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PzKpfw. VI Ausf. B

Sd.Kfz. 182 "Königs Tiger"

von Michael Franz (1:16 Trumpeter)

PzKpfw. VI Ausf. B

Die Wanne samt Innenausstattung

Die Laufwanne wird versäubert und trocken mit der Oberwanne zusammengefügt - alles scheint bestens zu passen. Es kann daher mit dem Zusammenbau der Unterwanne begonnen werden. Soweit die zusammengefügten Komponenten auch nach der Montage im Innenraum noch bemalt werden können, wird alles weitgehend bereits fest verbaut. Am Fahrerplatz sind dies Pedale, Hebel etc., sowie erste Teile des Getriebes an den Antriebsrädern. Weiterhin wird die Notausstiegsluke eingeklebt, die später zwar anders als der Boden bemalt wird, aber hierzu noch bestens zugänglich sein wird. Sämtliche Leitungen und hier noch fehlende Teile werden dann nach der ersten Lackierung montiert. Die Trennwand zum Motorraum sowie die beiden Seitenwände im Motorraum werden komplett montiert, jedoch erst nach der Lackierung angebracht.

Alle Details werden nach der Lackierung mit dem Pinsel bemalt.

Aufgrund der nur sehr geringen Sichtbarkeit aller Innenteile (trotz später offener Luken und herausnehmbarer Klappen) verzichtete ich auf eine weitere Detaillierung. Der Innenraum wird OOB gebaut, anschließend lackiert und gealtert.

Laufollen, Antriebsräder etc.

Die Laufrollen bestehen jeweils aus vier Einzelteilen sowie den Poly-Caps. Sämtliche Teile werden versäubert und anschließend miteinander verklebt - 18 Rollen bedeutet viel, viel Arbeit zum Versäubern der Einzelteile. Die Antriebsräder werden ebenfalls zusammen geklebt, verspachtelt und verschliffen. Sämtliche Radaufhängungen werden ebenfalls fertig montiert und beiseite gelegt, diese werden dann nach der Lackierung des Innenraums eingebaut.

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Getriebe und Motor

Sowohl das Getriebe als auch der Motorblock werden komplett vor dem Lackieren als jeweils eigenständige Einheit zusammengebaut und dann per Airbrush lackiert. Nach einer dann folgenden Bemalung der Details folgt eine Alterung und Verschmutzung, bevor dann die fertigen Einheiten in der Panzerwanne montiert werden. Das Getriebe ist bereits fertig montiert, am Motorblock fehlen noch einige Teile. Beide müssen noch verspachtelt und verschliffen werden.

Lackierung des Innenraums

Die Lackierung des Innenraums beginnt mit einer Grundierung in Dunkelgrau über sämtliche Teile. Die Grundierung erhält dann genügend Zeit, um komplett durchzutrocknen, bevor dann mehrere Schichten Haarspray folgen. Anschließend folgt die eigentliche Lackierung der Bauteile in ihren späteren Farben.

Diese Lackschicht wird anschließend wieder mit warmem Wasser, Pinsel und Zahnstocher teilweise entfernt und zerkratzt, um einen stark benutzten Innenraum darzustellen. Es folgen die Bemalung der Details, bzw. dann auch die ersten Decals im Innenraum (Anzeigen & Beschriftungen) sowie eine Bemalung der "andersfarbigen" Teile am Motor. Nach der Montage der einzelnen Baugruppen sowie dem Anbringen der weiteren Kleinteile folgen noch mehrere Washings mit Ölfarben sowie diverse Pigmente und Graphit.

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Der fertige Innenraum

Nach Montage sämtlicher Bauteile des Innenraums inklusive sämtlicher Munition erfolgt ein letzter Auftrag mit Klarlack, bevor dann alles nochmals dezent mit einem dunkelbraunen Washing versehen wird. Die Darstellung von Schmutz, Staub, etc. erfolgt mit Pigmenten von MIG, welche anschließend mit Terpentin fixiert werden. Die Darstellung von ausgelaufenem Öl erfolgt mit "Oil and Grease Stain" von MIG, sowie mit Ölfarben.

Der Kampfraum ist soweit fertig gestellt und kann nun mit der Oberwanne zusammengefügt werden, welche bereits eine Bemalung in Rot erhalten hat und in welche das MG bereits eingebaut wurde. Das MG besteht aus Messingdrehteilen von Aber, welche vor der Montage brüniert wurden. Das MG ist voll beweglich und wird vor der Außenlackierung maskiert.

Zusammenfügen der Wanne sowie deren Anbauteile

Nach der Fertigstellung des Innenraums werden die beiden Wannenteile zusammengefügt, verklebt und nach genügend Trockenzeit verspachtelt und verschliffen. Es werden dann die Motorabdeckungen sowie die Abdeckung vom Fahrerraum zusammengesetzt und mit Ätzteilen verfeinert. Alle Abdeckungen verbleiben lose, so dass später ein Blick in den Innenraum noch möglich bleiben wird.

Anschließend werden sämtliche Anbauteile wie Werkzeuge, Scheinwerfer, Auspuffanlage Wagenheber, etc. zusammengesetzt, mit Ätzteilen von Aber verfeinert und montiert.

Kettenabdeckungen

Die Kettenabdeckungen seitlich sowie vorn und hinten werden zusammengesetzt, teilweise verlötet und anschließend mit der Zange etwas beschädigt. Eine der vorderen Kettenabdeckungen bleibt nach oben geklappt (sind beide beweglich), seitlich werden einige Teile fehlen (sind noch lose, werden nach der Montage noch mit Schraubenköpfen ergänzt), hinten wird die rechte Seite fehlen.

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Henschel-Turm und Innenausstattung

Die Innenausstattung des Turms wird vormontiert für die Lackierung, ebenso die Außenteile, welche vor der Lackierung auch komplett fertig gestellt werden können - einzig das Rohr samt Geschützblende bleibt separat, die Turmhülle abnehmbar.

Lackiert wird die Innenseite der Turmhülle in Weiß, ebenso der komplette Innenraum. Einzig die Bodenplatte wird in Rot, sowie diverse Kleinteile des Innenraums separat bemalt. Anschließend wird der Turm komplettiert und ist dann ebenfalls für die Außenlackierung fertig gestellt.

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Lackierung des Interieurs sowie Montage des Turms

Das Interieur wird nach dessen Zusammenbau lackiert und entsprechend des Fahrerraums gealtert. Aufgrund der fehlenden Einsicht später in das Innere des Turms erfolgt hier keinerlei weitere Detaillierung bzw. Ergänzung, der gesamte Innenraum wird 1:1 aus dem Kit zusammengebaut. Nach der Alterung wird das Interieur mit der Turmhülle verklebt und letzte Kleinteile angebracht, bevor es dann an die Endmontage mit Rohr gehen kann.

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Lackierung des Königstigers in 3-Farbentarnung

Einen relativ aufwändigen Abschnitt stellt die Lackierung dieses großen Modells dar. Gerade die Größe bzw. der große Maßstab sind hier ausschlaggebend und bieten die Möglichkeit für enorm viele Gestaltungsmöglichkeiten, nein - die Größe bietet nicht nur die Möglichkeit hierfür, sie fordert es geradezu, um das riesige Modell interessant, realistisch und spannend wirken zu lassen. Aus diesem Grund möchte ich auf die Lackierung dieses Modells im Folgenden näher eingehen.

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Grundierung

Aufgrund der vielen verschiedenen Materialien erfolgt im ersten Schritt eine Grundierung des gesamten Modells. Hierzu werden als erstes die Werkzeugstiele (aus Echtholz) abgeklebt sowie die Öffnungen des Turms und der Wanne verschlossen und das Modell in seine Einzelteile nochmals zerlegt (Wanne, Lauf- und Antriebsräder, Schürzen, Kettenabdeckungen, Klappen, Turm und Auspuffpanzerung). Wie beim Original erfolgt die Grundierung in einem Dunkelrot - der üblichen Farbe der Grundierung Deutscher Wehrmachts-Panzer. Nach dem vollständigen Trocknen der Grundierung erfolgt ein Auftrag von Salz zur Darstellung erster besonders tiefer Lackabplatzer. Hierzu wird das gesamte Modell Stück für Stück mit Wasser benetzt und anschließend Salz an den gewünschten Stellen aufgestreut bzw. auch an besonders stark beanspruchten Stellen ein mit Wasser angemischter Salzbrei aufgetragen. Der Salzauftrag muss dann vollständig trocknen, bevor es mit der eigentlichen Lackierung weitergehen kann.

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Lackierung - 1. Schritt

Zur eigentlichen Lackierung wird das gesamte Modell erst mit "Deutschem Dunkelgelb" von Lifecolor lackiert. Anschließend werden mit derselben Grundfarbe, mit Weiß aufgehellt, die Oberseiten und auch die schrägen Seitenteile der Wanne übernebelt und somit aufgehellt. Mit Dunkelgrau abgedunkelte Grundfarbe dient zur Darstellung der sich im Schatten befindenden Seiten / Teile. Weiterhin werden einzelne Klappen / Abdeckungen / Platten mit unterschiedlichen Farbtönen lackiert, um Abwechslung in die Lackierung zu bringen.

Auch diese Farbaufträge müssen vor den weiteren Schritten nun genügend Zeit zum Trocknen erhalten, bevor dann wieder ein Auftrag mit Wasser und Salz erfolgt, mit dem dann Lackschäden in den weiteren Farbschichten der Tarnlackierung dargestellt werden.

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Lackierung - 2. Schritt

Nachdem auch dieser Salzauftrag getrocknet ist, geht es an die Lackierung der eigentlichen Tarnlackierung. Hierzu wird zuerst mit Lifecolors "Schokoladenbraun" die erste Tarnfarbe, anschließend mit Dunkelgrün die zweite Farbe des Tarnmusters aufgetragen. Das gesamte Tarnmuster wird freihand mit dem Pinsel aufgebracht.

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Salzauftrag

Nach diesen Lackierarbeiten wird nun das gesamte Salz vom Modell entfernt, ebenso die abgeklebten Holzstiele des Werkzeugs. An den Stellen, an denen das Salz zuerst aufgebracht wurde, kommt nun die dunkelrote Grundierung zum Vorschein, unter den Stellen, wo das Salz danach aufgebracht wurde, ist nun in den braunen und grünen Tarnmustern die dunkelgelbe Farbe wieder sichtbar und stellt nun Stellen dar, an denen die Tarnfarbe abgeblättert ist.

Detailbemalung

Es folgt nun die Detailbemalung der Werkzeuge, Auspuffanlage und weiterer "andersfarbiger" Teile. Auch die bisher noch nicht angebrachten Teile (Stahlseile, ...) werden nun lackiert und montiert.

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Filtering

Die soweit fertig gestellte Lackierung erhält anschließend einen ersten Filter aus stark verdünnten braunen Ölfarben, um die verschiedenen Farbschichten zu homogenisieren und anzugleichen. Hierzu wird Ölfarbe "Umbra gebrannt" stark verdünnt über alles aufgetragen.

Anschließend werden mit derselben "Farbbrühe" erste Spuren ablaufenden Schmutzwassers angebracht.

An den Stellen der Kettenabdeckungen wird bereits ein erster dunklerer Schmutzstreifen erkennbar.

Alterung des Königstiger und dessen Verschmutzung

Der erste Schritt der Alterung ist ein weiteres braun/gelbes Washing über alles, bevor dann mit Pigmenten der untere Teil der Wanne sowie hinter den Laufrollen trocken bepinselt und anschließend mit Verdünnung fixiert wird. Dieser "angetrocknete Matsch" erhält dann nach dem Trocknen noch Washings mit braunen Ölfarben zur Anpassung der Farbe.

Bei den Laufrollen wird identisch vorgegangen, diese erhalten ebenfalls beidseitig einen Pigmentauftrag, bevor dann das Silber an den Laufflächen trockengemalt wird. Auch diese erhalten noch ein weiteres Washing, bevor dann noch Ölspuren und Staub folgen.

Die Auspuffrohre haben hier einen ersten Auftrag mit Farben aus dem Lifecolor "Rust & Dust Set" erhalten.

Die Decals sind aufgebracht, erhalten noch einen matten Klarlackauftrag, um dann farblich noch angepasst zu werden.

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Lackierung der Panzerkette und der Ersatzkettenglieder sowie Fertigstellung

Die Panzerkette aus Metall von Kennykong wird zuerst in diversen Schwarz- und Brauntönen lackiert und erhält anschließend ein Washing aus braunen Ölfarben. Sobald die Farben getrocknet sind, werden sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite die Laufflächen wieder abgeschliffen. Teils so stark, dass das blanke Metall wieder zum Vorschein kommt, teils auch nur so, dass Schleifspuren auf der Innenseite erkennbar sind.

Anschließend wird die Panzerkette aufgezogen und mit Pigmenten noch dezent eingestaubt. Anschließend erhält diese noch einige "feuchte" Stellen, dargestellt mit schwarzer Ölfarbe und Lack, sowie die Laufrollen Ölspuren mittels Migs "Oil and Grease" Mixture.

Es werden dann die Kettenabdeckungen teilweise montiert und farblich nachbehandelt. Das Stahlseil aus Kupferlitze wird nach dem Brünieren in den Ösen befestigt und angebracht.

Die Ersatzkettenglieder stammen aus dem Bausatz und werden nach einer schwarzen Grundierung mit Rostfarben bemalt und anschließend mit Schwarz trockengemalt.

Abschließend wird der Panzerkommandant von Schumo-Kits montiert und bemalt. Man merkt an dieser Stelle, dass in mir kein Talent zum Figurenmaler schlummert - aber alles in allem als "letztes Etwas" kann man ihn denke ich "fahren lassen".

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Michael Franz,
www.world-in-scale.de

Publiziert am 30. Dezember 2013

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