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Supermarine Seafire Mk.1b

von Michael Götz (1:32 Revell)

Supermarine Seafire Mk.1b

Die Supermarine Seafire Mk.1b basiert auf der Spitfire Mk.V. Sie wurde beschafft, um die alten Trägermaschinen wie z.B. die Grumman Martlet zu ersetzten. Die ersten Seafires waren Spitfires, die einen Fanghaken und ein paar Verstärkungen erhalten hatten. Nach den ersten Erprobungen, die erfolgreich verlaufen waren, konnte die Seafire in Serie anlaufen. Die ersten 118 Mk.1b wurden aus Zellen der Spitfire Mk.V umgerüstet. Ihre Bewaffnung bestand aus 2x20mm Hispano Mk.II Kanonen und 4x .303 (7,7mm) Browing MGs. Angetrieben wurden sie vom Rolls Royce Merlin Motor der Spitfire Mk.V. Für den Einsatz im Pazifik erhielten die Seafires einen Tropenfilter, der ihr ein sehr markantes Aussehen gab. Die Spitze der Entwicklung war die Seafire Mk.47, die ihre letzten scharfen Einsätze im Korea Krieg (1950-53) flog.

Supermarine Seafire Mk.1b

Zum Modell:

Wer eine Seafire im großem Maßstab bauen möchte hat bisher nur zwei Möglichkeiten: Entweder eine Hasegawa Spitfire Mk.V mit dem Conversion Set von Airwaves zu kombinieren, oder aber der Bausatz von Revell. Der Bausatz von Revell basiert jedoch auf dem sehr alten Bausatz der Spitfire Mk.1 aus den 70er Jahren. Der Revell Bausatz glänzt durch sehr gute Oberflächendetails mit versenkten Schraubenköpfen und Linien. Am Heck sind aber auch erhabene Details zu erkennen. Insgesamt sehr gut wiedergegeben. Nun aber zu den Minuspunkten. Um aus dem Teil eine Seafire zu machen, braucht es schon ein ganz gutes Stück Arbeit. Revell hat dem Grundbausatz nur einen Fanghaken, zwei Stöcke (sollen die 20mm Kanonen sein), eine zu kurze Nase und zwei Beulen dazu getan. Um aber eine relativ richtige Seafire zu bekommen braucht es schon etwas mehr. Da der Flügel auf der Spitfire Mk.1 basiert, kann man da trotz der Beulen mal nicht den Flügel der Mk.V draus machen. Da die Beulen auch noch zu groß sind, bleibt es nun jedem selbst überlassen, ob man sie aus dem Kasten baut oder aber sich die Arbeit macht, das alles umzubauen. Ich für meinen Teil habe mich für einen Mittelweg entschieden. Schon einmal lag dieser Bausatz auf dem Basteltisch, es war 1993, als ich diese Mühle mal oob gebaut hatte. Da aber einige Teile nicht wirklich zu gebrauchen waren, wurde kurzer Hand auf dem Zubehörmarkt das benötigte Material besorgt.

Zum Einsatz kamen:

  • True Details Resin Räder
  • Master in Miniatur Detail 20mm Hispano Kanonen
  • Quickboost Resin Auspuffanlage
  • Eduard Sitzgurte

Supermarine Seafire Mk.1b

Weitere Materialen waren Plastiksheet/Profile, etwas Bleidraht und Reste der Ersatzteilkiste. Das Cockpit ist aus dem Kasten schon ganz nett, ich habe jedoch weitere Teile bzw. Spanten hinzugefügt und auch die Bodengruppe vervollständigt. Da die Sea- bzw. Spitfire aber keinen Boden hat, wurden halt die nicht vorhandenen Bodenstreben ergänzt. Etwas Bleidraht in verschiedenen Stärken sowie der Eduard Gurt machen das Cockpit schon viel ansehnlicher. Der Rest ist mit einer guten Bemalung/Alterung heraus zu holen. Des Weiteren habe ich mich mit den nicht vorhandenen Fahrwerksschächten beschäftigt. Hier hilft dünnes Plastiksheet weiter, um den Einblick in den Flügel zu unterbinden. Die beiden Kühler unter den Tragflächen wurden noch mit gewebten Metallmatten (ähnlich wie ein Teesieb) ergänzt. Die Tragflächen wurden ein wenig umgebaut, um denen einer Mk.V näher zu kommen. Die Bewaffnung musste angepasst werden und hier und da wurden Öffnungen verschlossen. Die gedrehten 20mm Kanonen von Master sind wirklich sehr gut gemacht und werten das Modell doch schon deutlich mit auf.

Supermarine Seafire Mk.1b

Der Fanghaken von Revell ist ebenfalls ein kleines Problem, er soll einfach auf den unteren Rumpf geklebt werden. Bei der Seafire war er aber im Rumpf versenkt, also wurde das ebenso umgesetzt. Schnell die Säge genommen und die Öffnung war da. Der Haken von Revell sah aber nicht nach so einem aus. In der Restekiste fand sich aber schnell Ersatz. Da wir dann mal am Rumpf sind, musste auch der Spinner dran glauben. Revell hat zwar einen neuen dazu getan, jedoch ist dieser viel zu kurz. Damit dieser nun größer wurde, habe ich den Mk.1 Spinner genommen und den neuen zu kurzen einfach auf diesen drauf geklebt und grob angepasst. Im weiteren Verlauf muss viel gespachtelt und geschliffen werden, um die neue Form zu bekommen.

Supermarine Seafire Mk.1b

Nebenher habe ich dem Motor noch ein paar Kabel spendiert, um ihn zumindest an einer Seite offen zeigen zu können. Da es der Bausatz erlaubt alle Ruder beweglich zu gestalten, habe ich diese in verschiedenen Positionen angeklebt. Die Scharniere der Höhenruder sind leider viel zu groß und so bei einer Spit nicht zu finden, aber was soll’s, der Bausatz ist halt alt und man kann halt nicht alles haben. Der Bau an sich war gut zu bewältigen, die Flügel passten jetzt nicht so toll, aber im großen und ganzen ok für sein Alter. Nach den üblichen Spachtel- und Schleifarbeiten kam nach der Grundierung eine Schicht Aluminium von Tamiya auf das Modell. Darauf folgten dann die drei Farbtöne von Gunze (Dark-Green, Dark-Seagrey und Sky).

Für die Decals kam dann glänzender Klarlack auf die Seafire, und nachdem dieser getrocknet war, konnten die Abziehbilder auf das Modell gebracht werden. Die Decals haben sich ohne Probleme verarbeiten lassen, in der Version von 1993 war das nicht der Fall! Eine weitere Schicht schützte nun die Decals vor der Alterung, diesmal wollte ich eine richtig gut abgeflogene Maschine bauen. Die Farbe wurde überall dort abgekratzt, wo sie auch beim Original nicht mehr vorhanden war. Ein schönes Farbfoto plus einige gute in S/W halfen hier gut weiter. Der raue Einsatz auf See setzt der Lackierung deutlich stärker zu als Maschinen, die an Land im Einsatz standen. Daher konnte ich mich mal wieder so richtig schön austoben was Alterung angeht. Mit verschiedenen Ölfarben wurde das Modell dann weiter behandelt und später mit mattem Klarlack versiegelt. Die Endmontage beendete dann den Bau der Seafire Mk.1b.

Supermarine Seafire Mk.1b

Revell gegen Hasegawa

Für Revell sprechen der günstige Preis, die guten Oberflächen plus Decals. Selbst mit Zubehör noch günstiger und Arbeitsaufwand gleich/evtl etwas mehr. Gegen Revell sprechen die falsche Basis, es müsste eine Spitfire Mk.V sein, fehlende Details, die Passgenauigkeit, Gullwing zu flach, Klarsichteile zu flach.

Für Hasegawa sprechen die richtige Basis, gute Innen- und Außendetails (Propeller etc), Fahrwerksschächte vorhanden etc. Gegen Hasegawa sprechen der Preis, der mit Conversion Set doch sehr hoch ist, die erhabenen Gravuren, und die Tatsache, dass es keine Decals für eine Seafire gibt.

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Supermarine Seafire Mk.1b

 

Fazit:

Nun kann jeder für sich selber entscheiden was er macht, ich für meinen Teil baue gerne schon mal einen „Underdog“  ;-)

Michael Götz

Publiziert am 02. September 2010

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