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Junkers Ju 88 A-4 Comanche

W. Nr. 300227 unter fremder Flagge

von Enrico Friedel-Treptow (1:72 Italeri)

Junkers Ju 88 A-4 Comanche

Das Flugzeug

Die Junkers Ju88 A-4 wurde vom 86th Fighter Squadron 1943 in Foggia, Italien erbeutet. Sie erhielt den Spitznamen Comanche. Im Oktober 1943 wurde die Maschine in die USA überführt und anschließend in Wright Field getestet. 1945 wurde sie in Los Angeles beschädigt und nach Freeman Field transportiert. Dann verliert sich offenbar ihre Spur. Im Laufe ihres Lebens hat die 300227 sehr viele farbliche Veränderungen erfahren und war gegen Ende ihrer Laufbahn ein recht „bunter Hund“. Ursprünglich trug die Maschine die deutsche Standard-Segmenttarnung RLM71/70/65. Später wurde in der Truppe eine Mäandertarnung (RLM76 ?) über die Grüntöne RLM71/70 aufgebracht. Dieses Muster ist in seinem Verlauf recht individuell, so dass man das Flugzeug auf den verschiedenen Fotos trotz unterschiedlicher Farbdetails immer wieder identifizieren kann. Auf einer Reihe von Bildern trägt die Maschine eine schwarze Unterseite. Hier handelt es sich offensichtlich um einen einsatzbedingten temporären Anstrich, der später in den USA wieder entfernt wurde.

Junkers Ju 88 A-4 Comanche

Als die Amerikaner das Flugzeug übernahmen, versahen sie es mit einem gelben Kennanstrich, um dem „friendly fire“ zu entgehen. So wurden das gesamte Rumpfende und die Tragflächenunterseiten gelb. Auf den Tragflächen wurden die deutschen Balkenkreuze mit einem breiten gelben Streifen übermalt. Auch die Unterseiten der Motorgondeln und die vorderen Fahrwerksklappen waren gelb. Auf einem Farbfoto ist jedoch zu erkennen, dass am rechten Triebwerk die Unterseite hellblau war. Auch die hinteren, im Stand geschlossenen Fahrwerksklappen auf der linken Seite waren hellblau. Wahrscheinlich wurden hier Ersatzteile aus anderen Maschinen nachträglich eingebaut. Zur Krönung des Farbspektakels waren die Kühlerringe und die Propellerspinner rot gespritzt. Anders als bei den deutschen Ju88 trugen die Propellerblätter gelbe Spitzen. Verwirrend ist auch die Kennung: weißer Stern auf blauem Grund ohne seitliche Balken, was wohl zu dieser Zeit nicht mehr üblich war. Außerdem zeigt das Leitwerk das britische Zeichen. Der Bug wurde mit den Nose Art des 86th Fighter Squadron versehen. Später haben die Amerikaner versucht, die Maschine wieder auf deutsches Aussehen zu trimmen: Balken- und Hakenkreuze wurden wieder aufgemalt, aber in falscher Form und Größe. Außerdem wurden die roten Bereiche sowie die schwarze Unterseite wieder entfernt.

Junkers Ju 88 A-4 Comanche

Das Modell

Mein Modell entstand OOB aus dem Italeri-Bausatz Junkers Ju88 A-4 „Historic Upgrade“. Die Decals stammen von Rising Decals „Under new Management Part II“ (sie lassen sich übrigens wunderbar verarbeiten und legen sich hervorragend an die Oberfläche an). Bei der Bemalung bin ich nicht dem Plan von Rising Decals gefolgt, sondern habe mich an einem Farbfoto orientiert, das wohl die bunteste Ausführung der Ju88 Comanche zeigt. Die Zusatztanks stammen von KORA models.

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Junkers Ju 88 A-4 Comanche

 

Enrico Friedel-Treptow

Publiziert am 21. August 2015

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