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British Promise

von Mike McCabe (1:700 HP-Models)

British Promise

Aus dem Englischen von Christian Bruer

Tanker haben mich schon immer interessiert, und irgend wann wollte ich auch einmal einen bauen. Irgendwann habe ich mir dann den HP-Models „British Armed Tanker 1940“ Bausatz bestellt. Der HP Bausatz hat kein bestimmtes Vorbild, da ich aber einen bestimmten Tanker darstellen wollte, habe ich mich gleich an die Recherche gemacht, nachdem der Bausatz eingetroffen war. Da ich nicht viel über Handelsschiffe aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges wusste, gestaltete sich die Suche etwas schwierig. Das größte Problem bei der Suche nach Fotomaterial sind eigentlich die Maße der gebauten Schiffe. Viele der Schiffe wurden gar nicht fotografiert und wenn, dann nur im ganzen von so weit weg, dass keinerlei Details zu erkennen sind. So ist es recht schwierig sich auf ein bestimmtes Schiff zu einer bestimmten Zeit festzulegen, wenn man Handelsschiffe dieser Zeit baut. Obwohl ich eine Reihe von Büchern und viele Internetseiten durchsucht habe, konnte ich keine Bilder eines bestimmten Schiffes finden. Da das Modell eine geringe Rumpflänge aufweist, kamen eigentlich nur zwei bei Cammel Lairds gebaute Tanker, die British Promise und British Tradition in Frage. Diese beiden Schiffe passten am besten zum Aussehen des Modells, obwohl sie im Original zwei Masten aufwiesen, keine Bewaffnung führten und einen erweiterten achteren Aufbau aufwiesen. Aber das sollte kein Hindernis für mich sein!

British Promise

Der Bausatz weist einen saubern Guss auf, ihm mangelt es allerdings ein wenig an Details. Tanker sind recht kompliziert mit vielen Rohrleitungen, Verschlüssen und Gangways an Deck. Die Gangways z.B. sind zwar im Bausatz enthalten, aber aus Resin gegossen. Diese Teile lassen sich besser mittels Fotoätzteilen darstellen. Etwas aufwendiger war aber die Erweiterung des achteren Aufbaus. Zur Vergrößerung der Decks habe ich zuerst Plastikplatten verwendet, diese waren mir aber nicht stabil genug, weshalb ich schließlich dünnes Messingblech verwendet habe. Als Zuschnitt für das Blech dienten mir die Resinteile sowie die bereits zugeschnittenen Plastikplatten. Die Verarbeitung des Messingblechs und die anschließende Erweiterung der Decks ging recht schnell von der Hand. Nachdem ich die Aufbauten erweitert hatte, konnte ich mit der Detaillierung starten. Etliche Deckstützen wurden benötigt, diese schnitt ich mir aus Messingrundmaterial, Plastikrundmaterial und gezogenen Gussästen zu. Für die weitere Detaillierung fanden folgende Teile Verwendung; Messingrundmaterial für die Rohrleitungen, Gangways von White Ensign Models, Winden von Battlefleet Models, Reling von GMM, Rettungsboote, Davids, Rettungsringe, Luken, Türen etc. von Ätzteilbogen verschiedener Hersteller. Die recht markanten Ventile an Deck entstanden aus Kupferdraht von Little Cars. Richtig Spaß beim Bau des Modells hat die Recherche und anschließende Ausgestaltung der Decksausrüstung gemacht. Vieles was ich dort verändert und ergänzt habe, habe ich im Williamson Museum in Birkenhead an Großmodellen von Handelsschiffen abgeschaut. Gerade die dort ausgestellten Tankermodelle halfen mir zu verstehen, wie es an Deck eines Tankers aussieht und wie so ein Schiff funktioniert.

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British Promise

Der Anstrich ist ebenfalls ein wenig spekulativ für dieses spezielle Schiff, deckt sich aber mit dem, welches Tanker einer britischen Reederei in den 1940er Jahren führten. Ich bin nicht sicher, ob der Anstrich so in Kriegszeiten geführt wurde, da die Bilder die ich fand, zeitlich nicht genau eingeordnet werden können. So kann das Modell entweder den Tanker zur Zeit des Krieges oder kurz danach darstellen. Trotz allem gefällt mir die Lackierung sehr gut! Alles in allem ein Modell, an dessen Bau ich viel Freude hatte. Ich persönlich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden, und das wird sicher nicht der letzte Tanker sein, den ich gebaut habe. Schiffsmodelle müssen nicht unbedingt Geschütze führen, um interessant zu sein. Die British Promise war Teil eines Konvoi Dioramas, welches ich mit Freunden 2007 bei den IPMS UK Nationals in Telford ausgestellt habe.

Mike McCabe

Publiziert am 11. November 2009

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