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Focke-Wulf Ta 183 Huckebein

von Jaroslaw Kierat (1:48 AMtech)

Focke-Wulf Ta 183 Huckebein

Die Ta-183 war eines der mysteriösen Luft'46 Papierprojekte, und zweifelsohne eines der bedeutendsten. Der Pfeilflügel-Düsenjäger soll die Grundlage für die hervorragenden Jäger F-86 Sabre und MiG-15 gelegt haben. Hans Multhopps bahnbrechendes Design hatte es am Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Stadium eines Windkanal-Models geschafft. Die beteiligten Fachleute wurden von den Siegermächten mit hoher Priorität gesucht, und entsprechend direkt in die russische bzw. US-Luftfahrtindustrie eingebunden, wo sie ihre Ideen in die Nachkriegsjäger einfließen lassen konnten.

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Der AM-Tech Bausatz, der als "hoch detailliert" angepriesen wurde, erfüllte die Erwartungen nicht besonders gut. Ich kann ihn zwar als sehr gut ausgearbeitet bezeichnen, vor allem im Hinblick auf die Fertigungstechnologie, mit hervorragender Passform und sauberen Abgüssen - dafür aber mit Kompromissen bei Detailreichtum und teilweise auch bei der Form. Am aufwendigsten war die Aufbereitung der X-4 Raketen, welche am Umfang abgeflacht waren, um sie besser aus dem Gusswerkzeug entformen zu können. Ansonsten haben die tiefen und großen Blechstöße und das wenig detaillierte Cockpit gestört.

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Andererseits waren die dem Modell beiliegenden Masken von guter Qualität und Passform - und gingen selbst nach mehreren Monaten ohne Probleme ab. Die Form des Modells entspricht sehr gut den im Web auffindbaren Plänen. Da das Flugzeug nie gebaut wurde, gibt es keine Referenzen, also belassen wir die Betrachtung dabei.

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Ich habe mich entschlossen das Modell in den möglichen Farben von JG71, komplett mit Hartmanns Tulpe, auszuführen. Um überhaupt irgendeine Vorlage zu haben, habe ich mich nach der Umschlagsillustration des Buches "Luftwaffe Secret Projects, Fighters 1939-1945" von Walter Schick and Ingolf Meyer (Midland Publishing, Leicester, 1997) gerichtet.

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Die Ta 183 sollte zu den vier 30mm Kanonen bis zu vier Ruhrstahl X-4 drahtgelenkte Raketen tragen. Als Vergleich sieht man auf der Fotografie die X-4 Rakete, welche im US-Airforce Museum in Dayton ausgestellt ist.

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Und nun das Übliche: Das Modell wurde in RLM 76, 81 und 83 angesprüht, es kamen Xtra Color Email-Farben zum Einsatz, mit welchen ich ziemlich zufrieden war. Leichtes Altern erfolgte mit Hilfe von Künstler-Ölfarben in Schwarz und Braun, sowie mit grauen Pastellkreiden. Da die Xtra Colors glänzend sind, war kein Future unter die Aufkleber notwendig. Abschließend kam noch eine Schicht vom Xtra Color Mattlack, der eine hervorragende Oberfläche gibt, die beständig gegen Finger, Klebeband usw. ist. Die Raketen habe ich mit Alclad II angesprüht, die Stabilisatoren wurden gedrybrushed, um einen Holzeffekt zu erzielen. Die Abziehbilder wurden um Teile der Italeri-Sabre erweitert, um die Tulpe zu erhalten. Alles in allem ein nettes Model, von einem der wichtigsten Meilensteine der Luftfahrtgeschichte.

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Jaroslaw Kierat,
www.kierat.de

Publiziert am 11. November 2009

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