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McDonnell Douglas F-4D Phantom II

432.TFRW/13.TFS - Udorn/Thailand 1969

von Matthias Erben (1:72 Monogram)

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Für die Phantom habe ich als Ausgangsbasis den Monogram-Bausatz gewählt; warum Monogram, der erst noch graviert werden muss und nicht den „Superbausatz“ von Hasegawa? Hasegawa wird in Hinsicht Maßhaltigkeit, Proportionierung und Detaillierung von dieser Verkleinerung der 48er Monogram-Phantom deklassiert.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Im direkten Vergleich fielen mir bei dem Hasegawa-Bausatz u.a. folgende Fehler auf:

  • Heck ist am Anschlagpunkt der Stabilisatoren um 4(!)mm zu breit
  • Cockpitsektion hat einen falschen Querschnitt mit zu abgeplatteten Bordwänden
  • Form der Lufteinläufe ist zu ausgebeult
  • alle Zusatztanks haben eine falsche Form
  • Höhe der inneren Pylonen ist um etwa einen mm zu gering
  • falscher Grundriss der Stabilisatoren (da fehlt an Spannweite, was am Rumpfheck dazugegeben wurde)
  • die Wiedergabe aller Kleinteile wie Räder, Cockpitinneneinrichtung, Schubdüsen usw. verliert den direkten Vergleich mit Monogram
  • auch die glasklaren Kanzeln sind nutzlos, weil in der Seitenansicht die Trennlinien zwischen den einzelnen Kanzelteilen um ca. 15° falsch orientiert sind
  • viele der ohnehin teils sehr verwaschenen Gravurlinien liegen einfach falsch

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Ich konnte keinen einzigen Punkt finden, an dem der Hasegawa-Bausatz besser wäre, als der von Monogram.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Eine aus meiner Sicht wichtige Nebenbemerkung: Wenn ich hier objektive Bausatzfehler aufzähle, heißt das nicht, dass man nicht auch aus dem Hasegawa-Bausatz ein wunderschönes Modell bauen kann, ohne diese Fehler auszugleichen. Vor ein paar Jahren habe ich in Braunschweig eine phantastische 1/72 Bundeswehr-Phantom gesehen, die aus dem noch abwegigeren Revell-Bausatz entstanden war und absolut zu Recht prämiert wurde.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Ich habe mein Modell graviert und an einigen charakteristischen Stellen nachgenietet. Die Kanzeln wurden gezogen, geknickt und mit Aufkleberfolie gerahmt. Diese Arbeiten kosteten die meisten Nerven. Die Lufteinläufe wurden nach hinten verlängert und mit 0,2mm Plastikplatten verblendet, um Tiefe zu erzeugen.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Ansonsten die üblichen kleineren Detaillierungen. Der Zentraltank stammt aus dem analogen Monogram F-4J Bausatz. Beim F-4D Bausatz ist an der Zentralposition ein Kanonenbehälter vorgesehen. Die Abziehbilder stammen von mehreren üblichen Verdächtigen auf diesem Gebiet.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Ich benutze vorwiegend Acrylfarben aus dem Baumarkt an der Ecke, die meiner Meinung nach wesentlich bessere Eigenschaften hinsichtlich Verarbeitungsfähigkeit und Pigmentierung besitzen, als die Farben aus der Modellbaubranche und das zu etwa einem Zehntel des Preises. Man muss halt nur ein bisschen mischen. Der Endlack meiner Wahl kommt aus dem Künstlerbedarf und stammt von der Firma LASCAUX (Matt 2061). Er ist kratzfest, lichtecht und tut alles das, was der Hersteller verspricht. 250ml etwa 10,-€.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Fazit:

Ein phantastisch guter Bausatz zu einem Spottpreis, der mich während des Baus immer wieder begeisterte und mir Anlass gab, Umbauten in RF-4E und F-4G zu beginnen, auch wenn deren Vollendung noch in den Sternen steht.

McDonnell Douglas F-4D Phantom II

Matthias Erben

Publiziert am 24. Februar 2005

Die Bilder stammen von Jens Kroeger.

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