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Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

von Hauke Ahrendt (1:35 Elite Models)

Dargestellt wird ein Fahrzeug der 4./Rak.-Art. Btl 112 der 11. PzGren.-Div.
Dargestellt wird ein Fahrzeug der 4./Rak.-Art. Btl 112 der 11. PzGren.-Div.

Zum Orginal

Das leichte Artillerieraktensystem 110 mm SF blickte zum Zeitpunkt seiner Einführung im Jahr 1969 auf eine längere Entwicklung zurück, bei der ab 1961 neben diversen Werfern unterschiedlicher Hersteller auch verschiedene Fahrgestelle geprüft wurden, hier waren vor allem die Prototypenfahrgestelle der Spz-Entwicklung für den HS30-Nachfolger (später Marder) genutzt worden. Sehr früh wurde ab 1964 auch parallel immer das Fahrgestell des Magirus Jupiter 6x6 sowohl in ungepanzerter Form als auch mit gepanzerter Kabine eingesetzt. Die Vorserienmodelle mit gepanzerter Kabine hatten dabei noch eine MG-Lafette wie beim Spz kurz Beobachtungspanzer.

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

Das nach den umfangreichen Versuchen gewählte 110mm Raketensystem der Firma Wegmenn war eine rein deutsche Entwicklung, wobei zugleich auch anzumerken ist, dass die Raketenartillerie im deutschen Heer bereits eine lange Tradition hatte, die bereits ungefähr Mitte der 30er Jahre mit den ersten Nebelwerfern begann.

Das mobile Raketensystem sollte zunächst eigentlich bei den Einheiten der Panzerartillerie der Brigaden bei der Bundeswehr eingesetzt werden, jedoch wurden die Fahrzeuge stattdessen den Artilleriebatallionen der Divisionen zugeführt.

Die Beschaffung von insgesamt 209 Fahrzeugen erfolgte von 1968 - 71. Das System wurde von drei Soldaten bedient und hatte eine Rechweite von ca. 14 km. Je nach Munitionstyp konnte Sperrfeuer, Minensperren oder Nebelsichtschutz erreicht werden.

In den frühen 80ern wurde das System modifiziert und das Fahrgetell gegen den 7t MAN KAT1 getauscht und nun zur Unterscheidung LARS 2 bezeichnet. Dabei erfolgten auch einige Modifikationen der Waffenanlage. Die Wirksamkeit des Waffensystems konnte zusätzlich durch die Ergänzung des FERAS-Radars weiter erhöht werden.  

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

Das Modell

Das Modell ist von Elite. Das Modell baut sich ganz gut, die Qualität ist deutlich besser als die der Modelle, die ich in den vergangenen Jahren hatte, reicht aber noch lange nicht an die Mitbewerber bei den Resinmodellen heran, die ebenfalls Bundeswehrmodelle im Programm haben. Sei es drum. Wie immer kann auch hier nicht genau aus der Schachtel gebaut werden. Grundsätzlich hat man aber eine solide Basis.

Bilder aus der Bauphase

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1
Die Drehringlafette muss verfeinert werden.Die Staukiste der Abstützungsfüße auf dem Kotflügel muss geändert werden (hier nur teiweise korrigiert), und darunter aus Draht einen Tritt ergänzen.Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Änderungen bei den Kanisterhaltern rechts sind erforderlich.Die Scheinwerfer und die Tarnlampen auf den Kotflügeln sind aus der Grabbelkiste.Gitterroste werten die Optik deutlich auf.Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1
Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1Vorne muss die Drehringlafette einen Übergang zur Kabinenfontwand erhalten.

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

 

Was ist zu ändern?

Die freistehenden Rohre des Werfers sind durch Grat und Formversatz unbrauchbar, also habe ich Messingrohre genommen. Dabei ist mir allerdings das Ganze aus dem Lot geraten und die Rohre treten nicht in Reih und Glied aus dem vorderen Blech. Sollte ich je einen LARS 2 bauen, muss ich da wohl etwas sorgfältiger sein.

Die Anordnung von Tank und Kanisterhaltern stimmt nicht, ggf. sind auch die hinteren Schutzbleche zu lang. Dabei muss man auch den Tankstutzen versetzen, sonst passt es nie. Die Kanisterhalter habe ich dann neu gebaut und den Halter des Wasserkanisters mit einer Auftrittstufe versehen.

Die Aufnahmen der Abstützungsteller vorne auf den Schutzblechen sind total falsch, als ich das gemerkt habe passte auf der rechten Seite die Änderung nicht mehr vor die Halterung des Wasserkanisters.

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

Der Schutzbügel des Richtmittels ist falsch, kann aber leicht angepasst werden.

Unter dem Kühlergrill über der Stoßstange fehlt eine Öffnung und dort, wo diese ist, war eine zentrale Nummernschildplatte graviert. Die ist falsch und muss weg, denn so war es nur bei wenigen Prototypen, die Fahrzeuge sonst haben auf beiden Seiten der Stoßstange ihre Schilder. Überhaupt blöd: Wer hat in der Grabbelkiste schon drei einreihige gleiche Nummernschilder? Ich musste mir also eins der drei selber zusammenstellen.

Die MG-Lafette sollte nach Vorbildfotos verfeinert werden.

Es  fehlt eine Antenne auf dem Dach. Die Bohrung ist aber vorhanden :-( 

Tarnlichter und Scheinwerfer entsprechen nicht dem Vorbild. 

Und wer es gut meint, ersetzt die strukturierten Gitterplatten durch Ätzteile, das lohnt immer. 

Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

Farbe:

Gelboliv (was anderes geht nicht), das habe ich wie immer mir Revell 42 unter Zusatz von Grau 77 und Sand 89 erzeugt 

Decals: 

Grabbelkiste. Dies bedarf (leider) eigentlich keiner Erwähnung, es ist ja ein Elitebausatz! 

Weitere Bilder

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Leichtes Artillerieraketensystem 110 mm SF LARS 1

 

Hauke Ahrendt

Publiziert am 24. August 2017

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