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Focke-Wulf A.16a

von Alexander Schuch (1:72 Planet Models)

Focke-Wulf A.16a

Vorbild

1924 begann die Firma Focke- Wulf mit der Produktion eines kleinen Transportflugzeuges für den Iinnerdeutschen Flugverkehr. Es war zugleich das erste Fluggerät der kurz zuvor gegründeten Focke-Wulf Flugzeugbau AG in Bremen.

Die A-16a war ein Schulterdecker in Holzbauweise und wurde in vier Versionen gebaut. Diese unterschieden sich durch die Motorisierung. Es wurden sowohl Siemens Sternmotoren des Typs Sh 5, Sh 11 und SH 14 sowie Reihenmotoren von Mercedes Benz (M1) und Junkers L-1 Maschinen verwendet. Am 23.6.1924 erfolgte der Erstflug durch Heinrich Focke. 25 Stück wurden gebaut und bei diversen deutschen Fluggesellschaften eingesetzt.

Ausgelegt für drei Passagiere auf den längeren Strecken, konnten bei Kurz- und Rundflügen auch vier Gäste mitgenommen werden, was durch den Einbau eines kleineren Benzintanks ermöglicht wurde. Der Pilot saß, wie damals üblich, in einem oben offenen Cockpit.

Focke-Wulf A.16a

Einige Daten der A.16:

  • Länge: 8,50 m
  • Spannw.: 13,90 m
  • Höhe: 2,30 m
  • Gewicht (max.): 970 kg
  • Höchstgeschw.: 135 km/h
  • Gipfelhöhe: 2500 m
  • Reichweite: 550 km.

Dargestellt ist die Maschine mit dem Eigennamen „Norderney" der Lufthansa.

Focke-Wulf A.16a

Das Modell:

Ein 1:72er Vollresinbausatz von Planet Models. Die 26 Teile sind gut gegossen, es ist nur wenig Säuberung, vor allem an den Flügeln, nötig. Die Passgenauigkeit ist gut und der Zusammenbau macht fast keine Probleme. Lediglich die Flügelansätze am Rumpf sollten gedübelt werden, da der Ansatz plan ist und es leicht vorkommt, dass die Flügel wieder abbrechen, was mir sogar mehrmals passierte, bevor ich aus dem Malheur schlau wurde. Da sag noch mal einer, man lernt nix beim Modellbau ;-). Etwas fummelig ist das Einpassen der Fensterfolie in die Öffnungen im Rumpf, da man hierfür keine Schablone hat und die Sache eben selbst ausmessen muss. Auch sollte man die ziemlich eingegilbte Folie durch eine klarere ersetzen. Die halbrunde Cockpitscheibe liegt nicht als Bauteil bei. Sie ist ein Stück aus der Krabbelkiste, von einem Klarsichtrahmen aus einem alten Autobausatz. Die sichtbaren Steuerdrähte an den Rudern sind gezogene Gussäste. Die Decals sind mit Vorsicht zu behandeln, da sehr dünn. Bemalt wurde mit Grunze-Sanjo Hellgrau und Schwarz.

Focke-Wulf A.16a

Der Untergrund

Das Modell steht auf einem runden Schneidebrett aus einem 1€ Shop. Das Brett wurde zuerst gebeizt und nach dem Trocknen mit Revell Aqua-Color Glanzlack weiterbearbeitet. Anschließend kam noch ein rundes Rasenstück aus dem Eisenbahnbereich darauf.

Die Figuren stammen aus dem Preiser Figurensatz „Piloten, Bodenpersonal und Fluggäste, 1925". Durch div. extra beiliegende Köpfe oder Arme kann man damit recht lebendige Szenen darstellen. Ich habe die „Unterkörper" eines Piloten und eines Mechanikers getauscht, damit ersterer sich stehend unterhalten kann. Diese Teile lagen nicht als Extras bei, ich sägte beide Figuren durch und baute sie um. Der „Matrose" steht nicht versehendlich da rum, das Servicepersonal sah damals tatsächlich so aus. Zum Schluss noch ein kleiner Schemel für die einsteigende Dame hergerichtet und fertig war das Ganze.

Alexander Schuch

Publiziert am 10. Oktober 2009

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