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Airbus A350XWB-900

Airbus House Colors

von Jürgen Baumgart (1:144 Revell)

Airbus A350XWB-900

Da ich verschiedentlich schon beruflich mit dem A350XWB (=extra wide body) zu tun hatte, wollte ich von diesem Airliner der neuesten Generation, welcher zu mehr als der Hälfte aus Kohlefaser-Verbund-Werkstoffen hergestellt wird, auch mal ein Modell bauen.

Das Flugzeug soll u.a. auch durch die Verwendung der bisher größten und effizientesten Triebwerke - den Rolls-Royce-Trent XWB - nochmal einen Sprung in der Wirtschaftlichkeit ermöglichen, ist innen sehr komfortabel (u.a. tageszeitangepasste LED-Beleuchtung) und erfreut sich daher guter Nachfrage.

Vorbild des Modells war die -900, die auch die erste Serie darstellt, verschiedene Stretch- bzw. Reichweitenversionen sollen folgen.

Gebaut habe ich die Werksmaschine der A350-900, die F-FXWB, in den Airbus House Colors.

Airbus A350XWB-900

Es ist schon ein guter Bausatz von Revell, gute Passgenauigkeit, super Decals. Wobei ich später froh war mir gleich einen zweiten gekauft zu haben. Irgendwie ging das Einpassen der ersten Klarsicht-Cockpithaube schief, da musste ich die Ersatzhaube einbauen.

Auch bei den Abziehbildern klappte nicht ganz alles so wie erwartet: Die Spirale auf den Triebwerksspinnern, da brauchte ich für jede Seite unendlich Weichmacher, jeweils 'ne knappe Stunde und ein Mal Ersatz vom zweiten Bogen. Auf dem ersten sind schon zwei Ersatzdecals, aber die wurden dabei auch schon aufgearbeitet.

Auch das große A350-Logo am Bauch rollte sich irgendwann beim ersten Versuch sehr ungünstig ein und war dann verloren. Vor allem, weil dieses an hervorstehende Teile angepasst werden musste, war es sehr fummelig anzubringen und daher auch sehr weichmacherliebend. Gottseidank klappte es dann beim zweiten Anlauf.

Airbus A350XWB-900

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Airbus A350XWB-900

 

Aus dem Bausatz meiner Super Connie hatte ich noch den Piloten übrig, dieser wurde umgestaltet, orange bemalt und somit als Testpilot ins Cockpit verpflanzt.

Die Winglets konnten wahlweise komplett „bedecalt" werden oder aber lackieren und dann nur das weiße „A350-XWB"- Logo aufbringen. Ich entschied mich für ersteres wegen dem nicht ganz einfachen Farbverlauf, was aber wegen der stark verwundenen Flächen auch nicht einfach war und wiederum den Weichmacherverbrauch stark ansteigen ließ bzw. wiederum Reparaturflicken vom Ersatz-Decalbogen benötigte. Alles in allem hatte ich am Ende der Arbeiten vom zweiten Decalbogen fast nochmal die Hälfte für Ersatz bzw. Reparatur aufgebraucht.

Auch nicht ganz zufrieden war ich mit der Passgenauigkeit der vorderen Triebwerksringe zum Triebwerkskörper. Hier ergab sich doch ein recht beachtlicher Spalt, den ich beim Trockenpassen so nicht wahrnahm. Würde ich die Triebwerke nochmal bauen, würde ich die Ringe gleich anbauen und verspachteln. Versuchte ich dann etwas abzumildern, indem ich viel weißen Lack in den Spalt reinlaufen ließ.

Airbus A350XWB-900

Momentan steht der A350 auf dem Bausatz-Ständer. Diesen habe ich allerdings modifiziert: Vorne ein „V" aus gebogenem Gussast als Abstrebung, damit der Flieger seitlich nicht so schwingt.

Das hintere Loch im Rumpf für den Aufnahmezapfen habe ich vergrößert und mit einem M3-Gewinde versehen. Dann bei einer M3-Schraube den Schraubenkopf abgesägt und diese in den Rumpf reingedreht. Am Ständer wurde als Gegenlager eine Polystyrol-Buchse angepasst und angeklebt.

Airbus A350XWB-900

Vorne wurde der Originalzapfen belassen. Zwei kleine seitliche Winkel zur Abstützung wurden auch angebracht. Der fertige Ständer wurde dann zuerst mit Kunststoff-Haftvermittler und dann schwarz seidenmatt (Sprühdosen Baumarkt) lackiert.

Hinten wird dann das Flugzeug auf dem Ständer mit einer Mutter gesichert. Es kann dadurch auch nicht nach vorne kippen (da Gewicht im Bug, denn es ist beabsichtigt, den A350 später noch auf's Fahrwerk zu stellen, deshalb habe ich auch die Fahrwerksklappen nur an ein paar wenigen Punkten angeklebt).

Airbus A350XWB-900

Lackiert wurde mit Revell-Farben und der Spritzpistole. Am Schluss noch ein Überzug mit Klarlack vom Baumarkt. Viel Zeit investierte ich auch in das Nachziehen der Klappen- und Spoilerspalte bzw. -mechanik mit dem 01er-Stift. Speziell an der Unterseite macht das aber schon was her.

Die Klappenspalte in Flugrichtung habe ich mit einem sehr dünnen Laubsägeblatt eingesägt. Am Seitenleitwerk wurde das weiße Turbulatorband mit einem dünnen zurechtgeschnittenen Klebeband dargestellt.

Airbus A350XWB-900

Auch einige (rote) Messapparaturen waren an der Testmaschine angebracht, diese habe ich vereinzelt dargestellt bzw. nachgebaut, zu erwähnen ist hier speziell die rote Sonde auf dem linken Höhenleitwerk.

Die Antennen und Kleinteile vom Bausatz waren soweit o.k, vergessen hat Revell allerdings die Beule hinten unten am Rumpf (Bodenannäherungsradar zur Tailstrikevermeidung?). Wurde aus einem 72er-Seitenruder einer B24 heraus gesägt und zurecht geschliffen.

Auf den Abziehbildern für die Türen hätte man unten auch noch das Evacuation Light als Punkt darstellen können. Habe ich mit dem 0,1er Stift erledigt.

Auch die Scheibenwischer habe ich nachgebaut, da nichts Derartiges im Bausatz war.

Die vier Anstellwinkelfahnen an der Rumpfnase sind übrigens im Bauplan falsch herum dargestellt, so als wären es Pitotrohre.

Airbus A350XWB-900

Habe mir auch den A350 1:400 von Dragon zugelegt und noch ein bisschen „gepimpt". Interessant auch der Größenvergleich mit meinen DC8ern: Rumpfdurchmesser von diesen = ungefähr Triebwerksdurchmesser A350. Wenn man sich diese Größenverhältnisse anschaut fragt man sich, wie in der DC8 in der Maximalbestuhlung 260 Paxe reingingen. Zum Vergleich: Standard ca. 300 Paxe im riesigen Rumpf des A 350.

So, das war‘s jetzt für diesen Winter...

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Jürgen Baumgart

Publiziert am 09. Mai 2015

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