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Heinkel He 380

What if

von Thomas Brückelt (1:72 Bird Models)

Heinkel He 380

Rudolf Vogel von Bird Models wandte sich mit der Idee, einen fiktiven Nachfolger der He 280 als Resin-Bausatz herauszubringen, an mich. Das Modell sollte auf der He 280 basieren. Die Idee gefiel mir, sodass ich Ansichten einer He 280 modifizierte. Der Rumpf und die Triebwerksgondeln wurden verlängert, das Cockpit wanderte ein Stück nach hinten, die Tragflächen erhielten eine starke Pfeilung und anstatt des H-Leitwerks sollte der Jet ein Kreuzleitwerk bekommen. Die Bezeichnung He 380 schien mir sinnvoll: Es blieb dabei.

Nur wenige Wochen später brachte Rudolf Vogel den Bausatz der He 380 V1 heraus, der sich an meiner Zeichnung orientiert. Dieser Kit stellt selbstverständlich die Basis meines Modells dar.

Heinkel He 380

Allerdings beschloss ich das Modell näher an meinen eigenen Entwurf heranzubringen (Vgl. beiliegendes Foto vom Originalmodell). Ich verkürzte die Tragflächen von innen her und baute eigene Flügelwurzeln, die mit großen Radien in den Rumpf übergehen. Den Vorderrumpf verlängerte ich um 8 mm, das Cockpit ließ ich an der Position. Das sieht zwar nicht so flott aus, wie in meinem ursprünglichen Entwurf, betont dafür die Verwandtschaft zur He 280.

Heinkel He 380

Das Cockpit höhlte ich nach vorne hin noch weiter aus. Auch setzte ich den hinteren Bereich etwas tiefer, um ihn später mit ein paar Strukturen aufzuwerten. Im Eigenbau entstanden Instrumentenbrett, Steuerknüppel, Seitenkonsolen und das Visier. Der Pilot stammt aus dem He 280-Kit von Huma.

Heinkel He 380

Da meine Leitwerksflächen etwas größer vorgesehen waren, als die im Bausatz, stellte ich diese ebenfalls komplett neu her.

Heinkel He 380

Die Triebwerksgondeln verlängerte ich um 12 mm, indem ich drei dem Querschnitt angepasste, 4 mm starke Polystyrolplatten aufklebte. Die Lufteinläufe liegen getrennt bei. Diese fräste ich ebenfalls auf. Die vorderen Verdichterräder stellte ich dar, indem ich sie als Decal druckte. In der Mitte fand ein aus einem Spritzgussast „gespitzter" Konus seinen Platz.

Nachdem die Hauptkomponenten gefügt waren, gab es noch jede Menge Spachtel- und Schleifarbeit.

Dem Bausatz liegen zwei Tiefziehhauben bei. Leider hatte ich die erste verschnitten und die zweite Haube hatte im vorderen Bereich eine Falte. So baute ich mir aus Balsaholz eine eigene Tiefziehform und fertigte mir das Ersatzteil selbst an.

Heinkel He 380

Das Modell sollte fliegend dargestellt werden. Ein Ständer aus einer zugesägten Holzplatte mit einem Ø1,5mm starken CFK-Stab hebt das Flugzeug in sein Element.

Aus gezogenen Gießästen stellte ich außen noch ein paar Details dar: Venturi-Rohr, Antenne und die Mündungen der seitlich angeordneten Maschinenkanonen. Da der Vorderrumpf verlängert wurde, käme eventuell ein größeres Kaliber als bei der He 280 für die mittlere Kanone in Frage. Eine Kanüle imitiert den Lauf.

Die Lackierung fand mit Pinsel und Schwamm statt (Emails von Revell). Dem Bausatz liegen keine Nassschiebebilder bei, sie stammen aus der Restekiste bzw. von zugekaufen Decalsätzen.

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Heinkel He 380

 

Die Umsetzung von Rudis Idee - zunächst als Zeichnung und dann als Modell - hat mir viel Freude und anspruchsvolle Modellbaustunden beschert. Der Bausatz ist in seinem ebay-Shop „Rudolfs Bird Models" - mittlerweile in zwei Ausführungen - zu finden.

Thomas Brückelt,
www.acrokit.com

Publiziert am 09. Juni 2017

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