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TKS

mit 20mm-Kanone

von Oliver Teppe (1:35 RPM)

TKS

Die TKS war eine polnische Tankette, welche auf der britischen Carden Loyd Tankette basierte. Sie wurde seit 1931 produziert und befand sich bei Kriegsausbruch immer noch im Truppendienst.

Wie die meisten ähnlichen Panzer erwies sich das Fahrzeug im Krieg als gegnerischen Panzern völlig unterlegen. Die Bewaffnung bestand i.d.R. aus einem Maschinengewehr, die Panzerung, obwohl schon gegenüber früheren Modellen verstärkt, war mit maximal 10 mm immer noch viel zu dünn.

Da die polnische Armee die Mängel des Fahrzeugs erkannt hatte, wurde 1939 begonnen, die TKS auf 20 mm-Kanonen umzurüsten, doch bei Kriegsausbruch waren nur wenige damit ausgestattet. Diese verfügten nun zwar über ausreichend Feuerkraft, um die meisten deutschen Panzer abzuschießen, litten aber nach wie vor unter der unzureichenden Panzerung, die selbst von manchen Infanteriewaffen durchschlagen werden konnte. So kam es lediglich zu einigen, jedoch durchaus beachtenswerten, Einzelerfolgen gegen deutsche Panzer, allgemein erlitten die Tanketten erhebliche Verluste. Noch erhaltene Exemplare wurden von Wehrmacht und Luftwaffe als Schutz gegen Partisanen, Artilleriezugmaschinen oder Schneepflüge eingesetzt. Eine TKS, die heute in Polen im Museum steht, wurde nach dem Krieg von einem norwegischen Bauer als Traktor benutzt.

TKS

Es wurden auch eine Reihe anderer Fahrzeuge auf Basis des TKS-Fahrgestells konstruiert, die aber keine breite Verwendung fanden:

  • TKW: Tankette mit einem drehbaren Turm, nur Prototypen gebaut, dann wurde das Projekt abgebrochen.
  • TKD: Selbstfahrlafette mit 47mm- Kanone, einige Protoypen gebaut ( und später wohl auch im Krieg eingesetzt), dann wurde das Projekt wegen ungenügender Leistung der Kanone gestrichen.
  • TKS-D: Panzerjäger mit einer 37mm-Kanone, einige Prototypen im Krieg eingesetzt, eine Serienproduktion fand niemals statt.

TKS

Das RPM-Modell lässt sich überwiegend gut zusammenbauen. Da RPM zahlreiche weitere Fahrzeuge auf dieser Basis im Programm hat, bleiben viele Teile für die Restekiste über.

Etwas problematisch ist der recht harte und spröde Kunststoff. Zusammen mit den oft sehr filigranen Teilen kann es da schnell zu Bruch kommen, so bei mir mit einem der Fahrwerksteile geschehen, wie man immer noch auf den Bildern erkennen kann. Ganz besonders vorsichtig muss man mit den extrem kleinen und zu allem Überfluss an jeweils vier Stellen mit dem Gießast verbundenen Kettengliedern sein, glücklicherweise liegen einige mehr bei, als man braucht, so ist für Ersatz gesorgt, falls welche zerbrechen.

Es liegt eine recht komplette Inneneinrichtung bei, von der jedoch nachher nicht mehr viel erkennbar ist. Jedoch sieht man beim Bau gut, wie eng es für die zweiköpfige Besatzung in dem Fahrzeug war. Ich habe einfach mal einen Soldaten im selben Maßstab neben das Modell gestellt, ich denke, der Größenvergleich spricht für sich.

Bemalt habe ich nach dem Deckelbild, im Nachhinein, nach Bemalung und Alterung, habe ich dann festgestellt, dass die Farbtöne nicht ganz so gut getroffen sind.

Beim Altern habe ich mich auf einige Kratzer und Farbschäden an den Kanten und exponierten Stellen, ein wenig Rost am Auspuff und Verstaubung mit Pigmenten beschränkt, da die Fahrzeuge bis zum Kriegsausbruch ja sicher relativ gut in Schuss gehalten wurden. Decals wurden keine aufgebracht, da die Originalfahrzeuge meist auch keine Markierungen trugen.Alles in allem ein nettes kleines Modell, nicht mein bestgelungenstes, aber mal eine

Abwechslung in Form eines seltener anzutreffenden Fahrzeugs.

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Oliver Teppe

Publiziert am 19. April 2013

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