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Airbus A340-311

D-AIGD "Remscheid", Lufthansa

von Patrick Kirchesch (1:144 Revell)

Airbus A340-311

Kleine Vorgeschichte:

Es ist eine Zeit her, da stöberte ich die Regale in einem Spielwarenladen durch und entdeckte einen alten Bekannten aus früheren Zeiten. Den Airbus A340 von Revell.

Leider nicht mehr aktuell ist er eigentlich schon antiquarisch. Ich konnte da nicht widerstehen und traf für knappe 20 Euro die richtige Entscheidung. Denn schaut man sich an, was diverse Leute bei Ebay verlangen, kriegt man graue Haare.

Airbus A340-311

Infos zum Original:

Der Airbus A340 ist ein Großraumflugzeug, das mit vier CFM-56 Triebwerken ausgestattet ist. 1994 in Dienst gestellt, besitzt Lufthansa derzeit die größte Flotte dieses Typs.

Die "Remscheid" mit der Seriennummer 28; Luftfahrzeug-Kennzeichen D-AIGD, wurde am 28. Januar 1994 an Lufthansa ausgeliefert. Sie flog dann 20 Jahre im Einsatz der Fluggesellschaft mit dem Kranich. Anfang 2014 wurde die Maschine außer Dienst gestellt und sechs Monate später "leider" verschrottet.

Airbus A340-311

Zum Modell:

Es war schnell klar, das Modell soll auch unter dem Zeichen des Kranichs "fliegen". Da ich keine Abziehbilder hatte und die Suche im Internet vergebens war, kam ich an Marke Eigenbau nicht vorbei. Aber eins steht fest: Der "Lufthansa New Livery" kehre ich den Rücken. Deshalb noch schön mit dem alten Logo.

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Also begann ich zu googleln wie ein A340 in der Lufthansa-Ausführung so aussehen tut. Der Messschieber griffbereit, Zettel und "Schreibmaschine" parat, verglich ich das Original und zählte z:B. die Fenster den Rumpf entlang. Bis dass der Schriftzug "Lufthansa" auch beim Modell später richtig sitzt. Und so auch der Rest.

Ausgesehen hat der Bogen etwa so:

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Ausgedruckt und mit Inkjet-Protector versiegelt kam ich ans Nachdenken: Wie mache ich das mit dem Gelb auf Blau? Dass ich den Kranich nicht ganz ausdrucken wollte hat einen Grund: Versatz. Wegen des dunkelblauen Leitwerks musste ich mir was einfallen lassen. Einmal Blau auf weißem Hintergrund, der gelbe Kranich halt auf Transparent. Bekanntlich ist gelbe Farbe eine Katastrophe, wenn sie decken soll...

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Die tolle Cockpitnachbildung ist auf jeden Fall ein Muss, es einzubauen. Die Cockpit-Scheiben sind gut durchsichtig und man kann dennoch erkennen, was sich dahinter verbirgt.

Noch das Bugfahrwerk sauber verklebt ging es schon um den Ballast. Eine M-16 Mutter reichte aus. Der Rumpf mit Aceton verklebt ging der erst mal gut 24 Stunden schlafen. Und ich nach vier Bastelstunden auch ;)

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Passprobleme hatte ich während dem Bau keine. Die Tragflächenhälften waren in einer Stunde verheiratet. Nur etwas Spachtel musste her, war aber mein Fehler. Der Rumpf hatte nachher eine unschöne Treppe. War aber nach drei weiteren Stunden pillo.

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Die Passung an der Tragflächenwurzel musste lediglich justiert werden. Wie beim großen Vorbild saß ich da und verdrehte den Winkel der Tragfläche. Alles sauber verschliffen kam das Anspruchsvollste: Das Besprühen. Allein das Maskieren und Abkleben dauerte für jeden Vorgang insgesamt vier Stunden. Zuerst ganz grundiert. Dann kam oberhalb alles weiß. Dann ab mit der Kleberei und weil es so schön war, nochmal für die Unterseite. Alles was nicht weiß sein soll: grau. Und schlussendlich das Dunkelblau fürs Leitwerk.

Die Triebwerke waren auch ok, da gingen nochmals drei Tage à acht Stunden drauf. Und die haben richtig Spaß gemacht :)

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Das Fahrwerk hatte Schattenseiten. Da kam auch schlechte Laune und eine Flucherei dabei raus. So abscheulich filigran und bricht schon beim geringsten Schielen ab. Das ist mir während der Montage dreimal passiert. Man, was war ich sauer! Am Ende musste auch noch das ganze Fahrwerk justiert werden. Für den Rest des Tages habe ich alles sein gelassen, da nach der Aktion die Nerven blank lagen.

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Das Anbringen der Decals ging besser als beim letzten Mal. Ich hatte nämlich mehrere Lagen Versiegelung gesprüht, dass auch ja nix verläuft oder auch unschöne Schlieren entstehen. So, jetzt kamen noch die Antennen, Pitots und Treibstoffablasser hinzu. Eine Schicht Klarlack und fertig.

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Ich habe nicht ganz genau ausgerechnet, wie lange ich da dran gesessen habe, aber 40 Stunden könnten es schon sein. Noch nie in meiner Zeit des Hobbys habe ich für ein Modell so viele Stunden investiert. Da sieht man auch, dass das Ergebnis Lichtjahre entfernt ist, als von dem was ich vor sieben Jahren leistete. Aber es hat mir auch noch nie soooooo viel Spaß gemacht!

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Wieso habe ich eigentlich die "Remscheid" gebaut? - habe ich mich gefragt. Die "Remscheid" deshalb, weil es das erste brauchbare Bild des Fliegers in der Google-Suche war. Als ich D-AIGD in der Suche eingab, war mir bewusst, dass die "Seele" des einstigen Langstrecken-Jets nun damit zurückkam.

Airbus A340-311

Patrick Kirchesch

Publiziert am 24. Juli 2018

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