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Antonow An-12BK

von Joachim Iffert (1:72 Roden)

Antonow An-12BK

Kleine Geschichte:

Den Grundstein bei der Entwicklung richtungsweisender, moderner PTL-Transportflugzeuge legte Oleg K. Antonow mit der AN-8. Am 30. November 1955 bekam das OKB Nr.473, welches von Antonow geleitet wurde, den Auftrag zur Entwicklung eines zivilen und eines militärischen Transportflugzeuges. Konsequent führte er den einmal eingeschlagenen Weg fort. Am 16. Dezember 1957 begann die Flugerprobung der AN-12 (c/n 7900101) unter der Leitung der Testpiloten J.I. Vernikow und G.I. Lysenkow. Der Prototyp machte am 26. Juni 1958 auf dem Moskauer Flugplatz Khodinka eine Crashlandung und wurde schwer beschädigt.

Während der Flugerprobung konnten folgende Leistungen dokumentiert werden: Höchstgeschwindigkeit 777 km/h, Reisegeschwindigkeit, 650 km/h, Zuladung 20 t oder 90 Fallschirmjäger, Reichweite max. 5.700 km, Flughöhe 10.200 m, Bewaffnung 2xNR-23 Maschinenkanonen in einem bemannten Heckstand. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Testprogramms, beschlossen das Verteidigungsministerium und das Staatliche Komitee für Luftfahrtindustrie, die AN-12 als neuen Standardtransporter in die Streitkräfte der UdSSR einzuführen und in beträchtlichen Stückzahlen zu fertigen. So liefen bis 1973 in den Fertigungsstätten Irkutsk, Woronesch und Taschkent 1.213 Flugzeuge in den verschiedensten Varianten vom Band.

Die AN-12 war auf vielen Krisen- und Kriegsschauplätzen zu finden und bewährte sich von Indien/Pakistan (1965) bis Afghanistan. Aber auch bei den zivilen Fluggesellschaften erfüllte sie zuverlässig, unter den verschiedensten klimatischen Verhältnissen, so auch am Nordpol, ihre Aufgaben. Selbst die Vereinten Nationen (UN) nutzten die Transportkapazitäten der „Cub“.

Antonow An-12BK

Antonow An-12BK

Antonow An-12BK

Um es gleich vorweg zu stellen, ich schreibe diese Zeilen für unseren im letzten Jahr verstorbenen Modellfreund Joachim Iffert. Oft auf deutschen Modellbauausstellungen präsent, waren Jochen und seine Frau immer beliebte Gesprächspartner. Wer Joachim kannte, er war verliebt in sein Hobby und hat gebastelt bis zur letzten Stunde. Oft überließ ich ihm Besprechungsmodelle, weil ich wusste, der Jochen baut die. Er ist nun zur Ruhe gekommen, er wurde 76 Jahre alt. Das Land, dessen Modell er hier als eines seiner letzten gebaut hat, das Land wird wohl so schnell nicht zur Ruhe kommen.

Ein Großteil seiner über 100 Modelle hat im Luftfahrtmuseum Wernigerode seinen letzten Stellplatz gefunden.  

Antonow An-12BK

Antonow An-12BK

Jochen in seiner Bastelwelt
Jochen in seiner Bastelwelt

Der Zusammenbau des Modells verläuft nur so lange problemlos, so lange man sich nicht an fehlenden Details stößt. Aufwendig gestalten sich die Spachtel- und Schleifarbeiten im Bereich der Triebwerksanschlüsse, der Rumpfoberseite und der Tragflügel/Rumpf-Übergänge. Eine abschließende Nachgravur in diesen Bereichen ist dabei unerlässlich. Technologisch sehr schön gemacht sind die Propeller. Auch nach dem Zusammenbau können die Propellerblätter auf unterschiedliche Steigungen eingestellt werden. Die Probleme mit den Decals von Roden sind allgemein bekannt. Hier hat Roden noch einen zusätzlichen Fehler eingebaut und hat die Farben in den ukrainischen Kokarden vertauscht. Die An-12 gibt es als Bausatzvariante von Roden noch mit einer Aeroflot-Bemalung sowie, mit neuen Spritzlingen versehen, für die ELOKA-Variante AN-12PPS. Von Extra Tech (Nr.72140) gibt es ein Fotoätzset für die Antonow.

Bernhard Pethe

Joachim Iffert

Publiziert am 21. Februar 2015

Die Bilder stammen von Günter Kallenbach.

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