensionen: Mit einer Länge von 56,7 cm im Maßstab 1:388 wird die gewaltige Größe des Originals auf dem Basteltisch spürbar.

  • Hoher Sammlerwert: Die Kombination aus Limitierung, historischer Bedeutung und dem originalgetreuen Retro-Verpackungsdesign macht dieses Set zur Rarität.

  • Einzigartige Technik: Das Modell zeigt die unverwechselbare Antriebskombination der Great Eastern: riesige seitliche Schaufelräder, Schiffsschraube und sechs Masten für Segel.

  • Anspruchsvolles Projekt: Mit 222 Teilen ist dieser Bausatz ein Projekt für erfahrene Modellbauer, die Spaß daran haben, einen Klassiker mit handwerklichem Geschick zum Leben zu erwecken.

Der Bau der Great Eastern ist eine Entdeckungsreise in die Ära der Dampfmaschinen. Du rekonstruierst den genieteten Rumpf, installierst die mächtigen Schaufelradkästen und takelst die fünf Schornsteine sowie die sechs Masten auf. Dieses Modell ist nicht nur ein Schiff, es ist ein technisches Denkmal für Isambard Kingdom Brunel, den genialen Konstrukteur des 19. Jahrhunderts.

 

Das alles hört sich vielversprechend an und die Sache mit der „streng limitierten Auflage“ mag ein Argument für eine eigene Pre-Order gewesen sein. Inwieweit der Hersteller dies letztendlich durchgezogen hat, sei dahingestellt, jedenfalls ist momentan der Kit bei nicht wenigen Online-Händlern problemlos verfügbar; Angaben über die Höhe dieser „streng limitierten Auflage“ sind jedenfalls keine zu finden. Dazu darf der Anspruch, der Bausatz kommt „in der klassischen Verpackung der 60er Jahre“ daher, relativiert werden, vielmehr ist es gegenüber einem (damals) recht stabilen diesmal ein im Vergleich dazu labbriger Stülpkarton, auch die Boxart zeigt nicht das Bild der ersten Auflage von 1963, vielmehr das der zweiten von 1980.

Die Spritzäste sind in einem einzigen Folienbeutel gemeinsam verpackt, Bauanleitung, Takelgarn und der Tiefziehbogen mit den Segeln liegen lose in dem – genaugenommen ziemlich überdimensionierten – Karton. Eine in früherer Auflage beiliegende metallene Ankerkette wird durch ein Stück hellbeige Schnur ersetzt. Was grundsätzlich die Thematik betrifft: das Modell zeigt die Great Eastern in ihrer Verwendung als Kabelleger, also mit „nur“ vier Schornsteinen und den Verlegegerätschaften auf dem Deck.

Revell - Great Eastern

Der Inhalt

Die drei Spritzäste und die beiden Rumpfteile sind in weißem Kunststoff gefertigt und – als ordentliches Plus bei diesem Kit - im Wesentlichen sauber ausgeführt. Lediglich an großen Teilen sind Fischhäute zu entfernen, an feinen Teilen wie beispielsweise den äußeren Schaufelradverstrebungen ist nichts davon zu sehen. Auswerfermarken und Grat findet man immer wieder, insgesamt gibt es so einiges an Versäuberungsarbeit zu leisten. In Anbetracht der Fertigung als Spritzäste und der Verpackungsform in einer einzigen Tüte haben sich bei meinem Bausatz bereits einige Teile von den Angüssen gelöst. Hier hat die Werbung nicht zu viel versprochen: Authentisch, rau und voller Charakter.

Insgesamt betrachtet reiht sich der Bausatz nahezu nahtlos in die Linie der Segelschiff-Kits ein, die Revell in den 1960ern auf den Markt gebracht hat. Und die waren (meiner Ansicht nach) damals eine Klasse für sich mit schönen Rumpf- und Deckdetails, guter Passform und stabilen Masten und Rahen, die auch bei etwas unsanfterer Takelung gerade blieben. Vieles davon sehen wir auch bei der Great Eastern.

So entsteht aus recht gut – wenn auch etwas unscharf – strukturierten Rumpfhälften und Decksteilen, auf denen eine Beplankung graviert ist, der durchaus imposante Schiffsrumpf; hilfreich beim Bemalen ist eine gravierte Wasserlinie. Nicht ganz nachvollziehbar ist jedoch die Aufteilung des Decks in zwei Teile.  

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Aufbauten im eigentlichen Sinne gibt es nicht, Deckshütten mit Oberlichtern (die noch zu verglasen wären) sind bereits angegossen. Das einzige, was als Aufbau bezeichnet werden kann, sind die Brücken zwischen den Schaufelradkästen, die recht sauber abgeformt sind. Gleiches gilt für die Schaufelradverstrebungen innen und außen, am Mittelteil mit den Schaufeln ist jedoch wieder Fischhaut zu entfernen, ebenso an der Schiffsschraube.

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Auf dem Deck fallen hauptsächlich drei Dinge auf: eine ordentliche Anzahl an Rettungs-/Beibooten, die zusammen mit den Davits recht gut modelliert sind, weiterhin die vier Schornsteine und die Kabelverlegegerätschaften, die aber ihre Herkunft aus den 1960ern nicht verleugnen können und durchaus Potential für eine Nachdetaillierung bieten. Die Anzahl an weiteren Decksteilen ist recht übersichtlich und besteht im Wesentlichen aus jeweils drei Niedergängen und Fässern. 

Masten, Rahen und Gaffeln wirken von der Materialstärke her etwas überdimensioniert, haben aber den Vorteil, dass sie so für eine umfangreiche Takelage stabil genug sind; ebenso die Verankerung in den Decksteilen. Auch Nagelbänke sind dabei, so dass ein vollständigeres Running Rig als angegeben getakelt werden könnte.

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Die Segel sind in „gewohnter Weise“ als Tiefziehteile vorhanden, was man daraus bzw. damit machen möchte, obliegt jedem (und seinen Fähigkeiten) selber. Grundsätzlich schwierig empfinde ich die Darstellung der beiden gerefften Rahsegel, da die Rückseite einfach „hohl“ ist. Hier gilt es dann abzuwägen, ob man sie wirklich verarbeiten will. Weiterhin liegt eine Rolle schwarzes Takelgarn bei, ein braunes für das Running Rig wäre kein Schaden gewesen. Die Stärke mag für den Maßstab gerade noch so passen, da es aber ein (einfaches, billiges?) multifiles Garn ist, spießen jede Menge Faserenden aus dem Strang, daher ist eine Verwendung als Takelgarn zu überdenken.

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Was zumindest im Vergleich zu früheren Auflagen fehlt, ist der „Bogen“ mit den Wanten. Ob der der ersten Auflage beilag, weiß ich nicht, manch einer mag dieses fehlende Teil auch nicht unbedingt als Mangel empfinden ... statt dessen liegt der Bauanleitung ein Papierbogen bei, um die Wanten mit dem vorhandenen Takelgarn erstellen zu können. Mit welcher Technik dies aber geschehen soll, darüber schweigen sich alle beiliegenden Anleitungsbögen aus, hier ist dann definitiv die Erfahrung und das Geschick des jeweiligen Modellbauers gefragt. Weiterhin vermisst man den ebenfalls früheren Auflagen beiliegenden papierenen Flaggenbogen – zwar auch nicht unbedingt ein Verlust, aber durchaus ein weiterer Schaden am „nostalgischen Charme“ des Kits.

Revell - Great Eastern

Die Bauanleitung

Dagegen wird der „nostalgische Charme“ problemlos mit der Bauanleitung aufrecht erhalten. Die Zeichnungen dürften vom Inhalt her 1:1 aus der Urauflage übernommen sein, lediglich das „Rahmendesign“ entspricht der Auflage von 1980. Heißt konkret: insgesamt ist der Bau in 24 Schritten mit einfarbigen Zeichnungen recht rudimentär und unübersichtlich dargestellt, für ein Kind der 1960er nach entsprechendem Studium durchaus verständlich, wer aber „moderne“, kleinschrittige und farbige Anleitungen gewohnt ist, muss sich gewaltig umstellen.

Die Takelanleitung, die etwa die Hälfte der Anleitung in Beschlag nimmt, zeigt das Anbringen des stehenden Gutes, ein Running Rig gibt es zumindest in den Grundzügen. Um eine einigermaßen stimmige Takelage zu erstellen, bedarf es etlicher Erfahrung im Schiffsmodellbau, die Boxart dürfte eine ergänzende Hilfe sein. Eine Bemalanleitung im eigentlichen Sinne ist nicht vorhanden, vielmehr sind in den Baustufen Farbangaben (mit Revell-Nummern) zu den einzelnen Teilen zu finden, was der Übersichtlichkeit nicht sehr dienlich ist; genausowenig, wie die Zeichnungen in ein A4-Hochformat zu pferchen. 

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Great Eastern

 

Darstellbare Maschinen:
  • Great Eastern als Kabelleger, 1865
Stärken:
  • seltener, historischer Bausatz in Wiederauflage
  • einzigartiges Vorbild
  • stimmige Wiedergabe für die Verwendung als Kabelleger
  • dem Alter entsprechend gute Detaillierung von Rumpf- und Decksteilen
  • stabile Ausführung von Masten und Rahen
Schwächen:
  • der Anspruch mit der streng limitierten Auflage und der Ausstattung als Kit aus den 1960ern darf angezweifelt werden
  • fehlende Wanten, Ankerkette und Flaggentafel
  • beiliegendes Material ungeeignet als Takelgarn
Anwendung:

Schwer, auf jeden Fall etwas für den erfahrenen Schiffsmodellbauer. Die Bauanleitung tut ihr Übriges dazu.

Fazit

Modellbau-Technik einer vergangenen Ära, rau und voller Charakter – hier hat die Werbung keinesfalls zu viel versprochen. Was die Authenzität betrifft, weiß man genaugenommen weder als Modellbauer noch als Sammler, was man davon halten soll: einerseits freut man sich ohne Vorbehalt über die Wiederauflage dieses einzigartigen historischen Bausatzes, der ein einzigartiges Schiff zeigt, andererseits kann man in Anbetracht der vollmundigen Werbeversprechen, die der Hersteller zu diesem Kit macht, auf Grund etlicher (bereits dargelegter) Fakten enttäuscht darüber sein.

In wie weit die (fehlende/mangelhafte) Ausstattung (Wanten, Ankerkette, Takelgarn, Flaggentafel) der Erstauflage entspricht, ist hier nicht nachvollziehbar, aber man hat irgendwie den Eindruck, dass die Preisgestaltung Einfluss darauf genommen hat. Eigentlich dürfte man schon kalkulieren, dass diejenigen, die diesen Bausatz unbedingt haben wollen, auch gerne etliche Euros mehr für eine der Werbung nach erwartbare(?) Ausstattung auf den Tisch legen würden ... so driftet das, was der Hersteller bewirbt, mit dem, was der Kunde bekommt, doch um einiges auseinander – genaugenommen hätte es genügt, den Kit als "normale" Wiederauflage anzukündigen. In wie weit der Sammler (in Anbetracht des angepriesenen zu erwartenden Wertes) diesen Bausatz akzeptieren wird, sei dahingestellt, auf jeden Fall ist er aber definitiv nichts für den Modellbau-Anfänger.

Diese Besprechung stammt von Roland Kunze - 02. Oktober 2026

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