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Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

von Stefan Zimmermann (1:72 Eduard)

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Zum Vorbild:

Der Erstflug der IL-2 fand am 02. Oktober 1939 statt und die Werkserprobung dauerte noch bis zum 26. März 1940. Danach ging dieser Flugzeugtyp in die staatliche Erprobung über, welche vom 01. bis zum 20. April 1940 andauerte und ihm die Eignung als Schlachtflugzeug bescheinigte. Aufgrund der mittelmäßigen Leistungen des verwendeten Motors Mikulin AM-35 entwickelte Mikulin, auf Bitten Iljuschins, in Eigeninitiative ein stärkeres Triebwerk, den AM-38.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Als die Vorbereitungen zum Bau einer kleinen Vorserie fast abgeschlossen waren, erging plötzlich die Forderung, die IL-2 zum Einsitzer um zurüsten, da ein nach hinten feuernder Bordschütze als überflüssig angesehen wurde. Iljuschin baute deshalb die erste ZKB-55 dementsprechend um und ersetzte gleichzeitig den AM-35 durch den AM-38. Die Erprobung erfolgte als ZKB-57 vom 12. bis zum 22. Oktober 1940. Das Flugzeug erreichte dabei dank des stärkeren Motors in Bodennähe 423 km/h. Die Militärs erkannten jedoch die Notwendigkeit eines solchen Flugzeuges nicht und so erfolgte kein Auftrag zur Serienproduktion. Erst nach einem Treffen von Iljuschin und Mikulin mit Stalin im Dezember 1940 wurde von diesem persönlich der Bau angeordnet.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Der Erstflug der ersten Serien-Il-2 erfolgte am 10. März 1941. Bis zum Kriegsbeginn am 22. Juni 1941 wurden 249 Il-2 ausgeliefert. Kurz darauf erfolgte die Verlegung der Produktion nach Kuibyschew. Noch im Herbst desselben Jahres war die Evakuierung abgeschlossen und die Il-2 wurde von da an in stetig steigenden Zahlen den ganzen Krieg hindurch hergestellt und an die Fronteinheiten geliefert, bis die Produktion im Jahr 1945 auf das Nachfolgemodell Il-10 umgestellt wurde.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Bereits bei den ersten Kämpfen erlitt die Il-2 größere Verluste. Dies war einerseits auf den zu dieser Zeit fehlenden Jagdschutz zurückzuführen, andererseits auf die mangelnde Verteidigungsfähigkeit des Musters im rückwärtigen Bereich. Im Februar 1942 wurde darum beschlossen, die Il-2 entsprechend Iljuschins früheren Entwürfen wieder zum Zweisitzer um zubauen. Die Erprobung dieses als Il-2M bezeichneten Modells erfolgte im März desselben Jahres, gleichzeitig wurde ein stärkerer AM-38F-Motor eingebaut.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Die Bewaffnung bestand aus Maschinengewehren, Bordkanonen des Kalibers 20 mm, 23 mm oder 37 mm sowie Bomben oder ungelenkten Luft-Boden-Raketen RS-82 und RS-132 (Kaliber 82 mm oder 132 mm). Ab 1943 kam die sehr wirksame Hohlladungsbombe PTAB hinzu.Die IL-2 eignete sich hervorragend zur Bekämpfung von Panzern oder gepanzerten Zielen und war in den Reihen der Wehrmacht als sowjetisches Gegenstück zur deutschen Ju-87 "Stuka" gefürchtet. In der Schlacht um Kursk z.B. trugen IL-2 wesentlich zum Erfolg der Sowjets bei.

Quelle: Wikipedia

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Zum Modell:

Der Bau dieses Eduardkits verlangte mir viel Ausbesserungsarbeit ab, denn es stecken einige "Goofs" in diesem Modellbausatz. Neben den üblichen zu verspachtelnden Klebenähten gesellte sich auch ein ordentlicher "Treppenabsatz" am Bauch dazu, genau dort wo sich der Übergang zwischen Tragflächenbauteil und hinterem Rumpfbereich befindet. Das Verspachteln und Schleifen dieses Bereichs hatte zur Folge, dass Oberflächendetails verschwanden und neu graviert werden mussten.

Ein weiteres Manko ist die Canopy, die zwar schön klar und detailliert gespritzt ist, aber in der Breite nicht bündig mit dem Cockpit abschließt. Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass dieser Bausatz schon seit Mitte der Neunziger (!) in meinem Depot schlummert und vielleicht deshalb auch etwas an Qualität verloren hat.

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Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

 

Auch zu beiden Seiten des Cockpits befanden sich zwei ordentliche "Canyons" die erst nach massivem Einsatz von Flüssigspachtel und Schleifpapier verspielt hatten.

Jedoch besitzt das Modell schöne Oberflächendetails und ist, meiner Meinung nach, von den Proportionen recht stimmig.

Dem Bausatz liegen Decals und Bemalungsvorlagen für fünf verschiedene Maschinen bei, ebenso eine Ätzteilplatine und ein kleiner Resinast.

Nach dem Zusammenbau des Rumpfes und der Tragflächen bekam meine IL-2 eine Grundierung mit Tamiya Primer verpasst. Danach erfolgte die Lackierung der Unterseite in Himmelblau von Vallejo (Model Air).

Ursprünglich wollte ich das Modell in einem zweifarbigen Tarnmuster (Grün/Braun) brushen, ließ mich jedoch von einem Bastelkollegen davon überzeugen, ein dreifarbiges Tarnschema aufzubringen. Zuerst kam "Russian Green" (Vallejo) aufs Modell. Es folgten Braungrau (Revell) und ein mittleres Grau (Gunze), welche ich sämtlich frei Hand mit einer 0,25 Düse bei 1,5bar aufgebrusht habe.

Für alle weiteren Lackierungen (Pinsel) kamen Farben von Lifecolor, ModelMaster und die Aquas von Revell zum Einsatz.

Die Canopy habe ich übrigens mit kleinen Tamiya Tape-Streifen und Maskol maskiert. :-)

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Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

 

Nach Montage von Fahrwerk und Propeller, dem Heckschützen-MG und der Kanonen (Kanülen anstatt der kiteigenen Plastikläufe) bekam das Modell eine Lage Emsal Glänzer verpasst und es ging nun an die Decals. Diese waren dünn gedruckt, äußerst empfindlich und einige sind mir beim Aufbringen auch zerrissen, so dass ich die einzelnen Teile mühsam zusammen schieben musste. Aber dafür legten sie sich auch hauteng an die Modelloberfläche. Decal Soft verfeinerte das Ganze.

Nach den Decals gab es erneut Emsal auf die Oberfläche und ich begann mit dem Weathering. Hierbei benutzte ich in der Hauptsache Pastellkreide. Die Abgasfahnen habe ich mit stark verdünntem Schwarz und Grau gebrusht.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Versiegelt wurde alles mit mattem Klarlack von Vallejo, den ich hier zum ersten Mal ausprobierte und mit dem Ergebnis recht zufrieden bin.

Zum Schluss kam noch ein Antennendraht aus gezogenem Gussast hinzu.

Zum Fotografieren bin ich nach draußen gegangen, da an diesem Tag Petrus es gut mit dem "Ländle" meinte und man im Tageslicht einfach tolle Aufnahmen machen kann. Zu diesem Zweck fixierte ich mit Hilfe von Malerkrepp eine Holzplatte, die mit Gras aus dem Eisenbahnmodellbau bezogen war, auf einem Fotokamerastativ und brachte das Modell darauf in Position.

Ich hoffe, meine "Stormovik" gefällt und grüße euch herzlichst aus dem Schwarzwald.

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Iljuschin Il-2 M3 Sturmowik

Stefan Zimmermann,
www.zimmosflugwelten.de

Publiziert am 03. September 2011

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