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Avro York C.1

von Beat Gysi (1:72 CMR)

Avro York C.1

Zum Original:

Erst mal was zum Vorbild, so bekannt ist der Typ ja nicht: Im Jahre 1941 begann Roy Chadwick bei Avro mit den Arbeiten an einem neuen Langstrecken-Transportflugzeug basierend auf der Avro Lancaster. Das Ergebnis war die Avro Typ 685 York, deren Prototyp am 5. Juli 1942 zum ersten Mal flog. Chadwick verwendete die Flügel und das Leitwerk der Lancaster, das er mit einem größeren Rumpf und einem dritten Seitenleitwerk verband.

Avro York C.1

Die Serienproduktion begann 1943 und endete im November 46. Total wurden 258 Maschinen, 208 für die RAF und 50 zivile, gebaut. Einige der RAF Maschinen hatten eine VIP Ausstattung und dienten unter anderem Winston Churchill, Lord Mountbatten Vizekönig von Indien, Henry, Duke of Gloucester Generalgouverneur Australiens sowie Jan Christiaan Smuts, ein südafrikanischer Staatsmann, als Reisemaschinen.

Die erste zivile York wurde 1944 an die BOAC geliefert. Die Yorks flogen bei vielen Airlines in Großbritannien und dem Commonwealth, aber auch im Iran oder Libanon. Die letzten York flogen bis 1964 bei der Dan-Air London.

Avro York C.1

Die York erlebte den Höhepunkt ihrer Karriere sicherlich zur Zeit der Berliner Luftbrücke. Die Yorks der RAF flogen über 58.000 Einsätze nach Berlin, bei denen sie jeweils zehn Tonnen Fracht transportierten. Gesamthaft wurde knapp die Hälfte aller britischen Hilfsgüter mit den York eingeflogen.

Die York war 23.9 Meter lang, hatte eine Spannweite von 31.1 und war 5 Meter hoch. Die zehn Tonnen Fracht konnte sie mit maximal 467 km/h über 4990 km Entfernung transportieren.

Mein Modell stellt die York C.1 mit der Seriennummer MW 172 dar, sie war bei der No.241 Operational Conversion Unit, RAF während der Berliner Luftbrücke eingesetzt.

Avro York C.1

Zum Modell:

Verwendet habe ich folgende Bausätze und Zubehörsets:

  • Avro York C.1 Umbauset "Berliner Luftbrücke" von Czech Master Resin
  • Hasegawa Lancaster als Lieferant für die Flügel
  • Landeklappen für die Lancaster von Eduard
  • Lancaster exterior Set von Eduard
  • diverse Eigenbauteile

Avro York C.1

Der Bau war nicht ganz ohne Tücken, wobei vieles auf die Ätzteile und die Alclad-Lackierung geschoben werden kann. Der Resinrumpf von CMR ist von guter Qualität und auch sehr hübsch detailliert. Der Anschluss an die Hasegawa-Flügel ist gut durchdacht und bei sauberer Arbeitsweise kein Problem.

Avro York C.1

Die Kabinenfenster habe ich mit klarem Gießharz von innen her ausgegossen, hat ganz gut funktioniert, nur muss ich beim nächsten Mal etwas dickeres Klebeband verwenden. Die Fenster wölben sich durch das Andrücken vom Klebeband alle etwas nach innen.

Avro York C.1

Etliche Stunden habe ich für die Lackierung aufgewendet, am Schluss war's aber die Mühe wert.

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Avro York C.1

 

Beat Gysi

Publiziert am 27. Februar 2012

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