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Lunar Module "Eagle"

Preparing for AS11 40 5873

von Frank Kastner (1:72 Airfix)

Lunar Module "Eagle"

Zum vierzigsten Jubiläum der ersten Mondlandung haben die Hersteller einen Großteil ihrer alten Mondbausätze wiederaufgelegt. Auch das bereits in der Kit-Ecke besprochene Lunar Module in 1:72 von Airfix war zusammen mit dem Airfix Astronauten-Set und einer Mond-Base wieder im Handel (A 50106) erhältlich. Zahlreiche Dokus und die Wiederausstrahlung der alten Live-Übertragung von 1969 haben mich dazu angeregt, eine Szene der ersten Mondlandung darzustellen. Dabei habe ich mich für das Foto AS11 40 5873 entschieden, das Buzz Aldrin neben dem Sonnenwindexperiment darstellen soll. Die Fahne habe ich schon aufgestellt, obwohl zum Zeitpunkt des Fotos das Sternenbanner noch nicht im Mondboden steckte.

Lunar Module "Eagle"

Zur Gewichtseinsparung bei der nur 3,9 t schweren Mondfähre wurden extreme Wege beschritten. Die Kabinenwand war nur 0,3 mm (!) stark, sämtliche Drähte, Rohre und Tankwände (für 11 t Treibstoff) hauchdünn. Die dreieckigen Fenster wölbten sich nach außen, wenn die Kabine unter Druck gesetzt wurde. Die Außenwand bestand aus mehreren Lagen Folien sowie aus dünnsten Aluminium- und Fiberglaspaneelen. Auf der Erde hätte ein Sturz aus geringer Höhe der gesamten Konstruktion mit den fragilen Landebeinen schwer zugesetzt. Um diesen dünnwandigen, welligen und zebrechlichen Eindruck wiederzugeben, habe ich die gesamte Aufstiegsstufe mit Alufolie ummantelt und mit Acrylfarben bemalt. Die Antennen und das Rendevousradar wurden mit Borsten einer Zahnbürste aufgepeppt oder völlig neu gebaut. Neben einem Dockingtrichter aus geschnitztem Gips wurden noch zahlreiche weitere Änderungen und Ergänzungen auch an der Ausstiegsluke vorgenommen.

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Die Abstiegsstufe wurde mit zwei verschieden farbigen Rettungsdecken und schwarz angemalter Alufolie beklebt. Die Knitteroptik war übrigens gewünscht, damit zwischen den einzelnen Lagen keine Wärmebrücken entstehen konnten. Auch an diesem Teil des Modells wurden zahlreiche Änderungen vorgenommen. Vor allem die im Set nicht vorhandene ausgeklappte MESA (Modular Equipment Storage Assembly) mit TV-Kamerahalterung, Hammer, Austauschobjektiv u.ä. stellte eine Herausforderung dar, die mit Karton, Papier, Draht, geschnitztem Gips, Zahnstockerspitze und Faden verwirklicht wurde.

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Auch die beigefügten Astronauten wurden mit Alufolie und Schläuchen aus Draht dem Original nähergebracht. Die Bemalung erfolgte mit Acryl- und Enamelfarben, das Visier wurde mit Glanzlack überzogen. Die Fahnen auf den Schultern und Tornistern sind übrigens Decals, die dem Bausatz beigefügt sind. Kamera, Sonnenwindexperiment und die Fahne sind Eigenbauten.

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Für die rauhe Mondoberfläche habe ich als Grundlage eine Styroporplatte und Gips verwendet. Darauf wurde mit einem Sieb Gips in verschiedenster Körnung und Dichte gestreut. Befestigung des Mondstaubes erfolgte mit Tapetenkleister. Der Gips hat zuvor mit schwarzer Abtönfarbe zu grauem Mondgestein abgebunden und wurde mit einem Mörser zerkleinert. Für den Fußspurenbereich wurde ein dunkleres Grau verwendet. Die Fußspuren mit dem markanten Profil wurden mittels eines aus Holz geschnitzten Stempels in den Gips gedrückt.

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Frank Kastner

Publiziert am 01. Mai 2010

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