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MiG-23ML Flogger

von Steffen Tittmann (1:48 Trumpeter)

MiG-23ML Flogger

Zur Geschichte der MiG-23ML im JG-9:

1982 beschaffte die DDR 32 Maschinen der Version "ML" und stellte sie in der 1. und 3.Staffel des JG-9 "Heinrich Rau" in Dienst.

MiG-23ML Flogger

Zum Original der "519":

Am 13. September 1990 (letzter NVA-Absturz) stürzt die 519, eine MiG-23ML (Werksnummer 0390324014, Nutzungsbeginn 02.06.1982), gegen 10:40 Uhr während einer Vorführung vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestages der BRD ab. Bei der Kunstflugvorführung stieg das Flugzeug senkrecht in eine Wolke - kam aus dieser zu tief wieder raus und schlug im Greifswalder Bodden auf. Der Pilot, Major Sascha Syrbe, verstarb und hinterließ eine Frau und drei Kinder.

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Aufgabe dieses Fluges war die Demonstration der Leistungsfähigkeit der Technik und der Piloten. Am 12.09.1990 fand die Generalprobe noch bei strahlend blauem Himmel statt. Es wurden Flugmanöver mit maximaler Nachbrennerleistung in Bodennähe mit verschiedenen Tragflächenpfeilungen demonstriert. Als Abschluss war ein Vorbeiflug an der Tribüne mit 72°-Pfeilung und maximaler Nachbrennerleistung vorgesehen. Auf der Höhe der Tribüne überführte Major Syrbe die Maschine in einen Steigflug mit 60° Steigwinkel. Das Flugzeug steigt dabei wie eine Rakete in den Himmel. Während des Steigfluges war die Durchführung einer Rolle geplant. Diese Rolle sollte bei schwierigen Wetterbedingungen entfallen.

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Die Bewölkung war an dem Tag sehr unterschiedlich. Es gab einige Wolkenfelder in außreichend großer Höhe mit ca. 3/8, unter denen die Flugmanöver alle möglich waren. Das Problem waren einzelne Wolkenfetzen, deren Untergrenze teilweise bei ca. 200m lag. Diese Wolkenfetzen waren schwer kalkulierbar, weshalb das Flugprogramm reduziert wurde. Wie geplant wurden die Rollen bei dem betroffenen Steigflug gestrichen. Eine ganz normale Entscheidung unter den gegeben Bedingungen. Der Flug verlief bis zum Steigflug wie geplant. Noch vor dem Einflug in die Wolkendecke leitete Mj. Syrbe jedoch die Rolle ein und verschwand dann in der Bewölkung. Offensichtlich verlor er in den Wolken die Raumorientierung und überführte die Maschine unbewusst in den Sturzflug. Nachdem er die Wolken in einem Sturzwinkel von etwa 80° nach unten verließ und die Situation erkannte, gab es keine Rettung mehr.

Quelle: http://home.snafu.de/veith/verluste9.htm

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Die Unterschiede der MiG-23ML zum Vorgänger "MF" waren folgende:

Die ML verfügte über ein leistungsgesteigertes Triebwerk mit geringem Treibstoffverbrauch. Dadurch konnte der Treibstoffbehälter im Heckbereich wegfallen, dadurch wog die "ML" ca 1,5 Tonnen weniger. Dazu besaß sie ein besseres Fahrwerk, wodurch es zu besseren Sicht- und Bodenfreiheiten kam, was sich schon beim Rollen bemerkbar machte. Die Radaranlage, der Feuerleitkomplex und der Autopilot waren ebenfalls weiterentwickelt worden. Gegenüber der "MF" konnte die "ML" jetzt gleichzeitig R-23T (links) und R-23R (rechts) gemischt tragen und für die Nahbekämpfung R-60 an den Rumpfträgern mitführen. Im JG-9 wurden die "ML" mit drei R-60 bewaffnet.

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Fazit zum Bausatz:

Trumpeter achtete auf die oben angesprochenen Änderungen, wie das Fahrwerk. Der Bausatz ist ordentlich und sauber gespritzt, es gab nur ein paar kleine Stellen, an denen gespachtelt werden musste. Die Details sind gut dargestellt.

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Ich verwendete folgendes Zubehör:

  • MiG-23 Flogger Landing Gear von Scale Aircraft Conversions
  • Eduard Express Mask (EX 423) MiG-23ML
  • Eduard (49679) MiG-23ML Interior
  • Eduard (48755) MiG-23M/MF/ML exterior
  • Eduard (48758) MiG-23 F.O.D.

Steffen Tittmann

Publiziert am 06. September 2016

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