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Nieuport Ni-17

No. 1530, Escadrille N.3 Cpt. Georges Guynemer

von Christian Bruer (1:144 Valom)

Nieuport Ni-17

Das Original

Die Nieuport Ni-17 wurde von Gustav Delage bei Nieuport entwickelte. Wesentliche Konstruktionsmerkmale wurden von der Ni-11 übernommen, wobei die Zelle und Tragflügel verstärkt und ein leistungsfähigerer Motor eingebaut wurde. Die Ni-17 kam ab 1916 an die Front und war bei den Piloten aufgrund ihrer Wendigkeit und guten Leistungen beliebt. Viele erfolgreiche alliierte Jagdflieger errangen erfolge auf dem Muster, und bis zum Erscheinen der Spad VII blieb die kleine Nieuport das beste französische Jagdflugzeug.

Das vorliegende Modell im Maßstab 1:144 zeigt die Nieuport Ni-17 Werk Nummer 1530. Die Maschine wurde im August 1916 von Georges Guynemer bei der Escadrille N. 3, den berühmten fliegenden Störchen, geflogen. Guynemer war ein französisches Fliegerass mit insgesamt 53 bestätigten Luftsiegen. Er fiel am 11. September 1917 im Alter von nur 22 Jahren.

Nieuport Ni-17

Der Bausatz

Seit geraumer Zeit nimmt sich der Kleinserienhersteller Valom dem Thema Flugzeuge 1. Weltkrieg an. Neben der Nieuport sind eine S.A.E. 5a, Sopwith Pup, Fokker D. VII und eine Albatros D. V erhältlich. Weitere Muster sind angekündigt.

Die Bausätze beinhalten jeweils zwei Maschinen mit vier Markierungsvarianten. Der geneigte Modellbauer hat also die Qual der Wahl! Neben Spritzgussbauteilen liegen den Bausätzen auch Fotoätzteile für die Verstrebungen, MGs etc. bei. Die Qualität der Spritzgussteile ist eine typische Short Run Qualität und kann sich mit dem, was die großen Hersteller an spritzgegossenem Material liefern, nicht ganz messen. Dagegen stehen die gute Qualität der Fotoätzteile und der Decals, sowie ein mit Sicherheit interessantes und nicht oft zu sehendes Flugzeugmodell in der Vitrine!  

Bau des Modells

Der Bau der kleinen Doppeldecker geht recht einfach von der Hand. Die größte Schwierigkeit stellt durchaus die Handhabung der filigranen Modelle dar, gerade nach dem die ersten Verstrebungen angebracht sind. Ich habe mit dem Cockpit, Rumpf und unterer Tragfläche begonnen. Anschließend wurde das Höhenleitwerk angebracht. Bereits im nächsten Schritt wurden die V-förmigen Streben an den unteren Tragflächen befestigt und ausgerichtet. Es empfiehlt sich, alle Löcher für die Aufnahme der Streben aufzubohren. An den oberen Tragflächen mussten die Löcher sogar verschlossen und leicht versetzt neu gebohrt werden, da sie nicht einwandfrei passten.  Nach einer ersten Trockenpassung der oberen Tragfläche konnten die hinteren Streben ausgerichtet und fixiert, sowie das Fahrwerk angebracht werden. Hier verzichtete ich auf die fotogeätzte Stabachse und ersetzte diese durch einen 0,5mm starken Messing-Rundstab.

Nieuport Ni-17

Nieuport Ni-17

Lackierung

Anschließend kam Farbe ins Spiel. Verwendet wurden ausschließlich Acrylfarben von Vallejo und diverse Ölfarben. Zuerst folgte eine Grundierung mit Primer. Anschließend ein Überzug mit Aluminium. Die seitlichen Bleche sowie die Motorabdeckung wurden in Steel lackiert, um sie farblich etwas abzusetzen. Die Oberseiten der Tragflächen wurden gemäß der Farbschema in Grün und Braun lackiert. Nach erfolgter Lackierung und ausreichenden Trocknung der Aluminium-Farben folgten das Aufbringen der Decals und anschließend ein Washing mit Ölfarben. Zuletzt wurden alle Oberflächen mit weißer Ölfarbe dezent aufgehellt.

Die Decals wurden auf eine Lage Future aufgetragen. Dezent eingesetzter Weichmacher sorgt für einen sauberen und Lufteinschluss freien Sitz. Mehrfach dünn aufgetragene Lagen Seidenmatt Firnis aus dem Hause Windsor&Newton versiegeln Farbe und Decals.

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Letzte Schritte

Natürlich musste auch eine Verspannung angebracht werden. Aus dem Schiffsmodellbau ist das für mich ein bekannter aber wenig geliebter Arbeitsschritt. Hier kam noch die Schwierigkeit hinzu, das filigrane Modell zu handhaben und zu halten. Letztendlich habe ich gezogene Gussaststücke verwendet. Um absolut gerade Stücken von gleicher Dicke zu erhalten, musste ich mehrere Stücke ziehen. Die passenden und geraden Stücke wurden dann vorsichtig mit einem Zahnstocher gehalten platziert und mit Sekundenkleber und Mattlack fixiert und befestigt.

Als Display dient ein kleiner Sockel mit einem Stück Grasplatz. 

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Bilder

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Christian Bruer

Publiziert am 11. Oktober 2014

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