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Fokker D.VII

Willhelm Leusch, Jasta 19

von Frank Barkhofen (1:48 Eduard)

Fokker D.VII

Auch wenn ich andere Projekte samt Bauberichten laufen hatte, habe ich im Februar diesen Jahres ein neues Projekt begonnen. Der Hintergrund ist ein trauriger, denn vor einem Jahr war Des Delatorre, der Gründer und Betreiber des Forums ww1aircraftmodels verstorben. Ihm zu Ehren wurde Anfangs des Jahres ein "Memorial Groupbuild" gestartet, bei dem es für mich außer Frage stand, mit von der Partie zu sein. Wie bei einem Group Build üblich, benötigte ich dafür einen noch nicht angefangenen Bausatz.

Fokker D.VII

Da die Zeit von vornherein auf sechs Monate begrenzt war und ich vorher noch unbedingt die fast vollendete Bristol F.2B fertigstellen wollte, fiel die Wahl auf eine Fokker D.VII in der Markierung "Leusch". Zum einen die D.VII, weil ich diesen Typ schon immer gern in meine Sammlung aufnehmen wollte und mir durch die geringe Verspannung einen schnellen Erfolg versprach, zum anderen hatte ich von dieser Ausführung einen Eduard Bausatz in 1:48 in der Weekend-Edition plus passendem Ätzteilsatz bereit liegen.

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Allerdings blieb es nicht bei diesem Zubehör, es kamen noch Spannschlösser und ein Fahrtmesser von Gaspatch, MGs von Master, Tarnstoffdecals von Aviattic (die Rippensicherungsbänder stammen aus dem Bausatz) sowie eine selbstgefertigte Holzluftschraube zum Einsatz. Die Decal-Logos dafür stammen von LF-Models. Schon der Bausatz enthält 5 Decalbögen, dazu habe ich noch vermisste Albatros-Herstellerlogos aus einem anderen Weekend-Bausatz entnommen.

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Fokker D.VII

 

Das Original ist eine Fokker aus der Produktion der Ostdeutschen Albatros Werke Schneidemühl (OAW). Nachdem die Fokker-Werke nicht genug D.VII liefern konnten, wurden sie auch bei Albatros und den OAW in Lizenz gefertigt. Im übrigen erklärt diese Lizenzproduktion mit leichten Modifikationen die große Variantenvielfalt und Abwandlungen im Detail, z.B. bei Kühlern, Rädern und Motorverkleidungen.

Fokker D.VII

Der neue Eduard-Bausatz in 1:72 bietet hier noch weit mehr Modifikationen mit Optionsteilen als der vorliegende 48er Bausatz, wobei es von Eduard weitere D.VII Bausätze in 1:48 gibt, die dann andere Rumpfteile usw. enthalten. Die Variantenvielfalt kann sich als wahres Minenfeld für den drauflosbauenden Modellbauer darstellen, daher ist eine sorgfältiges Studium der Quellen unabdingbar.

Fokker D.VII

Obwohl so eigentlich nicht vorgesehen, habe ich die im Bausatz enthaltenen Tarnstoff-Decals im dunkelblauen Bereich des Rumpfes benutzt und lasierend lackiert. Dass die Farbe nicht komplett deckend war, kann man sehr deutlich am überlackierten Balkenkreuz des Rumpfes auf den Originalfotos erkennen, und so gibt es einen schönen Effekt. Die weißen Eduard-Decals neuester Generation decken sehr gut und lassen sich prima verarbeiten. Der weiße Drache entstammt dem Werbeplakat einer Aluminiumgießerei, die Gehäuse für die Flugmotoren gegossen hat. Auch die unglaublich feinen weißen Handlingsanweisungen für die Tragflächen decken sehr gut und sind auf dem hellblauen Trägerpapier kaum zu sehen.

Fokker D.VII

Diese Maschine ist durch zwei Originalaufnahmen belegt. Aus der Windsock-Reihe stellt die dreiteilige "Fokker D.VII Anthology" eine extrem gute Dokumentation dar. Weiterhin habe ich neben der Anleitung des Bausatzes auch die Anleitung von WingnutWings.com für die Leusch-Fokker zur Rate gezogen. Hier sind auch die beiden bekannten Originalfotos enthalten.  

Fokker D.VII

In der Anthology sind präzise Zeichnungen zur Tarnstoffbespannung enthalten, mit Ausrichtung, Lage der Nähte etc. Es war verblüffend, mit welcher Präzision diese Zeichnungen, die Eduard-Tragflächen und die "Stoffbahnen" von Aviattic zusammen passten. Das war meine erste Anwendung dieser nicht auf ein Modell abgestimmten Decals. Sie sind etwas gewöhnungsbedürftig bei der Verarbeitung, die Anpassung macht eine Menge Arbeit, aber das Ergebnis überzeugt mich auf ganzer Linie! Lackiert wurde das Modell mit Farben von MRP (inbesondere ist hier das "Dark Chrome Yellow" zu nennen), Tamiya, Gunze, Alclad und Ölfarben für die Alterung.

Fokker D.VII

Einen Baubericht gibt es auch wieder in deutsch, und ehrenhalber auch noch der Eintrag in den erwähnten Group Build (englisch). Am Ende wurden die Modelle von einer prominenten Jury bewertet. Für die ersten drei Plätze reichte es nicht, aber das Modell wurde mit einem Bausatz und zwei Decalsets bei freier Wahl aus dem Programm von Pheon prämiert. Das hat mich sehr gefreut - vielen Dank an die Sponsoren!

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Fokker D.VII

 

Frank Barkhofen

Publiziert am 11. November 2019

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