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Supermarine Spitfire Mk.I

(Revell - Nr. 00021)

Revell - Supermarine Spitfire Mk.I

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:00021 - Supermarine Spitfire Mk.I
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juni 2010
Preis:ca. 25 €
Inhalt:
  • 76 Bauteile in Hellgrau, verteilt auf mehrere kleine Spritzlinge
  • 4 Klarsichtteile
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung in Schwarz-Weiss

Besprechung:

Revell - Supermarine Spitfire Mk.I

Zusammen mit der Me 109 ist die Spitfire das bekannteste Flugzeug des 2. Weltkrieges. Sie wurde in zahllosen Varianten bis weit nach Beendigung des 2. Weltkrieges in über 22.500 Exemplaren gebaut. Der für die Spitfire entwickelte Merlin 12-Zylinder Motor mit anfangs 1.175 PS - später waren es über 1.720 PS - war so überragend, dass er in den USA in Lizenz gebaut wurde. Mit Beginn des 2. Weltkrieges hatte die RAF die Spitfire Mk. I bereits bei ihren Jagdverbänden eingeführt. Insgesamt wurden 1.566 Spitfire Mk. I gebaut mit denen man bis zum Beginn der Luftschlacht um England 19 Squadrons ausrüstete.

Quelle: Revell

Supermarine Spitfire Mk.ISupermarine Spitfire Mk.ISupermarine Spitfire Mk.ISupermarine Spitfire Mk.ISupermarine Spitfire Mk.ISupermarine Spitfire Mk.I

Supermarine Spitfire Mk.I

 

Beim einundzwanzigsten Bausatz in der Classics-Linie haben wir einen Vertreter der Revell'schen 1:32er Modelle vom Ende der 1960er Jahre vor uns. Mit gerade einmal 76 Einzelteilen eine recht übersichtliche Angelegenheit. Die Oberflächendetaillierung ist ein Mix aus versenkten und erhaben geprägten Nietenreihen nebst einigen sehr feinen versenkten Gravuren. Es scheint als wurde der Bausatz zwischenzeitlich überarbeitet, erkennbar an dem Copyright von 1990 welches auf der Innenseite der Tragläche aufgeprägt ist. Diesen Eindruck machen auch einige der Steuerflächen. Der Umfang der Detaillierung hält sich in Grenzen, im Cockpitbereich ist zumindest das Wichtigste vorhanden, wenn auch teilweise stark vereinfacht. Hier kann man sich richtig austoben, wenn man seine Fähigkeiten in Sachen selber nachdetaillieren trainiern will. Die Schiebehaube ist in ihrer Form nicht korrekt und viel zu flach, eher eine leicht ausgebeulte Version der ersten, komplett flachen Haube. Hier hilft wohl nur Komplettersatz. Im Fahrwerksbereich sieht es eher noch düsterer aus. Aufgrund des einziehbar baubaren Fahrwerks fehlen die Schächte und die Teile sind insgesamt recht plump, inklusive der Räder. Dem Bausatz liegt eine vollständige Nachbildung des Merlin Motors bei, bis zum Erscheinen des Tamiya-Bausatzes der einzige in 1:32 mit diesem Feature. Keine überwältigende Detaillierung aber eine gute Grundlage. Bei den Abgasrohren muss man sich etwas einfallen lassen, die Bausatzteile sehen aufgrund von Formversatz grausig aus. Eine Option auf die man seinerzeit bereits hätte verzichten können sind die beweglichen Steuerflächen. Zwar spart man sich die Arbeit diese ggf. herauszusägen, erkauft sich diesen Vorteil aber mit heftigen Anlenkpunkten, die zuerst mühselig eliminiert werden müssen. Wie vielen anderen Spitfire Modellen auch, fehlt der charakteristische Übergang vom Rumpf zur Tragfläche auf der Unterseite. Der Übergang ist hier völlig flach, tatsächlich sollte hier die Kontur wie bei einem auf dem Kopf stehenden W verlaufen (engl: Gullwing). Eine Korrektur dieses markanten Bereiches dürfte sehr schwierig sein. Alles in Allem kein Spitzenbausatz, jedoch eine gute Grundlage seine eigenen Fähigkeiten zu trainieren und erste Gehversuche auf dem Gebiet der hausgemachten Details zu unternehmen. Für 25 Euro aber einen Tacken zu teuer, 17 Euro hätten da auch gereicht.

Revell - Supermarine Spitfire Mk.I

Die Decals sind wieder einmal erste Sahne, sauberer versatzfreier Druck und sehr reichhaltig. Gebaut werden können zwei Maschinen im damaligen Standardanstrich Dunkelgrün & Erdbraun über Himmelblau (Sky), endlich mal ohne die elende Farbmischerei. Die Bauanleitung ist klar und verständlich aufgebaut und führt in 20 Bauabschnitten ans Ziel.

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Supermarine Spitfire Mk.I

 

Darstellbare Maschinen:
  • Spitfire Mk.Ia, N3029, c/n 318, DW-K, No.610 Squadron, Luftschlacht um England im Sommer 1940
  • Spitfire Mk.Ia, L1004, LO-Q, No.602 (City of Glasgow) Squadron, Sqn.Ldr. A. "sandy" Johnstone, Westhampnett Air Base, Luftschlacht um England im Juni 1940
Stärken:
  • Teilweise versenkte Gravuren
  • Insgesamt gute Formtreue, mit Ausnahme des Überganges von Flügel zur Rumpfunterseite
  • Motornachbildung
  • Umfangreicher Decalbogen
Schwächen:
  • Magere Detaillierung im Cockpit
  • Durch bewegliche Teile wirken manche Bereiche eher spielzeughaft
  • Teilweise viel Grat an den Teilen
  • Wölbung der Schiebehaube zu gering
Anwendung:
  • Mittel, je nach Eigenarbeit die man bereit ist zu investieren

Fazit:

Durch die Überarbeitung von 1990 ist dieser Bauusatz weder Fisch noch Fleisch. Der durchaus brauchbaren Oberflächendetaillierung steht ein simpel eingerichtetes Cockpit gegenüber. Die vielen Gimmicks in Form von beweglichen Teilen tragen nicht gerade zum positiven Gesamteindruck bei.

Weitere Infos:

Referenzen:
  • Squadron Signal In Action No 039 - Supermarine Spitfire
  • SAM Modelers Datafile No 3 - Supermarine Spitfire Pt 1
  • Monografie Lotnicze No 38 - Supermarine Spitfire Pt 1
  • Warbird Tech Series No 35 - Merlin Powered Spitfire
  • Aero Detail No 8 - Supermarine Spitfire MkI - V
  • Famous Airplanes of the World 25 - Supermarine Spitfire
  • Makettstudio No 07 - Spitfire
  • Spitfire MKs I-V: Airlife Combat Legend Series
  • On Target Profiles No 4 - Spitfire MK I to VI in the ETO

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 20. Juli 2010

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