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SMS Falke

von Michael Franz (1:72 Wiener Modellbau Manufactur)

SMS Falke

SmTb Falke und dessen identisches Schwesternschiff SmTb Adler waren Küstentorpedoboote der k.u.k. Kriegsmarine Österreich-Ungarns. Die britische Firma Yarrow, als eine der führenden Werften für den Bau von Torpedobooten, übermittelte im Juli 1883 der k.u.k. Marinesektion ein Angebot über die Lieferung eines 125 Fuß-Boots. Angetrieben von einer Dampfmaschine mit 1100 PS sollte es eine Höchstgeschwindigkeit von 23 bis 24 Knoten erreichen. Der zuständige Schiffbauingenieur Soyka wies zwar darauf hin, dass die Yarrow-Boote nur von mittelmäßiger schiffsbaulicher Qualität seien, aber über hervorragende Maschinen verfügten, und empfahl daher den Ankauf.

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In den Verhandlungen, die der Marineattaché in London mit der Yarrow-Werft führte, wurden, unter anderem, folgende Bedingungen festgelegt: Die Boote müssen vollkommen wasserdicht sein. Die Beplattung und die Vernietung müssen tadellos ausgeführt werden. Der Stab (die Offiziere) sollen im Bugraum und die Mannschaft achtern untergebracht werden. Fundamente für eine Lichtmaschine und einen Projektor (Scheinwerfer) sind vorzusehen. Bei den Probefahrten müsste das Boot ohne Ausrüstung 24 Knoten erreichen. Mit voller Ausrüstung und einem Vorrat von 10 t Kohle sollte das Boot während einer Stunde 22 Knoten laufen. Die ursprünglich vorgesehene Bewaffnung - vier Torpedorohre - wurde auf zwei reduziert. Für die beiden zur Abwehr geplanten 37 mm Hotchkiss Schnellfeuerkanonen sind auf beiden Seiten auf der Höhe des Hauptspantes Sockel vorzusehen.

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Am 4. Dezember 1884 wurde durch den k.u.k. Marineattaché der Auftrag über den Bau von zwei Booten erteilt. Als äußerster Termin für die Ablieferung wurden 13 Monate nach Auftragserteilung vereinbart.

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Bereits Mitte September 1885 lief Falke vom Stapel und kurz darauf, am 9. Oktober, Adler. Nach der Komplettierung wurden mit Falke im November Probefahrten mit verschiedenen Schiffsschrauben unternommen. Die offizielle Probefahrt erfolgte dann am 24. Dezember 1885. Mit Ballast, die volle Zuladung simulierend, und 10 t Kohle wurde eine mittlere Geschwindigkeit von 22,44 Knoten und eine Höchstgeschwindigkeit von 23,52 Knoten erreicht. Nachdem sie die Reede von Greenhite am 18. Februar 1886 verlassen hatten, trafen die Boote am 20. bzw. 22. März in Pola ein.

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Während der gesamten Überfahrt arbeiteten die Maschinen einwandfrei und völlig zufriedenstellend. Bei voller Ausnutzung der Kohlendepots und der Bunkerung von weiteren 4t Kohle in Säcken im Heizraum wurden bei 10 Knoten Marschgeschwindigkeit 1.580 Seemeilen zurückgelegt. Am 22. Juli 1899 ereignete sich auf der Adler eine schwere Kesselexplosion. Diese war derart heftig, dass der Kessel aus den Fundamenten gerissen wurde, das Deck durchbrach und ins Wasser geschleudert wurde. Drei Mann des zuständigen Maschinenpersonals und der wachhabende Linienschiffsfähnrich Grabmayer wurden sofort getötet. Unverletzt, aber völlig geschockt, sprang der Maschinengast Ulijic über Bord und ertrank, da die Jolle zur Rettung ebenfalls mit der Explosion über Bord gegangen war. Zwei Besatzungsmitglieder wurden schwer und zwei weitere leicht verletzt. Mit Hilfe des vorhandenen Klüvers und einiger Sonnenzelte ließ der Kommandant, Linienschiffleutnant Schwarzl, eine Notbesegelung errichten. Mit dieser gelang es, das schwer havarierte Boot in Fahrt zu bringen und in einer Bucht an der nordwestlichen Spitze der Insel Torcola auf den Strand zu setzen. Während dieser Fahrt befand sich verbotenerweise die Frau des Kommandanten an Bord. Dieses Vergehen wurde in typisch österreichischer Manier geahndet: einerseits erhielt Kommandant Schwarzl einen strengen Verweis, gleichzeitig wurde ihm jedoch für die bewiesene seemännische Umsicht und Tatkraft eine belobende Anerkennung ausgesprochen. Seiner Frau Margarethe wurde auf Anordnung des Kaisers die Elisabeth-Medaille verliehen. Kaltblütig leistete sie den Verletzten erste Hilfe und pflegte sie anschließend aufopfernd.

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Im Zuge der nachfolgenden Reparaturarbeiten erhielten Adler und auch Falke einen geraden Vorsteven. Nach den Umbauten wurden beide als Wachboote in Pola eingesetzt. Vor ihrer Streichung aus der Flottenliste am 12. Mai 1911 erhielten sie 1910 noch die neue Bezeichnung mit den Nummern „41" und „42".

Quellen: www.wikipedia.de / www.modellmarine.de

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Das Modell

Das Modell des Torpedoboot SMS Adler / Falke der k.u.k. Kriegsmarine von 1885 im Maßstab 1:72 stammt von dem österreichischen Hersteller "Wiener Modellbau Manufactur" und kommt in einem edlen schwarzen Karton. Neben dem fein gegossenen einteiligen Rumpf aus Vollmaterial komplettieren 98 hoch detaillierte Resinteile und 137 Fotoätzteile inklusive Namensschilder für beide Boote den Bausatz. Weiterhin liegen eine Vielzahl an gedrehten Messingteilen, Messingdraht (0,5mm und 0,8mm), ein Decalbogen, zwei konische Holzmasten sowie zwei - auch separat erhältliche - Hotchkiss Schnellfeuergewehre bei. Eine detaillierte Bauanleitung mit 3D-Abbildungen und Erläuterungen in deutscher und englischer Sprache führt durch den Bau.

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Zusammenbau

Bevor der eigentliche Bau des Modells beginnt, erfolgt die Vorbereitung des späteren Präsentationsdisplays und des Messingständers. Als Basis dient hier eine gefräste, dunkel lasierte und hochglanz-lackierte Sockelplatte. Es schmerzt, muss aber sein - der Schiffsrumpf erhält von der Unterseite zwei Bohrungen zur Aufnahme der Messingfüße. Analog hierzu werden passende Löcher in die Sockelplatte gebohrt. Das Schiff wird somit auf zwei Messingstäben über der Grundplatte "schweben". Schaut doch eigentlich soweit schon mal ganz gut aus und lässt späteres erahnen.

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Als nächster vorbereitender Arbeitsschritt werden sämtliche Resinteile von ihren Angüssen befreit und versäubert. Da jedes Bauteil seinen eigenen Anguss hat, ist hier eine etwas zeitraubendere Arbeit notwendig, die sich nach und nach nun erledigen wird.

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Zur einfacheren Bemalung wird die Schiffschraube von der Welle getrennt. Die beiden Flügel werden angeklebt und verspachtelt, nach dem Trocknen verschliffen. Anschließend wird die Welle, an der auch das Ruder befestigt wird, zweimal verlängert. Die erste Verlängerung direkt am Anfang der Welle, da sonst das Ruder am Rumpf streifen würde. Die zweite Verlängerung erfolgt an der Spitze, wo später dann die Schiffschraube montiert wird. Ohne diese Verlängerung würde die Schiffschraube am Ruder streifen.

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Im nächsten Schritt werden am Bug die Lüfter angebaut, die dahinter liegende Kuppel sowie diverse Kleinteile am Bug. Die beiden je einteiligen Schornsteine werden angebracht, die beiden später in Holzfarbe zu bemalenden seitlichen Plattformen mit den Füßen der beiden Hotchkiss-Schnellfeuergewehre und diverse Klappen auf der Rumpfoberseite. Die beiden Hälften der Eingangsluke werden im heißen Wasser vorgebogen und lassen sich somit sehr einfach an die Kuppel montieren. Sämtliche Ätzteile und weitere Verstrebungen folgen erst etwas später. Nachdem die Resinteile weitgehend angebracht sind, folgen die ersten Ätzteile. Diese lassen sich relativ gut verarbeiten und werden jeweils an ihre Positionen verklebt. Die Positionslampen an den beiden Schornsteinen werden verkabelt, da die Boote bereits mit Strom ausgestattet waren. Da zu Zeiten der beiden Schiffe bereits die Elektrizität an Bord vorhanden war, erhalten die beiden Positionslampen an den Schornsteinen eine realistische Verkabelung aus ausgeglühtem Draht, welcher in Form gebogen und mit Sekundenkleber an den Schornsteinen angebracht wird. Die Befestigungen entstehen aus schmal zugeschnittenem Tamiya-Tape, welches nach dem Anbringen mit Sekundenkleber gefestigt und dauerhaft fixiert wird.

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An den Klappen auf dem Deck werden jeweils weitere Ätzteile ergänzt und anschließend die Löcher für die spätere Montage der Relingsstützen aufgebohrt.

Die runden Fenster des Brückenaufbaus werden aufgebohrt und mit einer Rundfeile versäubert. Geätzte Rahmen aus Fotoätzteilen mit angedeuteten Schraubenköpfen umrahmen die Fenster. Die Verglasung der Fenster erfolgt nach der Lackierung mit Micro Krystal Klear. Dies sorgt für eine weitere Aufwertung des bereits sehr detaillierten Bausatzes und sorgt für etwas mehr Realismus, als wenn die Fenster nur bspw. schwarz ausgemalt werden würden.

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Im nächsten Schritt werden die Löcher im Dach der Kommandobrücke aufgebohrt und die Stützen der das Dach umrundenden Reling eingeklebt. Die Reling selbst besteht aus Messingdraht, der ausgeglüht und durch die Stützen geführt und rund gebogen wir. Anschließend erhält das Schiff auch seinen endgültigen Namen - es wird auf den Namen SMS Falke getauft, die fotogeätzten Lettern werden mit Sekundenkleber am Brückenturm angebracht. Sämtliche Bullaugen im Deck werden ebenfalls aufgebohrt. Ein Rahmen aus Ätzteilen umrahmt diese später und wird dann messingfarben lackiert (liegt dem Bausatz nicht bei). Auch diese werden dann später verglast.

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Lackierung Unterwasserschiff

Im ersten Schritt erhält das Schiff eine schwarze Grundierung (Valleyo black primer). Dies sorgt für eine einheitliche Oberfläche der unterschiedlichen verbauten Materialien sowie für eine erste Grundlage weiterer Schattierungen, die das Modell im Laufe der Lackierung / des Weatherings erhalten wird. Weiterhin bildet der Primer von Valleyo eine sehr stabile und kratzfeste Oberfläche und somit eine perfekte Basis für die eigentliche Lackierung.

Zunächst wird der obere Bereich des Schiffes maskiert, bevor dann das Unterwasserschiff in einer Farbmischung aus Rotbraun und Rot lackiert wird. Diese Lackierung erfolgt nicht deckend, so dass die schwarze Grundierung weiterhin durchscheint. Anschließend erhalten sämtliche Blechstöße und Kanten eine schwarze Akzentuierung, welche entlang von Post-It's auflackiert wird und so für eine farbliche Betonung der Blechstöße sorgt. Abschließend folgt eine weitere, wiederum nicht komplett deckende Lackierung in der zuvor angemischten Farbe Rotbraun/Rot, wonach dann sowohl die schwarze Schattierung der Grundierung, als auch die schwarze Betonung der Blechstöße sichtbar bleiben. Eine weitere Alterung mittels diverser Washings folgt später.

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Im nächsten Schritt wird der Wasserpass auflackiert, welcher sich farblich nur dezent vom dunklen Rot des Unterwasserschiffes abhebt. Hierzu wird die angemischte Farbe des Unterwasserschiffs (Rotbraun+Rot) mit Weiß und Hellgelb aufgehellt. Nach dem Maskieren des Wasserpasses wird dieser dann auflackiert, wobei auch hier darauf geachtet wird, dass eine Schattierung durch die schwarze Grundierung erkennbar bleibt.

Es wird der bisher bereits lackierte Bereich (Unterwasserschiff und Wasserpass) maskiert, so dass dann der obere Bereich des Rumpfs (bis auf oberer Deckbereich und Aufbauten) lackiert werden kann. Eine schwarze Lackierung gestaltet sich generell eher als schwierig, denn rein schwarze Lackierungen erscheinen eher langweilig und spielzeughaft. Die Grundfarbe wird daher aus Tire-Black und Nato-Black von Tamiya sowie Rotbraun angemischt, leicht mit Weiß aufgehellt. Mit dieser Farbmischung wird nun der seitliche / untere Bereich des Überwasserschiffs bis zur Deckkante lackiert. Die Lackierung des oberen Bereichs erfolgt dann später. Der finale Farbton erfolgt dann erst später mittels diverser Washings und Alterungseffekte.

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Detaillierung der Decks, Reling, Anker...

Sämtliche Bullaugen auf dem Deck sowie seitlich am Bugbereich erhalten Umrandungen aus Fotoätzteilen, welche dann später noch lackiert, die Bullaugen selbst nach der Lackierung mit Micro Krystal Klear verglast werden. Die Umrandungen selbst werden dann abschließend in Messingfarbe bemalt und mit Ölfarben gealtert.

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Zunächst werden in die zuvor bereits gebohrten Löcher die Relingsstützen eingeklebt. Diese liegen dem Bausatz als gedrehte Messingteile bei. Der Handlauf jedoch wird aus passend abgelängtem und in die korrekte Form vorgebogenem Messing- (und Kupfer-)Draht hergestellt und an den Relingsstützen verlötet. Da die waagerechten Relingszüge im hinteren Bereich dünner sind, wurde hier dünner Stahldraht verwendet, welcher an den Stützen verlötet wird. Bei dem dickeren Draht an den beiden Geschützplattformen handelt es sich um ausgeglühten Messingdraht, welcher gebogen und anschließend verlötet wird. Aus selbigem Material entstehen die Handläufe an den vier Aufgängen sowie die kurzen schräg an den Relingsstützen angebrachten Elemente, welche mit Sekundenkleber verklebt werden. An den Enden der dünnen Züge werden aus Weißleim dickere Enden angebracht, welche später noch zu Spannschlössern geformt und entsprechend bemalt werden.

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Die auf beiden Seiten des Rumpfes angebrachten Anker werden jeweils aus Resinteilen zusammengefügt und mit einer Öse aus Draht ergänzt, anschließend auf ihren Halterungen seitlich des Aufbaus verklebt. Die Ankerkette folgt nach der Lackierung, ebenso eine aus Seil noch zu erstellende Befestigung. Die Anker werden nach der Lackierung stärker verrostet und stellen so dann einen weiteren Gegenpol zur Schiffslackierung dar. Der aus Messing gedrehte Flaggenstock wird nun ebenfalls in vorgebohrte Löcher verklebt und mit weiteren Messingdrahtstücken befestigt. Die Flagge folgt dann ebenso wie die Takelung später nach der Lackierung. Im Aufbau wird hinter dem Steuerrad noch ein Rohr ergänzt, welches später kupferfarben lackiert wird.

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Lackierung Überwasserbereich und Decks

Nach einem Maskieren des bereits lackierten Unterwasserschiffs wird nun der obere Bereich des Modells lackiert. Zum Einsatz kommt hier dieselbe Grundfarbe, die bereits in Schritt 3.4 angemischt wurde (Tire Black + Rostbraun + Weiß). Hiermit wird nun der gesamte obere Bereich des Modells einschließlich Deck, der Relings, sämtlicher Klappen, Rahmen etc. per Airbrush lackiert.

Anschließend ruht das Modell für mehrere Tage, so dass die Lackierung vollends durchtrocknen und somit dann die Basis für die weitere Detailbemalung bilden kann. Mit der Airbrush werden dann - nach vollständigem Maskieren des Schiffs - die jeweiligen Hintergrundfarben der Positionslampen vor den Schornsteinen lackiert (rot auf Backbordseite, grün auf Steuerbordseite). Ebenso wird der jeweils innere Bereich der beiden Lüfter achtern in Dunkelrot lackiert.

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Auf der schwarzen Lackierung werden nun alle Rahmen der Bullaugen mit Polierfarbe von AK Interactive mit dem Pinsel bemalt. Die Umrandungen der Bullaugen, die Verzierungen am Bug sowie der Namenszug "Falke" am vorderen Brückenaufbau werden in Messingfarbe bemalt, das Rohr im Steuerhaus in Kupferfarbe. Nach dem Trocknen der Bemalung werden diese Elemente dann mit einem fusselfreien Tuch poliert. Das gesamte Model erhält nun einen Auftrag Future als Schutz der bisherigen Lackierung vor dem nun folgenden Weathering. Mit dem Pinsel werden dann die beiden hölzernen Geschützplattformen sowie das Steuerrad mit Ölfarben in Holzoptik bemalt. Die Spannschlösser der Reling erhalten nun ebenso ihre Bemalung.

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Nach einem Airbrush-Auftrag mattem Klarlack erhält das Schiff mehrere Washings. Zunächst ein Washing aus dunkelbrauner Ölfarbe über alles. Gefolgt von einem Pin-Wash mit weniger stark verdünnter brauner Ölfarbe um sämtliche erhabene und versenkte Details, um diese weiter zu betonen. Ein Washing mit dunkelgrauer Ölfarbe schließt diesen Vorgang ab und homogenisiert die einzelnen Farbauträge. Der metallene Effekt der schwarzen Oberflächen erfolgt mittels Trockenmalen mit Eisenfarbe, stahlfarbenen Pigmenten, Bleistift und weiteren Silberpigmenten des Tamiya Weathering Sets. Sämtliche Bullaugen wurden schließlich mit Micro Krystal Klear "verglast".

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Masten, Ankerketten, Hotchkiss Schnellfeuergewehre und weitere Details

Die konisch gedrehten Holzmasten aus dem Bausatz werden mit dunkelbrauner Ölfarbe lasiert und anschließend in den Halterungen auf dem Deck verklebt. Aus Ätzteilresten werden die Umlenkrollen (Teile eines Panzermodells im Maßstab 1:35) erstellt und angebracht, anschließend lackiert und mit Pigmenten entsprechend der restlichen Lackierung behandelt. Die Rettungsringe werden rot bemalt, die Decals mit dem Namenszug angebracht und die Rettungsringe an der Reling verklebt. Später erhalten diese noch eine Befestigung mit Seilen. Es werden nun auch die bereits lackierten Anker noch mit Rostpigmenten dezent gealtert, anschließend werden Messingketten aus der Restekiste mit Brüniermittel behandelt und in gebogene Messingringe an den Ankern befestigt. Die schwarz brünierten Ankerketten machen farblich einen sehr guten Eindruck und werden nicht mehr weiter lackiert. Auf diversen Bildern ist eine zweifarbige Stange mit Haken an der Reling erkennbar, diese wurde aus Plastikprofilen und Ätzteilen erstellt, bemalt und in aus Ätzteilresten gebogene Halterungen gelegt, wird später noch befestigt.

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Die beiden Hotchkiss Schnellfeuergewehre auf den hölzernen Plattformen Steuer- und Backbord werden aus Resin-, Ätz- und gedrehten Messingteilen zusammengesetzt. Die Basis und der Ladeblock bestehen aus Resin, bei dem Geschützrohr handelt es sich um ein gedrehtes Messingrohr, der Rest besteht aus Ätzteilen. Die Bemalung und Alterung erfolgt nach der vollständigen Montage. Mit Pigmenten entsteht der "Gun-Metal"-Look, mit Ölfarben der hölzerne Griff.

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Takelage

Die Takelage wird mit dünnem Garn erstellt. Nachdem in den Rumpf an entsprechenden Stellen Löcher gebohrt und Ösen eingeklebt wurden, werden die Masten verspannt. Das helle Garn wird anschließend mit Ölfarbe farblich nachbehandelt. Die aufgewickelten Seile an der Reling bzw. an den Masten werden mit dünnem Draht (selbe Stärke wie das Takelgern) dargestellt. Der Draht wird, nachdem er ausgeglüht wurde, aufgewickelt, an die Form der Reling angepasst und braun bemalt. Anschließend mit Sekundenkleber befestigt. Nach dem Trocknen folgt ein Trockenmalen (ist auf den Bildern noch nicht vorhanden).

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Abschließende Arbeiten

Die abschließenden Schritte vor der Fertigstellung beinhalten zunächst das Anbringen der auf Stoff gedruckten Flagge. Diese wird mit Weißleim getränkt in Form gebracht und erhält ein leichtes Weathering mit stark verdünnten Ölfarben. Befestigt wird die Flagge mit ausgeglühtem Draht, der am Flaggenstock befestigt wird.

Das Namensschild - ein dem Bausatz beiliegendes Fotoätzteil - wird nach einem Brünierdurchgang abgewaschen und dann verschliffen und poliert, anschließend auf der Grundplatte aufgeklebt. Mit diesem Schritt ist das Modell der SMS Falke fertiggestellt und bereit für das abschließende Fotoshooting und den Platz in der Vitrine.

SMS Falke

Michael Franz,
www.world-in-scale.de

Publiziert am 29. Dezember 2015

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