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HMMWV M997 Maxi Ambulance

Sherpherd or terrorist?

von Theo Peter (1:72 Revell)

Ein Hummer HMMWV M997 Maxi Ambulance trifft auf eine Schafherde, die den Weg des Krankentransporters versperrt...
Ein Hummer HMMWV M997 Maxi Ambulance trifft auf eine Schafherde, die den Weg des Krankentransporters versperrt...

Zum Vorbild

Der Hummer der amerikanischen Streitkräfte, auch als HMMWV bekannt, was ausgeschrieben nicht mehr als "High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle" heißt, wird umgangssprachlich auch als "Humvee" bezeichnet. Der Hummer stellt ein geländefähiges, allradgetriebenes Mehrzweckfahrzeug der amerikanischen Streitkräfte dar, welches den als "Willy-Jeep" bekannten Offroader ersetzte. Die Nutzlast beträgt ca. 1,25 Tonnen. Das Fahrzeug ist konzipiert für einen Fahrer und bis zu neun Mitfahrer oder alternativ auch Ladung. Hergestellt wird der Humvee seit 1985 von der amerikanischen Firma AM General. Mittlerweile besitzen die US Marines ca. 20.000 und die US Army sogar über 120.000 Stück.

Der M997 ist die größte von vier verschiedenen HMMWV Krankenwagenversionen - und bietet Platz für vier verletzte Soldaten
Der M997 ist die größte von vier verschiedenen HMMWV Krankenwagenversionen - und bietet Platz für vier verletzte Soldaten

Allerdings ist das Fahrzeug nicht nur beliebt. So ist der Hummer sehr anfällig gegen Minen und Sprengfallen. Aus diesem Grund und da im Jahre 2010 alle bestellten Humvees ausgeliefert waren, setzt das Militär immer mehr auf den minenresistenten MRAP. Mit einer Breite von über zwei Metern und einer Länge von über vier Metern, einer sehr großen Bodenfreiheit, und relativ niedriger Bauform ist der fast 2,5 Tonnen schwere Humvee ein echtes Monster und sorgt schon durch seine Ausmaße für Aufsehen.

Um nicht als Kriegsgerät beschossen zu werden, sind zahlreiche rote Kreuze auf weißem Untergrund auf dem Aufbau angebracht
Um nicht als Kriegsgerät beschossen zu werden, sind zahlreiche rote Kreuze auf weißem Untergrund auf dem Aufbau angebracht

Die Karosserie besteht komplett aus Aluminium, um Gewicht zu sparen. Angetrieben wird der Hummer von einem 110 kW starken General Motors 6,2 Liter Turbodiesel Motor mit 150 PS. Die Höchstgeschwindigkeit im Gelände beträgt ca. 40 km/h, auf der Straße sogar 113 km/h. Im Laufe der Zeit wurde der Hummer bereits in Sand-Wüsten, Geröll-Wüsten, der Arktis, auf Bergen, in Sümpfen, in Steppen und natürlich auch urbaner Umgebung getestet und eingesetzt.

Die Türen sind im Standard-US-Tarnschema bemalt und müssen erst noch in Wüstentarnfarbe umlackiert werden
Die Türen sind im Standard-US-Tarnschema bemalt und müssen erst noch in Wüstentarnfarbe umlackiert werden

Der HMMWV wurde im Bezug auf Bewaffnung, Panzerung und Ladekapazität immer weiter verbessert und wird heute in sämtlichen Spezialvarianten (Waffenplattform, Truppentransporter, Flugabwehrgeschützträger, Krankenwagen, Transportfahrzeug, uvm.) gebaut. Der hier gezeigte M997 Maxi Ambulance ist neben dem M996 Mini Ambulance, der M1035 Ambulance mit Soft Top und der M1036 Mini Ambulance eine der vier Krankenwagenversionen des HMMWVs. Der M997 bietet in seinem Aufbau Platz für vier verletzte Soldaten.

Blick auf das meiner Meinung nach sehr gut gestaltete Bausatz-Cover des 1:72 Doppelbausatzes von Revell
Blick auf das meiner Meinung nach sehr gut gestaltete Bausatz-Cover des 1:72 Doppelbausatzes von Revell

Zum Bau des Modelles

Gebaut wurde das Fahrzeug größtenteils aus der Kiste. Die Qualität des Bausatzes war revelltypisch von sehr guter Qualität. Der Innenraum wurde einer kleinen Aufwertung unterzogen. So erhielt das Fahrzeug im Innenraum eine scratch gebaute Funkanlage, zwei moderne US-Helme, eine Landkarte, einen Laptop und einen Erste-Hilfe-Koffer. Die Scheiben wurden mit der mitgelieferten transparenten Plastikfolie verglast.

Blick auf den scratch aufgewerteten Innenraum des HMMWV M997. Gut zu erkennen, der Laptop, das Funkgerät, die Landkarte, die US-Helme, das Gewehr uvm.
Blick auf den scratch aufgewerteten Innenraum des HMMWV M997. Gut zu erkennen, der Laptop, das Funkgerät, die Landkarte, die US-Helme, das Gewehr uvm.

Die Reifen wurden mit dem Bügeleisen ganz vorsichtig abgeflacht, um den Druck des Fahrzeugs darzustellen. Der Kuhfänger wurde zusätzlich detailliert, indem ein dünnes Gitter eingearbeitet wurde. Ebenso erhielt das Fahrzeug einen verlängerten Luftfilterschnorchel. Noch realistischer wurde das Fahrzeug durch Anbringung von Spritzlappen an der Hinterachse und Anbringung von Türinnenverkleidungen aus dünnem Gittergeflecht.

Auch das Exterieur wurde einigen Scratchumbauten unterzogen - so z.B. die Spritzlappen, der Kuhfänger, der Luftfilterschnorchel usw.
Auch das Exterieur wurde einigen Scratchumbauten unterzogen - so z.B. die Spritzlappen, der Kuhfänger, der Luftfilterschnorchel usw.

Bemalt wurde das Fahrzeug mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die Decals stammen aus dem Bausatz selbst und der Restekiste. Zahlreiches US-Gerödel (1:72 CMK Modern U.S.-Militär-Zurüstteile) lässt das Fahrzeug noch realistischer wirken. Die Spiegelgläser der Rückspiegel wurden mit Alufolie imitiert. Zum Abschluss wurde das Fahrzeug mit Tamiya-Pigmenten eingestaubt und mit mattem Klarlack versiegelt. Die Antenne besteht aus in Weißleim getauchtem Nähgarn.

Blick auf den fertig gebauten HMMWV M997 Maxi Ambulance in 1:72 mit geöffneten Türen
Blick auf den fertig gebauten HMMWV M997 Maxi Ambulance in 1:72 mit geöffneten Türen

Das Diorama...

...zeigt ein Team US-Soldaten, die mit Ihrem HMMWV M997 Krankenwagen auf ein Hindernis stoßen. Doch wie reagieren? Handelt es sich wirklich nur um einen Schäfer samt Schafsherde? Oder handelt es sich vielmehr um einen von langer Hand geplanten Hinterhalt? Um die Lage einzuschätzen, haben sich die GIs entschlossen, freundlich aber bestimmt auf den Schäfer zuzugehen.

Die Besatzung des HMMWV, der ohne Konvoi unterwegs ist, trifft auf eine Schafherde...
Die Besatzung des HMMWV, der ohne Konvoi unterwegs ist, trifft auf eine Schafherde...

Die Grundplatte des Dioramas ist eine ca. 30 x 12 cm große Kartonplatte. Das Gebäude (Arab house complete resin kit 1:72) stammt von Reality-in-scale aus der DIO72-Serie und ist von hervorragender Qualität. Bemalt wurde das aus Resin bestehende Haus mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die hintere Wand entstand aus mit dem Messer bearbeitetem Polystyrol und wurde ebenfalls mit matten Revellfarben bemalt. Die Rückseite wurde mit schwarzer Farbe abgedunkelt, um unschönes Durchscheinen zu verhindern.

...doch was tun? Handelt es sich nur um einen Schäfer oder um einen langfristig geplanten Hinterhalt? Der Beifahrer gibt seinem Kameraden Deckung
...doch was tun? Handelt es sich nur um einen Schäfer oder um einen langfristig geplanten Hinterhalt? Der Beifahrer gibt seinem Kameraden Deckung

Der Boden wurde mit feiner echter Erde bestreut und anschließend mit hellem Revellbraun bemalt. Der Brunnen, die Reifenstapel, die Mülleimer (von Preiser), das Tor (mit der Pinzette verbogen, um Gebrauchsspuren darzustellen), die Straßenlaterne (Eigenbau aus Holz, Draht und Polystyrol) und die Müllsäcke (Eigenbau aus schwarzer Folie) kommen aus der Restekiste und lassen das Diorama noch realistischer wirken. Die Graffiti´s an der Mauer, die Werbeplakate und das Hinweisschild stammen aus dem Farbdrucker und sorgen für zusätzlichen Realismus. Das zum Stromdiebstahl verwendete Kabel zwischen der Laterne und dem Haus entstand aus in Weißleim getränktem Nähgarn.

Fahrer und Sanitäter gehen mit gezogenen Waffen auf den Schäfer zu und versuchen, das Gespräch zu suchen...
Fahrer und Sanitäter gehen mit gezogenen Waffen auf den Schäfer zu und versuchen, das Gespräch zu suchen...

Die Figuren...

...bestehen aus Weißmetall und stammen vom Kleinserienhersteller XAN Miniatures aus dem Set „Sniper Team 1:72“. Die Figuren sind von hervorragender Qualität und sind jedem Diorama-Bastler nur wärmstens zu empfehlen. Alleine die Waffen der Winzlinge sind bis ins Detail ausgearbeitet und von unvergleichbarer Detailvielfalt.

Währendessen ist der HMMWV M997 allerdings ungeschützt - Ein schmaler Grat zwischen Angst und Vernunft
Währendessen ist der HMMWV M997 allerdings ungeschützt - Ein schmaler Grat zwischen Angst und Vernunft

Die Freiheitsstatue auf dem Krankenwagenaufbau wurde von der Besatzung auf dem Fahrzeug angebracht - vielleicht eine Einheit, die in New York stationiert ist?
Die Freiheitsstatue auf dem Krankenwagenaufbau wurde von der Besatzung auf dem Fahrzeug angebracht - vielleicht eine Einheit, die in New York stationiert ist?

Bemalt wurden die Figuren mit matten Revellfarben und dem Pinsel. Die US-Abzeichen kommen aus dem Farbdrucker und wurden mit Weißleim an den Figuren angebracht. Der Schäfer wurde mit einen Schäferstab detailliert und stammt vom Orion Set „Chechen Rebels 1:72“.

Die 1:72 Figuren stammen von XAN Miniatures und Orion und sind von hervorragender Qualität
Die 1:72 Figuren stammen von XAN Miniatures und Orion und sind von hervorragender Qualität

Die 1:72 Weißmetall-Figuren von XAN sind jedem Dioramabastler nur wärmstens ans Herz zu legenImmer im Visier - nie lässt der Scharfschütze seinen Kameraden aus dem Blick - doch was passiert über oder hinter den Soldaten?Nichts desto trotz versuchen die Soldaten in den Dialog mit den Bewohnern zu treten.Bereits nach kurzer Zeit im fremden Land fassten die Soldaten einige Wortfetzen der fremden Sprache auf......dennoch hilt auch der Laptop im Inneren des Fahrzeuges den Soldaten, sich verständlich zu machen.HMMWV M997 Maxi AmbulanceHMMWV M997 Maxi Ambulance

Die 1:72 Weißmetall-Figuren von XAN sind jedem Dioramabastler nur wärmstens ans Herz zu legen

Die 1:72 Weißmetall-Figuren von XAN sind jedem Dioramabastler nur wärmstens ans Herz zu legen 

Theo Peter

Publiziert am 14. September 2020

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