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Le Glorieux

von Frank Kastner (1:150 Heller)

Le Glorieux

Wer keine Victory oder Constitution bauen möchte, für den bietet Heller mit seiner Le Glorieux, einem französischen Standard 74 Kanonenschiff aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, eine sehr schöne Abwechslung. Alternativ kann man sich auch für die La Superbe entscheiden, die bis auf die Gestaltung des Bugs und Hecks in allen Teilen identisch ist. Inwieweit die beiden Modellbausätze historisch korrekt sind, kann ich leider nicht beurteilen.

Le Glorieux

Bausatz

Für den in die Jahre gekommenen charmanten Bausatz für Fortgeschrittene braucht man sehr viel Geduld. Auf jeden Fall sollte man sich über gar nichts wundern. Schwachpunkte sind die Passgenauigkeit des Hecks und die Gestaltung der Seitengalerien, bei denen das Dach nicht bündig am Rumpf abschließt und die großen Fenster einen unschönen Durchblick auf den Rumpf geben. Besonders schön fand ich die Zugabe einer Kette für das Ruder. Leider war dem Bausatz kein Takelgarn beigelegt. Wie bei allen Plastikseglern sind die beigefügten Plastiksegel, Blöcke und die Anleitung für die Takelage eine Geschmacksache.

Le Glorieux

Zum Bau

10 Monate reine Bauzeit verschlang meine Le Glorieux, die ich von Anfang an als ein fiktives, von den Engländern gekapertes und alterndes Schiff vor 1801 darstellen wollte. Nur begrenzt auf historische Korrektheit achtend, wurde der Bausatz um viele selbstgebaute Details bereichert, die ich in Abbildungen, Foren, Filmen und natürlich in der Segelschiffmodellbaubibel  „Historische Schiffsmodelle“ von Wolfram zu Mondfeld entdeckt habe und schick fand. So wurde auch mit der vereinfachten Takelage für meine HMS Tempest verfahren. Alle Umbauten, Kompromisse und Probleme zu schildern wäre natürlich zu lang, daher nur ein paar Anmerkungen.

  • Bemalung erfolgte mit Revell-Enamelfarben
  • Washing aller Bauteile, Blöcke (von Krick und Eigenbau), stehendes Gut und Teilen des laufenden Guts mit einer matten braunschwarzen Revell-Auqacolor Brühe
  • Unterwasserrumpf kupfern angemalt, mit Salzwasser und Essig Grünspan erzeugt, abschließend washing wie oben.
  • Segel: Nähte auf einfaches Seidenpapier beidseitig mit Bleistift gemalt, umlaufendes Liektau in mehreren Stücken mit verdünntem Holzleim aufgebracht und Papierüberstand als Doppelungen umgeschlagen und aufgeleimt, weitere Doppelungen gesondert ausgeschnitten und aufgeleimt (Hinweise: nasses Segel klebt leicht an der Basteloberfläche an; Liektau verkürzt sich je nach Material was zwar einen schönen Bauch in das trockene Segel macht, aber auch die Länge und Breite des Segels verkleinert). Unregelmäßige Bemalung in mehreren Schichten aus Gemisch Weiß und Ocker, Liektau beige (alle AquaColor)

Le Glorieux

Für weitere Infos stehe ich Euch gerne unter f-k-11 at webdot de zur Verfügung.

Weitere Bilder

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Le Glorieux

 

Frank Kastner

Publiziert am 23. April 2012

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