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Junkers Ju 87 D-3

von Stefan Zimmermann (1:72 HobbyBoss)

Junkers Ju 87 D-3

Die D-Serie gehört zu den meistgebauten unter den Ju 87 Varinten. In ihr wurden eine aerodynamische Überarbeitung sowie eine verbesserte Panzerung umgesetzt. Weiterhin wurde die Motorleistung verbessert, die Reichweite auf bis zu 1.400 km und die mögliche Bombenlast auf bis zu 1.800 kg erhöht. Der Funker/Bordschütze bekam ein Zwillings-MG 81Z als Abwehrbewaffnung. Die meisten D-Stukas wurden vornehmlich als Schlachtflugzeuge eingesetzt. Hierfür wurden die Sturzflugbremsen entfernt und die beiden Tragflächen-MGs oftmals durch 20mm-Kanonen ersetzt. Mein Stuka stellt ein solches Schlachtflugzeug dar. In diesem Fall eine Ju 87 D-3 der 9./St.G 77 wie sie im Winter 1943/44 in Winniza in der Ukraine stationiert war.

Junkers Ju 87 D-3

Junkers Ju 87 D-3

Wie bei den easy assembly Bausätzen von Hobby Boss üblich bestehen sie nur aus wenigen Einzelkomponenten, die in relativ kurzer Zeit zusammengebaut sind. Die Passform ist gut und Spachtel kam nur geringfügig an den Klebenähten zum Einsatz. Das karg ausgestattete Cockpit habe ich noch mit Gurtzeug aus Malerkrepp etwas aufgepeppt. Da in 1:72 dieser Bereich, selbst bei einem "Ju 87-Glaskäfig", kaum einzusehen ist, habe ich auf weitere Detailarbeiten verzichtet. In größeren Maßstäben wäre das natürlich ein ganz anderer Fall. Die Plastikläufe der Tragflächenbewaffnung wurden von mir durch Kanülen ersetzt. Nun stellte sich die Frage, wie man eine realistische Wintertarnung umsetzen könnte. Eine Recherche im Web erbrachte viele mögliche Techniken, die mir aber ziemlich aufwändig erschienen. Ein Besuch bei einem guten Freund und Modellbauer brachte mich auf den Weg.

Junkers Ju 87 D-3

Junkers Ju 87 D-3

Er hatte vor einiger Zeit eine P-40 in sowjetischen Diensten gebaut und diesem Modell eine gelungene Wintertarnung verpasst. Und alles ohne komplizierte Arbeitsschritte. So habe ich seine Technik zum Vorbild genommen und meinen Winterstuka folgendermaßen lackiert und bearbeitet: Zuerst habe ich die Kanzel mit zurecht geschnittenem Tamiyatape maskiert und die Kanzelstreben in RLM 66 lackiert. Dann erhielt das Modell eine Grundierung mit Vallejo Primer. Es folgte die reguläre Tarnung in RLM 65 (Gunze) für die Unterseite und RLM 70+71 (Gunze + Revell Aqua Colors) für die Oberseite. Weitere Detailbemalungen (Reifen, Propeller etc.) habe ich mit Farben aus dem Hause Gunze und Revell durchgeführt.

Junkers Ju 87 D-3

Junkers Ju 87 D-3

Nun bekam das ganze Modell eine Versiegelung mit "Future". Es folgte eine komplette Lackierung der Oberseite in weißer Acrylfarbe (Revell Aqua Colors). Nachdem die Weißlackierung getrocknet war, begann ich, die Ju 87 mit nassem Schleifpapier (800er Körnung) zu bearbeiten. Das Ganze immer in Flugrichtung. Hierbei muss man mit unterschiedlichem Druck und etwas Gefühl arbeiten, um nicht die Splittertarnung unter dem Weiß komplett freizulegen. Die Kanzelstreben habe ich mit einem Zahnstocher bearbeitet. Anschließend wurde alles erneut mit einer Lage Future versiegelt und es folgten die Decals. Auf Originalbildern und sonstigen Abbildungen dieser Maschine im Web ist nicht eindeutig zu erkennen, ob die taktischen und Nationalitätskennzeichen nach dem Aufbringen der Wintertarnung aufgemalt, oder nach dem "Einweißen" einfach nur geschickt freigelegt wurden. Deshalb kamen die Decals bei meinem Modell nach der Wintertarnung drauf. Die Nassschiebebildchen waren sauber gedruckt und ließen sich ohne Probleme verarbeiten. Decal Soft von Revell verfeinerte das Ganze. Eine weitere Versiegelung mit Future folgte und es ging an die Alterung. Wie immer bei mir, ein Washing mit verdünnter Ölfarbe (Schwarz+Burnt Umber) und kleinere Akzente mit verschiedenen Pastellkreiden. Den Abschluss markierte eine Generalversiegelung mit mattem Klarlack. Der Antennendraht besteht aus dünnem Nylongarn und wurde mit "Burnt Iron" von Gunze bemalt. Die weißen Isolatoren habe ich mit Tröpfchen aus Holzleim erstellt.

Junkers Ju 87 D-3

Junkers Ju 87 D-3

Junkers Ju 87 D-3

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 14. April 2014

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