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Aggregat 4 V2

von Frank Kastner (1:72 Special Armour)

Aggregat 4 V2

Die A4 Rakete war als erste in Serie gebaute Großrakete die Mutter der Trägerraketen in Ost und West, ist der Welt aber vor allem wegen ihrer vielen Opfer beim Bau und Einsatz im Gedächtnis geblieben. Dass diese revolutionäre Waffe eine absolut neue und komplizierte Technologie war, zeigte sich auch im praktischen Einsatz. Dem eigentlichen Abschuss gingen langwierige Vorbereitungen und Tests unmittelbar am Abschussort voraus. So gab es auch einen umfangreichen Fuhrpark mit zahlreichen Spezialfahrzeugen, mit denen die Rakete vor Ort aufgestellt, betankt, einsatzbereit gemacht, gestartet und im Flug beobachtet werden konnte. Die Anforderungen an eine zielgenaue und schnell einsatzbereite Fernlenkwaffe erfüllte die A 4 bei weitem noch nicht.

Aggregat 4 V2

Zur Abrundung meiner Raumfahrtsammlung wollte ich seit langem die Startsituation einer Rakete in 1:72 mit Turm darstellen. Nachdem die A 4 im Verhältnis zu anderen Raketen ziemlich klein ist und wenig Platz braucht, fiel die Wahl für ein Diorama schnell auf einen der Prototypen der Aggregat 4. Gezeigt wird ein nicht näher bestimmter Versuchsstart. Während der Schlauch für die Betankung mit Wasserstoffperoxid aufgeräumt wird, zieht ein anderes Mitglied des Tanktrupps den Kanister mit Kaliumpermanganat zum Einfüllen nach oben. Mit diesen beiden Stoffen wurde der Wasserdampf für den Antrieb der Turbopumpe erzeugt, die der Brennkammer kontinuierlich den Treibstoff (Ethanol mit 25% Wasser) und den flüssigen Sauerstoff zuführte.

Am Fuß der Rakete steht der Triebwerksmann, der noch das lange Zündkreuz in die Brennkammer einführen und die Zündflasche anschließen muss, in einer Unterhaltung mit einem Ingenieur vertieft. Oben auf dem Startturm führt der Elektrotrupp noch letzte Tests durch.

Bei der Gestaltung des Dioramas habe ich wie immer mehr Wert auf den optischen Eindruck als auf historische Details geachtet.

Aggregat 4 V2

Verwendete Bausätze

Der passgenaue, sehr detaillierte und ansprechende Bausatz von Special Armour (A4/V2 Prototype) wurde noch um einige Details im Eigenbau ergänzt (z.B. einige Nietenreihen aus Weißleim und gravierte Blechstöße sowie das Innenleben aus verschiedenen Materialien). Als Bemalung habe ich mich für das ganz einfache schwarz-weiß Schema entschieden, das auf die ersten Testraketen gemalt war. Nachdem kein bestimmter Flug dargestellt werden sollte, habe ich als Decals nur die Nummerierung der Finnen verwendet.

Der etwas verfeinerte Tankwagen ist von Academy, die Eimer, Werkzeuge und das Treppengestell sind von Brengun. Die Figuren sind verschiedenen Sets von Revell entnommen.

Die Bemalung erfolgte mit Revellfarben und dem Pinsel.

Aggregat 4 V2

Diorama

Die Betonplattenoberfläche ist in einem Stück aus Gips gegossen, die anschließend geschliffen, geritzt und bemalt wurde, die Schienen sind Profile aus dem Eisenbahnzubehör. Startturm, Kabelmast, Tisch, Hydrant, Pumpe und alles andere entstanden im Eigenbau aus verschiedenen Materialien. Um das sandige Terrain von Peenemünde darzustellen wurden bis auf die Rakete alle Teile und Figuren mit einem leichten Washing in Beige verschmutzt. Der Betonboden bekam noch einen üppigen Sandüberzug aus beigem Gipsstaub.

Für Rückfragen stehe ich euch gerne unter f minus k minus 11 at web punkt de zur Verfügung.

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Aggregat 4 V2

 

Frank Kastner

Publiziert am 13. Mai 2014

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